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Teltow-Fläming Es wird eng im Schulkarree
Lokales Teltow-Fläming Es wird eng im Schulkarree
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00:30 03.08.2015
Für das Rangsdorfer Fontane-Gymnasium liebäugelt der Landkreis mit fünf Klassen pro Stufe. Quelle: :
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Rangsdorf

Im klügsten Viereck Rangsdorfs wird es allmählich eng. Auf dem Karree zwischen Fontaneweg, Clara-Zetkin-Straße. Mühlenweg und Fichtestraße konkurrieren Gymnasium, Grundschule und Hort um den begrenzten Platz. Die Gemeinde wächst schneller als ihre Bildungseinrichtungen.

So trieb die geplante Erweiterung des Fontane-Gymnasiums so manchem Mitglied des Sozialausschusses am Dienstag Sorgenfalten auf die Stirn. Der Landkreis Teltow-Fläming, der die Schule betreibt, plant eine Erweiterung am Fontaneweg zwischen dem derzeitigen Gebäude und dem Gelände der Grundschule. Weil der Neubau direkt an ein der Gemeinde gehörendes Grundstück grenzt und die Feuerwehrzufahrt über die Fläche der Grundschule führt, müssen die Rangsdorfer ihre Zustimmung geben. So ganz wohl war dabei eigentlich niemandem. „Ich habe ehrlich gesagt Bauchschmerzen“, sagte Melanie Eichhorst (FDP). Die Ausschussvorsitzende befürchtet, dass das Gelände zu klein für die geplante Erweiterung ist. Zwischen dem geplanten Neubau des Gymnasiums und dem Altbau der Grundschule will die Gemeinde den neuen Hort „Räuberhöhle“ bauen. Weil dafür momentan kein Geld vorhanden ist, ruhen die Planungen. Sollte sich die Haushaltssituation der Gemeinde verbessern, dürfte der Hort eine der ersten neuen Baustellen sein.

Detlef Schlüpen (SPD) brachte sogar einen neuen Standort für die Grundschule ins Gespräch, um das Schulkarree zu entlasten. „Das Areal ist in seiner Ausdehnung begrenzt“, sagte er. Jan Mühlmann-Skupien (FDP) wäre es lieber, der Kreis würde sich nach einem neuen Standort für ein größeres Gymnasium in Rangsdorf umsehen. Beide Vorschläge blieben die Antwort auf die Frage, wo eine neue Schule entstehen soll, schuldig. Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) warnte davor, die Schullandschaft in der Gemeinde zu zerreden. Das Gymnasium gehöre zu Rangsdorf, so Rocher. Sollte sich die Gemeinde einer Einigung mit dem Kreis verweigern, könne es sein, dass dieser auf Zossen als Mittelzentrum ausweicht. Rocher schlug vor, das Wachstum des Gymnasiums zu begrenzen und maximal vier Klassen pro Jahrgangsstufe zuzulassen. Beim Landkreis habe man schon mit der Fünfzügigkeit geliebäugelt. Solche Pläne bringen auch die geplante Erweiterung um 1200 Quadratmeter neue Räume für Kunst und Musik sowie eine Aula schnell an ihre Grenzen. Deshalb will die Gemeinde nun ausrechnen, wie viele Quadratmeter Platz jedem Gymnasiasten und Grundschüler im Schulkarree zur Verfügung stehen. Noch in den Sommerferien wollen sich die Mitglieder des Sozialausschusses zu einem Vor-Ort-Termin treffen.

Weil der Kreis kürzlich zusätzliches Geld vom Land bekommen hat, werden die Erweiterungspläne vorangetrieben. Für 2,8 Millionen Euro soll ab dem kommenden Frühjahr ein dreistöckiges Gebäude entstehen. Im Frühjahr 2017 sollen die Arbeiten dann abgeschlossen sein.

Von Christian Zielke

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