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Teltow-Fläming Erstes Tomatenfest am Feldrand
Lokales Teltow-Fläming Erstes Tomatenfest am Feldrand
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04:40 18.08.2016
Zu den diesjährigen Testpflanzen auf einem Versuchsbeet gehört auch die von Jens Wylegalla angebaute Tomate Blueberry. Quelle: jutta Abromeit
Ahrensdorf

Essbare Blüten kennen inzwischen viele Hobbyköche und Feinschmecker, auch verschiedene Basilikum-Arten oder ausgefallene Kräuter werden derzeit immer populärer. Aber Rucola a Foglia di Oliva? Asiatische Senfblätter? Schwarze Tomaten? All das wächst im Ludwigsfelder Ortsteil Ahrensdorf, angebaut von Jens Wylegalla und seiner Lebensgefährtin Juliane Winkler.

Gentechnisch unveränderte Pflanzen

Auf mehreren großen Beeten beziehungsweise kleinen Feldern probieren sie, welche gentechnisch unveränderten und ungebeizte Pflanzen gedeihen. Sie nennen ihre Kräuter- und Gemüseflächen anschaulich „Ahrensdorfer Kräuterwelt“.

Die wollen sie am Sonnabend Interessierten vorstellen; von 14 bis 18 Uhr laden sie zu einem ersten kleinen Tomatenfest, wie sie es nennen, an den Feldrand ein. Gleich dort, wo hinter dem Dorf das Naturschutzgebiet beginnt, sollen Besucher riechen, kosten, schmecken und diskutieren können.

Ochsenherzen, Dattelwein und schwarze Tomaten

Da gibt es die Fleischtomaten namens Ochsenherz, die rote Sorte Matina, die gelbe Sorte Dattelwein oder schwarze Tomaten, die Blueberry heißen. Und dann sind da noch Brandywine, Winterportulak oder Emerald Apple. Jede Tomate schmeckt und duftet etwas anders, jede kann für andere Gerichte verwendet werden. Eine Sorte eignet sich besonders gut für Salate, eine andere als Snack zwischendurch; eine Sorte kann gut gebraten oder gekocht werden, und eine andere sieht als Dekoration besonders attraktiv aus.

Zurzeit verdienen die Jungunternehmer noch mit herkömmlichen Jobs ihren Lebensunterhalt, Jens Wylegalla ist als Innenausbauer auf Baustellen unterwegs. Irgendwann wollen die beiden aber vom Geschäft mit der aromatischen Vielfalt und dem traditionellen, biologischen Landbau leben können. „In zwei Jahren vielleicht“, sagt Wylegalla. Zurzeit ist das Gewerbe zwar schon angemeldet, aber der Landbau noch Hobby.

Blick in den Gemüsekorb. Quelle: Jutta Abromeit

Abnehmer für die Ahrensdorfer Kräuter und Gemüse sind bisher vor allem Gastronomen. „Aber zunehmend interessieren sich Leute auch privat für solche Produkte“, erzählt der Enthusiast. Er registriert, dass sein Gartenbau-Ansatz Zustimmung findet. „Die Leute schätzen zunehmend hohe Qualität und die Aromenvielfalt“, sagt er. Auf keinen Fall sehe er sich als Konkurrenz zu Großmärkten. „Wir wollen ja genau das anbieten, was man dort nicht findet“, erläutert er, „wir suchen das Besondere“. Dafür schaut er sich um, wo „sauberes“, geprüftes Saatgut zu bekommen ist.

Zwischenfrüchte und Bodenbelüfter

Neue Sorten sät Jens Wylegalla auf ein Testfeld. Auch dort stehen Zwischenfrüchte und Bodenbelüfter. „Das sind seit Generationen erwiesene Anbaumethoden, die man nicht ignorieren darf, wenn sich die Pflanzen mit ihren Stärken wirklich entfalten sollen“, sagt Jens Wylegalla. Am Ende der Saison steht fest, was im nächsten Jahr auf die Verkaufsflächen kommt. Bei allem Idealismus, mit dem das Paar sein Zeil seit Jahren verfolgt, ist es Ahrensdorfern, die ihnen aufgeschlossen helfen, dankbar: „Ohne den Traktor von Rainer Krause zum Beispiel wären wir noch nicht so weit.“

Von Jutta Abromeit

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