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Teltow-Fläming Erstlingswerk eines Krimischreibers
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12:05 12.07.2016
Ronny Manzek mit seinem ersten verlegten Kriminalroman. Quelle: Iris Krüger
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Luckenwalde

Das Lesen gilt im Allgemeinen für junge Leute eher etwas außer Mode gekommen – moderne Medien bieten reichlich Ablenkung. Das Gegenteil beweist ein literaturbegeisterter junger Mann aus Luckenwalde: Ronny Manzek.

Mit 16 Jahren fasste er den Entschluss, seine Ideen, Fantasien und Geschichten aufzuschreiben und möglichst einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. „Ich habe schon immer gern gelesen“, gesteht der heute 31-Jährige, „und natürlich habe ich ein Tagebuch geführt.“ Doch das reichte ihm nicht. Das Schreiben wurde für ihn eine Flucht aus der Wirklichkeit, eine Möglichkeit, sich auszuleben.

Großvater motiviert zum Schreiben

So begann er seinen ersten Roman mit dem Titel „Wie ein Geist wandere ich umher“. „Darin erzähle ich von einem Menschen, der nie wirklich gelebt hat, was er aber erst kurz vor dem Tod realisiert“, sagt Manzek. Ein ganzes Jahr saß er an dem Roman. „Als einer der ersten hat es mein Großvater zum Lesen bekommen. Er hat sofort gespürt, dass dort viel von meiner Persönlichkeit verarbeitet wurde“. Einige Zeit später folgte ein Liebesroman mit dem Titel „Auf der Suche zueinander fanden wir uns“. Beide Bücher sind bisher noch nicht an eine breite Öffentlichkeit gelang.

Dann, Mitte 20, begann Ronny Manzek mit seinem ersten Kriminalroman. „Natürlich haben ich mich dabei von Filmen inspirieren lassen“, sagt er. Ein Dreivierteljahr dauerte die Arbeit an dem Buch, das den Titel „Der Sonnenschein in meinem Leben“ trägt und seiner Schwester gewidmet ist. „Darin geht es nicht nur um Mord und Totschlag, sondern auch um Liebe und Freundschaft“, verrät er.

Keine Tantiemen, sondern Veröffentlichungsgebühren

Familienangehörige und Freunde bekamen das Buch als erste zu lesen und empfahlen ihm, einen Verlag dafür zu suchen. „Also schickte ich das Manuskript an sechs Verlage. Kurz darauf kamen zwei Antworten, die bereits Verträge beinhalteten. Zunächst war ich sehr stolz, aber auch verunsichert, warum ich für die Veröffentlichung Geld bezahlen sollte, anstatt ein Autorengehalt zu bekommen.“ Dass viele Verlage mit der Veröffentlichung unbekannter Autoren Geld verdienen, war ihm damals nicht klar. Leben kann er von seinem literarischen Schaffen nicht. Hauptberuflich ist er im DRK-Krankenhaus Luckenwalde beschäftigt.

„Da ich es nicht besser wusste, suchte ich mir den Preiswertesten aus. Immerhin war das der entscheidende Schritt, um meinen Traum, den Roman zu veröffentlichen, zu verwirklichen“, gesteht er. Nach einigen Monaten Wartezeit, genauer gesagt im Dezember 2013, hielt er die ersten zehn Exemplare seine Buches in der Hand.

Autor nutzt lieber Pseudonym

„Schon als der Postbote vor der Tür stand, klopfte mein Herz bis zum Hals. Dann habe ich das Paket ganz vorsichtig geöffnet und war wirklich sehr gerührt“, beschreibt der die Situation. Die zehn Bücher wurden natürlich im Familien- und Freundeskreis verteilt. Um in der Öffentlichkeit nicht sogleich als Autor wahr genommen zu werden, hatte Ronny Manzek ein Synonym gewählt: „Euer Schatten“. „Ich halte mich seit jeher lieber im Hintergrund, quasi wie ein Schatten der anderen“, erklärt er.

Auch sein neues Werk wird er unter seinem Decknamen schreiben. „Dabei handelt es sich um einen Thriller. Es geht um einen Menschen, der auf der Suche nach sich selbst viele Hürden nehmen muss“, verrät er im Vorfeld. Wann das Werk veröffentlicht wird, weiß Ronny Manzek noch nicht. Wichtig ist ihm vor allem eines: „Ich will die Leser wach rütteln und sie animieren, ihre Träume zu verwirklichen“, sagt er, „es gibt keine Grenzen, seine Fantasie auszuleben. Man muss es nur einfach tun!“

Info: Der Krimi „Der Sonnenschein in meinem Leben“ ist im Frankfurter Literaturverlag erschienen und über ISBN-10: 3837213455 im Buchhandel zu bestellen.

Von Iris Krüger

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