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Erstes deutsches Kinder-Quidditch-Team

Glienick Erstes deutsches Kinder-Quidditch-Team

Quidditch? Noch nie etwas davon gehört. So geht es den meisten Sportbegeisterten. In Glienick können Mädchen und Jungen seit kurzem diese abgehobene Randsportart trainieren. Hier gibt es das erste offizielle Kinder-Team des Deutschen Quidditchbundes. Trainerinnen sind Daniela Buge und Jana Spillner. Sie möchten Quidditch in der Region etablieren.

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Flugeinlage mit Bodenhaftung: Daniela Buge (r.) aus Schünow, Jana Spillner aus Dabendorf (vorn) und ihre Kidditch-Trainingsgruppe.

Quelle: fotos (2): Frank Pechhold

Glienick. Zauberei ist beim Quidditch nur in Harry-Potter-Filmen im Spiel. Kidditch – die davon abgeleitete bodenständige Variante für Mädchen und Jungen – wird nun in Glienick angeboten wird. Hier leiten Daniela Buge und Jana Spillner mit den „Biting Crup’s“ die erste offizielle Kindermannschaft des Deutschen Quidditchbundes an.

Trainiert wird immer dienstags ab 16.30 Uhr bei schönem Wetter auf dem Sportplatz der SG Glienick 1964. Diesmal weichen Betreuerinnen und Kinder wegen der dicken Regenwolken in die Turnhalle neben der Grundschule aus. Hier werden rasch die Torreifen auf das Parkett gestellt. Warm laufen, dehnen, Sprints, kurz verschnaufen. Schon macht Daniela Buge die nächste Ansage. „Wie ihr vom letzten Mal wisst, gibt es beim Kidditch Regeln und Positionen. Über die wollen wir noch mal sprechen. Mal sehen, was hängen geblieben ist . . .“

Regelkunde ist die Grundlage, um Spielzüge zu üben

Regelkunde in Kurzform ist die Grundlage, um Spielzüge zu üben. Das ovale Quidditch-Spielfeld ist 55 Meter lang (Kidditch: 41 Meter) und 33 Meter breit (25 Meter). In den Fantasy-Romanen von Joanne K. Rowling jagen zwei Teams auf ihren fliegenden Besen dem goldenen Schnatz nach. Weil Muggel (Menschen) anders als in der magischen Welt keine Zauberkräfte haben, gehen sie mit Gymnastikstäben als Besenersatz zwischen den Beinen auf Punktejagd. Ein Team besteht aus sieben Spielern – Hüter, drei Jäger, zwei Treiber, Sucher – die beliebig ausgewechselt werden können. Auf das Kommando „Brooms up!“ (Besen auf!) geht es los. Jeder Hüter beschützt drei unterschiedlich große Torringe seines Teams. Die Jäger versuchen, mit einem Volleyball Tore zu werfen. Die Treiber wollen mit kleinen Bällen Angreifer abwerfen. „Quidditch ist ein Mannschaftssport mit Elementen aus Völkerball, Handball und Rugby. Rugbyvölkerhandball, wenn man so will“, sagt Buge.

Nach 18 Minuten Spielzeit dürfen die Sucher anfangen, den Schnatz zu fangen. Statt einem fliegenden Schnatz kommt ein Tennisball ins Spiel, der in einer Socke gesteckt im Hosenbund eines neutralen gelb gekleideten Spielers platziert ist. Wurde der Schnatz gefangen, ist Schluss.

Buge: „Das Geschehen wirkt für Außenstehende ziemlich chaotisch.“

„Weil auf dem Spielfeld so viel gleichzeitig passiert, wirkt das Geschehen für Außenstehende ziemlich chaotisch“, weiß Daniela Buge. Deshalb führe man die Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren spielerisch an die zu besetzenden Positionen und den Spielablauf heran. Auf jeden Fall mache die sich wachsender Beliebtheit erfreuende Randsportart den Mädchen und Jungen viel Spaß. „Das ist eine offene freundliche Gruppe, in der alle Freude an ihrem Sport haben, ohne sich ständig als Konkurrenz anzusehen“, so Jana Spillner.

„Wahrscheinlich bleibe ich dabei“, sagt Joel Briesenick (10) aus Nunsdorf. Auch Emilie Gadau (10) aus Glienick möchte gerne weiter machen. „Quidditch ist einfach cool. Auch wenn man kein Harry-Potter-Fan ist“. Wobei man sich nicht einfach einen Ball greifen und drauf los spielen dürfe. „Da gibt es schon Regeln“, so Emilie. „An diesem Sport gefällt mir vor allem der Teamgeist“, sagt Julia Steinhaus (10) aus Werben. „Quidditch ist einfach ein faires Spiel“, so Maike Buge (10) aus Schünow. „Da haben wir alle beim Training viel Spaß.“

www.sg-glienick.de; Telefon 0 15 77/9 31 11 07 oder 01 51/59 21 85 67.

Von Frank Pechhold

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