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Erster Schnellbus fährt nach Potsdam

Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) Erster Schnellbus fährt nach Potsdam

Auf direktem Weg in die Landeshauptstadt: Der Kreis Teltow-Fläming und die Verkehrsgesellschaft TF investieren ins Plus-Bus-Konzept des öffentlichen Personennahverkehrs. Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember gibt es auf der Linie 715 einen direkten Bus von Bahnhof zu Bahnhof, er braucht mit 40 Minuten kaum mehr Zeit als ein Pkw.

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Der Kreis Teltow-Fläming, die Stadt Ludwigsfelde und die VTF stellen am Pendler-Knotenbahnhof Ludwigsfelde einen der beiden neuen Plus-Busse vor.

Quelle: Foto: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Die Linien-Konzession für eine Plus-Bus-Strecke vom Pendler-Knoten Ludwigsfelde in die Landeshauptstadt Potsdam hatte Volker Fleischer, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF), am Montag in der Post. Am Dienstagmittag präsentierten der Kreis Teltow-Fläming, die Stadt Ludwigsfelde und die Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) am Bahnhof Ludwigsfelde einen der beiden neuen Plus-Busse. Sie verkehren mit dem Fahrplanwechsel ab 10. Dezember werktags zwischen 6 und 20 Uhr im Stundentakt, am Wochenende zwischen 8 und 18 Uhr alle zwei Stunden. Diese Linie 715 ersetzt den dann entfallenden „Beamtenshuttle“ der Linie 618 zwischen Potsdam und Wünsdorf/Waldstadt. Station macht der Schnellbus nur im Stadtgebiet Ludwigsfelde, im Ortsteil Ahrensdorf, am Kreisel Nudow, am Sterncenter Potsdam und in Babelsberg am Lutherplatz.

Doch die Streichung ist nur ein Grund für das neue Angebot. Die Beteiligten wollen auch hier in der Region die neue Qualität im öffentlichen Personennahverkehr anbieten, die hinter dem geförderten Konzept Plus-Bus mit seiner engen Verknüpfung an Bahnstrecken steckt. Und im Süden Berlins sollen die mit Zehntausenden Pendlern täglich überlasteten Straßen von Pkws befreit und die CO2-Emission reduziert werden. Mehr Fahrgäste sollen von den Vorteilen des Umweltverbundes aus Bus, Bahn und Fahrrad überzeugt werden. Die beiden neuen Busse kosten jeweils 200 000 Euro, hinzu kommen 400 000 Euro Betriebskosten jährlich. Das Geld zahlen jeweils zur Hälfte der Kreis und die VTF.

Der Kreis TF, die Stadt Ludwigsfelde und die Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming stellen am Bahnhof Ludwigsfelde einen der beiden neuen Plus-Bus

Der Kreis TF, die Stadt Ludwigsfelde und die Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming stellen am Bahnhof Ludwigsfelde einen der beiden neuen Plus-Busse vor, die mit dem Fahrplanwechsel ab 10.Dezember 2017 stündlich zwischen dem Bahnhof Ludwigsfelde und der Landeshauptstadt Potsdam verkehren. Diese Linie 715 ersetzt den mit dem Jahreswechsel entfallenden „Beamtenshuttle“/Linie 618 zwischen Potsdam und Wünsdorf/Waldstadt

Quelle: Jutta Abromeit

Kreisbeigeordneter Detlef Gärtner (SPD) hofft, dass die Kommunalpolitiker die Bedeutung dieser Investition in den ÖPNV erkennen und ihr mit dem Kreisetat am 11. Dezember zustimmen. „Diese Strecke ist vor allem für die Menschen im Südkreis aus Jüterbog, Niederer Fläming und Luckenwalde von erheblicher Bedeutung, um regelmäßig und mit maximal 15 Minuten Wartezeit an den Bahn-Umsteigepunkten in die Landeshauptstadt zu kommen“, so Gärtner. In seinen Augen gibt es gar keine andere Chance, die Pendlerströme von und zu den Gewerbegebieten wie dem GVZ Großbeeren oder dem Brandenburg Park Ludwigsfelde für alle erträglich zu kanalisieren, als in dieses Konzept weiter zu investieren.

Der Ludwigsfelder Bürgermeister Andreas Igel (SPD) ist begeistert. Er freut sich, dass der Plus-Bus-Start am gut ausgebauten Knoten Bahnhof Ludwigsfelde passiert. Dieser Start sei auch ein Signal an Potsdam. Vom dortigen Stadtrat kenne er die Ansicht, dass der Individualverkehr mit Pkw an der Grenze der Belastbarkeit und nur mit ÖPNV-Angeboten in den Griff zu bekommen sei. Igel ist überzeugt, diesen Bus würden auch Potsdamer nutzen, und Gärtner konkretisierte: „Potsdam muss verstehen, dass ein Bus mit 100 Leuten besser ist als 50 Pkw.“

Jetzt entscheiden die Bürger

Zu denen, die diese Möglichkeit, ohne eigenes Fahrzeug mobil zu bleiben, publik machen und nutzen werden, gehören der Seniorenbeirat und die Akademie 2. Lebenshälfte. Der Beirat informiert bereits beim Stammtisch am Mittwoch darüber. Für Igel ist klar: „Jetzt entscheiden die Bürger - was jahrelang gefordert wurde, muss nun auch genutzt werden. Davon hängt der weitere Betrieb ab.“ Außerdem gab er einen ihm bisher nicht bewussten Fakt kund: „Wenn die Bürger auch noch ihre Karten direkt im Bus kaufen und nicht woanders, dann bleiben sogar zehn Prozent von dem Geld hier im Kreis bei unserer Verkehrsgesellschaft.“

Von Jutta Abromeit

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