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Erstes Storchenfest ohne Jungstörche

Die Eier fielen bei einem Streit unter den Vögeln aus dem Nest in Großbeeren Erstes Storchenfest ohne Jungstörche

Ohne die Hauptakteure musste das Storchenfest in Großbeeren an diesem Wochenende auskommen. Im April waren die Eier der Störche aus dem Nest gefallen, nun kommen sie nur noch gelegentlich zurück. Auf dem Fest warben dafür Naturschützer für den Schutz der Bienen.

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Frank Mohrmann vom Bienarium in Teltow-Ruhlsdorf bietet Honig an und weiß alles über die Bedeutung der Bienen.

Quelle: Stephan Laude

Großbeeren. Die Hauptakteure fehlten leider, als am Sonntag Nachmittag in Großbeeren das 16. Storchenfest eröffnet wurde. Das Nest auf dem hohen Schornstein am Gutshaus war leer. Das Paar, das es bewohnt, kommt aber öfter noch vorbei, zum Gucken und Schlafen, wie Christa Henke, eine der Mitorganisatoren des Festes, berichtet. Henke dokumentiert seit Jahren, was sich im Nest tut. Das Storchenfest an diesem Wochenende war das erste ohne Jungstörche. Ilona Beutlich hat am 28. April vom nahen Rathaus aus gesehen, wie es dazu kam: Ein dritter Storch hatte mit dem brütenden Paar „ständig gezankt“. Dabei wurden die Eier aus dem Nest geworfen. Die Festveranstalter vermuten, dass ein – vielleicht eifersüchtiger – Junggeselle der Täter war.

Das Nest besteht schon seit 1982. Probleme hat es immer mal gegeben. Im vorigen Jahr war ein Jungstorch herausgefallen. Mehrmals schon hat die Feuerwehr bei der Rettung und Fütterung von Störchen geholfen. Wie in Großbeeren selbst gibt es auch im Ortsteil Diedersdorf in diesem Jahr keinen Jungstorch. Überhaupt sei 2015 ein schlechtes Storchenjahr, berichtet Christa Henke und beruft sich dabei auf Lothar Henschel, den Storchenbeauftragten des Altkreises Zossen. Tröstlich: Ganz ohne Nachwuchs bei den Adebars ist die Gemeinde nicht: „In Kleinbeeren schaut der Jungstorch schon aus dem Nest“, berichtet Henke.

Es ging beim Storchenfest allerdings nicht nur um Störche, auch um Bienen. Frank Mohrmann vom Bienarium in Teltow-Ruhlsdorf macht seit Jahren in Schulen, Kindergärten und auf Festen auf ihre große Bedeutung aufmerksam – und auf ihre Gefährdung. Vielen Insekten werde durch die Monokultur in der Agrarindustrie die Nahrung entzogen, beklagt Mohrmann.

Gleich neben dem Bienarium zeigte Gabriele Bürger vom Museumsdorf Düppel in Berlin-Zehlendorf alte Handwerkskunst: Sie erklärte, wie man mit einer Fallspindel Wolle spinnt. Solche Vorführungen werden in Düppel in der Saison an den Wochenenden angeboten. Das Museum besteht seit 40 Jahren. Es entstand auf einer Fläche, wo zwischen 1200 und 1220 ein Dorf existierte, wie bei Ausgrabungen Mitte der 70er Jahre festgestellt wurde. Im Museumsdorf sind auch Tierrassen aus dem Mittelalter zu bestaunen.

Besondere Sympathie fand auf dem Fest in Großbeeren ein Waldkauz, den jemand mitgebracht hatte – ein hübscher Ersatz für die fehlenden Störche. Und ganz aus der Nähe zu betrachten.

Von Stephan Laude

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