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Erzbischof Wichmann enthüllt

Jüterbog Erzbischof Wichmann enthüllt

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Heimatvereins „Jüterboger Land“ wurde die Skulptur am Montagnachmittag vor der Liebfrauenkirche zum ersten Mal gezeigt.

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Die Skulptur entstand aus einem 133 Jahre alten Eichenstamm.

Quelle: Isabelle Richter

Jüterbog. Mit großer Spannung erwarteten die Gäste am Montagnachmittag an der Stadtseite der Jüterboger Liebfrauenkirche die Enthüllung der Wichmann-Skulptur. Der Erzbischhof spielte in der Frühzeit eine entscheidende Rolle in der geschichtsträchtigen Stadt.

Jüterboger Heimatverein setzt neues Zeichen

Vor über einem Monat hatte Holzbildhauer Klaus-Peter Gust damit begonnen, aus einem 133 Jahre alten Eichenstamm aus Röbel (Mecklenburg-Vorpommern), das Wichmann-Abbild zu formen.

Entstanden ist eine 2,75 Meter hohe Skulptur mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern und einem Gewicht von 680 Kilogramm. Sponsor ist der Heimatverein „Jüterboger Land“, der sich genau vor zehn Jahren am 30. Oktober gründete. Anlass war das Jubiläum 1000 Jahre Jüterbog im Jahr 2007.

Die Aufgabe ist das historische Erbe zu bewahren

Aus den 17 Gründungsmitgliedern sind inzwischen 56 Mitglieder geworden. In den vergangenen Jahren organisierten sie gemeinsam Großveranstaltungen wie die Fürstentage und zuletzt das Stadtfest „Tetzel kommt“.

Außerdem achtet der Verein besonders darauf, das historische Erbe zu bewahren. So wurden in den zehn Jahren unter anderem die hölzernen Keulen an zwei Stadttoren erneuert, genau wie die Schneidewein-Tafel an der Luther-Eiche. Zurzeit wird die Figur des „Mauritius“ am Rathaus durch den Verein restauriert.

Ein Geschenk an die Jüterboger Einwohner durfte deshalb zum runden Geburtstag des Vereins nicht fehlen.

Jüterboger zeigen sich stolz

Nach mehreren Ansprachen war es dann endlich soweit. Die anwesenden Kinder durften den noch vermummten Erzbischof enthüllen. Kurz darauf wurden die ersten Fotoapparate gezückt. Danach folgte großes Staunen. Von oben bis unten wurde die überlebensgroße Figur begutachtet.

Auch Renate Zilz war zu der Enthüllung gekommen. „Sie ist sehr schön geworden“, sagt sie über die Skulptur. Seit ihrer frühen Kindheit ist die 80-Jährige Jüterbogerin – und das mit großem Stolz. „Ich war viel in der Welt unterwegs, aber ich komme immer wieder gerne zurück.

Es ist einfach ein gutes Gefühl, hier zu sein. Jüterbog ist eine schöne Stadt mit viel Historie und netten Leuten“, so Renate Zilz. Das liegt nicht zuletzt am Heimatverein, der sich aufopferungsvoll darum bemüht, die Jüterboger Brauchtümer und Gebäude zu erhalten.

Bischof hatte nach Gefangenschaft nur noch ein Ohr

Bürgermeister Arne Raue (parteilos) sprach deshalb ebenfalls einen großen Dank an die Mitglieder aus. „Mir persönlich ist der Verein auch sehr wichtig geworden. Er ist personell gut aufgestellt, ideenreich und hinterlässt Spuren“, sagte Raue.

Damit Bischof Wichmann weiterhin so gut aussieht wie jetzt, muss er in einem Jahr überarbeitet werden. Natürliches Hartöl sorgt für Schutz gegen die Witterungsbedingungen.

Übrigens hat der hölzerne Bischof noch beide Ohren. Der Echte verlor im Laufe seines Lebens jedoch eines. „Er hat eine Pilgerfahrt unternommen und kam in sarazenische Gefangenschaft.

Genau weiß ich es nicht, aber vermutlich haben sie ihm dort das Ohr abgeschnitten“, berichtet Jörg Podzuweit, Vorsitzender des Heimatvereins.

Von Isabelle Richter

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