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Teltow-Fläming Ertrag niedrig, Qualität hoch
Lokales Teltow-Fläming Ertrag niedrig, Qualität hoch
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00:33 09.08.2015
Die Ernte rund um Jüterbog läuft. Der Ertrag ist wegen der Trockenheit im Frühsommer niedrig – aber besser als befürchtet. Quelle: Victoria Barnack
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Jüterbog

Seit mehreren Wochen läuft die Ernte im Fläming auf Hochtouren. „Inzwischen sind wir fast durch damit“, berichtet Mario Schwanke, der Vorsitzende der Jüterboger Agrargenossenschaft (JAG). Am 1. Juli hatte der Vorstand in Jüterbog das Startsignal zum Abernten gegeben. Seitdem sind die knapp 50 Mitarbeiter der JAG fast täglich mit Mähdreschern, Traktoren, Strohpressen und anderen Landmaschinen auf den Feldern im Einsatz.

Gejammert wird über die langen Schichten – auch am Wochenende – unter den Landwirten nicht. Immerhin gehören die extremen Arbeitszeiten im Sommer zum Beruf dazu. In den kommenden Tagen soll dann schließlich der größte Teil geschafft sein. „85 Prozent sind mittlerweile abgeerntet“, sagt Schwanke. Knapp 370 Hektar stehen in der zweiten Augustwoche noch aus. Bis zum Wochenende will die JAG auch mit dem Rest fertig werden.

Vor dem Erntebeginn hatten die Landwirte allerdings in der gesamten Region stark mit den Witterungsverhältnissen zu kämpfen. „Wir hatten bis Mitte Juni circa zwölf Wochen Trockenheit“, erklärt Reinhard Müller, Schwankes Stellvertreter. Die Konsequenz war vorhersehbar: Der fehlende Niederschlag hat sich bereits wenige Wochen nach dem Beginn der Erntezeit in Form schwacher Erträge ausgewirkt. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren bleibt die Jüterboger Agrargenossenschaft wie viele andere Betriebe unter ihrem Durchschnitt. „Wir ernten 20 bis 30 Prozent weniger als in einem Normaljahr“, resümiert Vorstandsvorsitzender Schwanke.

Mit dem Ernteergebnis ist der Jüterboger Vorstand bisher dennoch relativ zufrieden. „Die Qualitäten sind überraschend gut“, sagt Reinhard Müller. Gerechnet hätte man bei der JAG sogar mit Einbußen von bis zu 50 Prozent und kann sich deshalb über die diesjährigen Ernteerträge nicht beschweren.

Anders sieht die Lage für die Jüterboger Agrargenossenschaft derzeit bei ihren anderen Erzeugnissen aus. Milch, Fleisch und einige Mähdrescherfrüchte verkaufen sich nur schlecht. „Wir haben mit den Erzeugerpreisen zu kämpfen“, sagt Mario Schwanke über den Kampf gegen Billigwaren im Discounter.

Als Beispiel nennt der Vorstand die Milchproduktion, die bei der JAG durch die knapp 600 Milchkühe entsteht. Denn vor allem die niedrigen Milchpreise in den Supermärkten fallen den Landwirten immer wieder auf. Um die eigenen Produkte vor allem regional besser zu präsentieren, bieten sie ihre Milch seit einigen Monaten in den Filialen der Neumarkt-Fleischerei an – und das mit positivem Feedback der Jüterboger Bürger.

Unzufrieden ist die Situation für die JAG allerdings vor allem aus wirtschaftlicher Sicht. Die Umsätze aus dem regionalen Geschäft sind für die Jüterboger nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Wir beliefern im allgemeinen große Molkereien“, berichtet Schwanke über die Milchproduktion. Mit diesen Molkereien müssten die Preise immer wieder neu ausgehandelt werden. Die Anbieter haben einen schweren Stand. „Man merkt, dass die Lager der Händler und Zwischenhändler einfach noch voll sind“, ergänzt Reinhard Müller auch in Bezug auf andere Erzeugnisse, „die Preise sind allgemein auf einem niedrigen Niveau.“

Von Victoria Barnack

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