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Teltow-Fläming Erstes „Blind Date“ wirkte wie ein Magnet
Lokales Teltow-Fläming Erstes „Blind Date“ wirkte wie ein Magnet
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02:15 17.02.2016
Liebevoll gestaltetes Regal mit „Blind Date“-Päckchen. Quelle: Foto: A. v. Fournier
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Blankenfelde

Schon mal ein „Blind Date“ gehabt? Wahrscheinlich aber noch keines mit einem Buch! Ein solches Erlebnis, ein Treffen mit einem unbekannten Roman, Film oder Tonträger, ermöglichte die Blankenfelder Gemeindebibliothek am Samstag ihren Lesern an den Standorten Mahlow und Blankenfelde.

Der Valentinstag war zum Anlass genommen worden, um das erste „Bind Date“ zu starten – die Resonanz war enorm. Bibliotheksleiterin Heike Richter, die weiß, dass am Samstag ohnehin viele Leselustige in die Bibliothek strömen, verschlug es fast die Sprache: „Gleich um neun, als ich öffnete, erschien jemand, der schon länger nicht bei uns war, weil er von der Aktion gehört hatte“. Viele Lesehungrige wollten es sich nicht entgehen lassen, auf diese Weise ein neues Buch zu entdecken, einige nutzten es als Sahnehäubchen auf die geplante Ausleihe. Die Bibliotheksmitarbeiterinnen hatten weit über 100 neue Buchtitel, Hörbücher, CDs und DVDs verpackt. „Das sind Titel von 2015 und 2016, von denen wir denken, dass sie noch nicht ausreichend Beachtung gefunden haben, obwohl sie das verdienen. Wenn sie in keiner Bestsellerliste auftauchen, wissen viele Leser gar nicht um deren Existenz“, so Richter.

Die Idee zum „Blind Date“ brachte die neue Mitarbeiterin Katrin Brückner von ihrer letzten Wirkungsstätte mit. Pro Leser wurde ein Päckchen unbekannten Inhalts, das erst zu Hause geöffnet werden sollte, ausgegeben. Nur wenige Besucher konnten der Versuchung widerstehen. „So findet man Lesestoff, den man sonst nicht angefasst hätte“, meinte das Ehepaar Franke aus Blankenfelde, das das Überraschungspäckchen gleich im Treppenhaus öffnete. „Bestimmt ein Liebesroman“, mutmaßte Manfred Franke wegen des Valentinstages. Sabine Franke packte ein wissenschaftliches Buch aus, das den Weg des Sandes an den Strand verfolgt. „Oh, dann ist es etwas für mich!“, freute sich ihr Mann.

Von Andrea von Fournier

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