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Es ist dunkel in Rangsdorf: Müssen Anwohner zahlen?

Teltow-Fläming Es ist dunkel in Rangsdorf: Müssen Anwohner zahlen?

Wer in Rangsdorf nach der Tagesschau noch mal schnell mit dem Hund raus will, tappt im Dunkeln. In weiten Teilen des Orts sind die Laternen abgeschaltet. Sie waren alt und ein Sicherheitsrisiko. Jetzt sollen sie ersetzt werden. Das birgt Ärger: Ein Anlieger ist richtig sauer, denn er sieht nicht ein, warum er für die Fehler der Gemeinde bezahlen soll.

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In Rangsdorf würden sich viele Anwohner so ein Bild wünschen: Das einer leuchtenden Laterne.

Quelle: dpa

Rangsdorf. Seit die Tage wieder kürzer werden, steigt die Unzufriedenheit vieler Rangsdorfer immer weiter an. Wer nach der Tagesschau noch mal schnell mit dem Hund vor die Tür geht, tappt in weiten Teilen des Ortes schon fast im Dunkeln. Am Montag stellte Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) seine neuesten Pläne zum Umgang mit der defekten Straßenbeleuchtung den Anwohnern vor.

Neubau in drei Bereichen geplant

Rochers Plan sieht vor, in drei Bereichen die Beleuchtung komplett zu erneuern: im Nymphenseeweg von der Kienitzer Straße bis zum Eichendorffweg, in der Heinestraße zwischen Heinegasse und Groß Machnower Straße sowie im Akazienweg zwischen Am Tannenforst und der Machnower Seestraße. Neben modernen LED-Leuchten werden auch neue Kabel und zusätzliche Verteilerkästen gebaut, mit denen sich das Problem der nicht auslösenden Sicherungen bei Kurzschluss erübrigen soll.

Anwohner sind skeptisch

Bei vielen Anwohnern stießen die Pläne auf wenig Begeisterung. Sie werden, falls die Gemeindevertretung am 8. September für den Neubau stimmt, einen Teil der Baukosten mitbezahlen müssen. „Erfahrungsgemäß kostet die Beleuchtung nicht mehr als einen Euro pro Quadratmeter Grundstück“, sagte der Bürgermeister.

Planer Jens Najork, Bürgermeister Klaus Rocher und Bauamtsleiterin Simone Götsche mussten sich viel Kritik der Bürger anhören

Planer Jens Najork, Bürgermeister Klaus Rocher und Bauamtsleiterin Simone Götsche mussten sich viel Kritik der Bürger anhören.

Quelle: Zielke

Doch nicht jeder ließ sich beschwichtigen. „Warum werden wir Bürger für die Versäumnisse der Vergangenheit zur Kasse gebeten“, fragte Ralf Wenzel, der im Akazienweg wohnt. Ihn ärgert, dass die Beleuchtung in den vergangenen Jahren nicht genügend gewartet worden sei. In seiner Nachbarschaft möchte er nun Unterschriften für eine Reparatur sammeln. Aus seiner Sicht spreche nichts dagegen, zumindest die Laternenmasten weiter zu verwenden. Größter Vorteil: dies würde die Anlieger nichts kosten.

Kosten für mögliche Reparatur unklar

Einen Nachteil habe die Reparatur jedoch, sagte der Bürgermeister: „Wir wissen nicht, wie lange das dauert und was es kostet.“ In Klein Kienitz gibt die Gemeinde für die Reparatur von 39 Laternen rund 33.000 Euro aus. Die neuen Laternen in Rangsdorf sollen vom 27. Oktober bis Anfang Dezember aufgestellt sein.

Allein mit der Reparatur der Laternen sei es ohnehin nicht getan. „Die Kabel müssen ohnehin erneuert werden“, sagte Planer Jens Najork. Stellenweise befinden sich noch alte Aluminiumleitungen in der Erde, häufig haben die Kabel unterschiedliche Querschnitte. Ein weiteres Problem seien die oft großen Abstände zwischen den Laternen, wodurch dunkle Zonen entstehen. Trotz zusätzlicher Masten sollen die Stromkosten um etwa die Hälfte niedriger liegen als bisher. Die bisherigen Quecksilberdampfleuchten, die seit vorigem Jahr nicht mehr verwendet werden dürfen, brauchen 80 Watt, die neuen LED-Leuchten 19 Watt. Sie sollen zudem zwischen 23 und 5 Uhr gedimmt werden.

Von Christian Zielke

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