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Teltow-Fläming Erstmals Orient-Spezialitäten in Luckenwalde
Lokales Teltow-Fläming Erstmals Orient-Spezialitäten in Luckenwalde
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00:27 21.12.2015
Askin Erbagkent bedient in seinem Geschäft den Geschmack aus Nahost. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Mit seinem kleinen Lebensmittelladen hat Askin Erbagkent scheinbar mitten ins Schwarze getroffen. Der „Cherin Mini-Market“ im Luckenwalder Engpass, in der Rudolf-Breitscheid-Straße 1, füllt offensichtlich eine echte Marktlücke. In dem ehemaligen Wäschegeschäft verkauft der seit 1976 in Berlin lebende Türke Spezialitäten aus dem Nahen und Mittleren Osten.

Noch wirkt das Sortiment sehr übersichtlich, „aber da wird noch einiges dazukommen“, verspricht Erbagkent. Die notwendigsten Grundnahrungsmittel sind aber vorhanden und werden ihm förmlich aus der Hand gerissen. So ist eine Lieferung vom Morgen gegen Mittag schon ausverkauft und er wartet auf eine Nachlieferung.

Hauptkundschaft aus den Asylbewerberheimen

Seine Hauptkundschaft in Luckenwalde sind die vielen Asylbewerber und Flüchtlinge. So brauchen sie nicht mehr bis nach Berlin zu fahren, um die Lebensmittel einzukaufen, die sie aus der Heimat gewohnt sind und die sie bisher hier vermisst haben. „Ich bringe sie ihnen aus Berlin hierher“, sagt der Geschäftsmann, der als Verkäufer in Teilzeit einen Arabisch sprechenden Flüchtling mit Arbeitserlaubnis eingestellt hat.

Neben dem „besten tunesischen Fladenbrot der Welt“, frisch gebacken und aus Berlin geliefert, findet man in dem Markt Schafskäse, Oliven, eingelegtes Gemüse, Bohnen, Kichererbsen, Geflügelwurst und orientalische Gewürze aus der Türkei, dem Libanon, Tunesien, Syrien und Griechenland. Das meiste ist in Gläsern oder Dosen konserviert. Ab Anfang Januar will Erbagkent auch frisches Obst und Gemüse aus der Türkei und Spanien anbieten.

„Hier wird überall Alkohol verkauft, da muss ich nicht auch mitmachen.“

Getränke gibt es auch, aber nur Softdrinks. Alkohol wird nicht verkauft. Nicht etwa, weil der Ladenbesitzer Muslim ist. „Nein, das hat damit nichts zu tun“, sagt Askin Erbagkent, „aber hier wird überall Alkohol verkauft, da muss ich nicht auch mitmachen.“

Erbagkent hat in seinem Leben schon alles Mögliche verkauft. Mit seinen Eltern betrieb er einen Döner-Imbiss, in einem anderen Geschäft verkaufte er Unterwäsche und Lederwaren und außerdem führte er ein Reisebüro. Neben seinem neuen Lebensmittelgeschäft, das nicht das Einzige in der Gegend bleiben soll, führt er den Sicherheitsdienst „Merlin Security“ in Berlin.

Von Hartmut F. Reck

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