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Teltow-Fläming Europahymne zum Stadtjubiläum
Lokales Teltow-Fläming Europahymne zum Stadtjubiläum
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05:05 26.09.2016
Organisator und Chorleiter Volker Reichert animiert die Sänger und Gäste zur gemeinsamen „Ode an die Freude“ in Luckenwalde. Quelle: Iris Krüger
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Luckenwalde

Kurz vor zehn am Samstagvormittag: Vor der Jakobikirche Luckenwalde herrscht reges Treiben. Stände und Sitzgelegenheiten werden aufgebaut, der Grill angeworfen. Auch der Saal füllt sich, die Gäste formieren sich in ungewohnter Weise und nehmen dann grüppchenweise auf den Bänken Platz. Höchste Anspannung liegt in der Luft.

Chorleiter Volker Reichert hat das Fest organisiert

Die ist auch Volker Reichert anzusehen, dem Cheforganisator des Chorfestivals, zu dem der Gesang-Verein Lyra Luckenwalde 1878 am Samstag geladen hatte. „Ich bin schon seit 14 Tagen aufgeregt“, gesteht er vor dem Start. Er hat neben den Fest-Vorbereitungen noch drei Chöre zu leiten. „Meine Auftrittsmappe war daher ungewöhnlich schwer“, sagt er.

Lyra-Gesankgsverein in der Jakobikirche. Quelle: Iris Krüger

Das „Fest des Liedes“, wie das Chorfestival heißt, wurde ursprünglich vom Sängerkreis Zossen ausgerichtet. Aus Anlass des Kreisstadtjubiläums findet es erstmalig in Luckenwalde statt. Mehr als 200 Sängerinnen und Sänger füllen die Jakobikirche und das Festzelt mit akustischen Klängen. Neben Lyra nehmen die Görsch’sche Chorgemeinschaft 1842 Baruth/Mark, der Chor des DRK Fläming-Spreewald, der Männerchor 1846 Dahme/Mark, die gemischten Chöre aus Mahlow und Großbeeren und die Grundschulchöre aus Luckenwalde und Baruth daran teil. Zur Eröffnung stimmen sie das Luckenwalder Lied sowie den Kanon „Viva, viva la musica“ an. Im Anschluss treten alle Chöre einzeln auf.

Tanzgruppen und Stenografenverein präsentieren sich

Auch die Felgendreher aus Felgentreu, das Luckenwalder Zupforchester, die Pflastertreter aus Woltersdorf und die Frankenfelder Schowgarde gehören zum Programm. Zudem präsentiert sich der Stenografenverein „Pelikan“. An dessen Stand darf man sich im Schreiben auf alter und neuer Technik ausprobieren. Wer 800 Anschläge für Luckenwalde schafft, bekommt dafür eine Urkunde.

Stand des Stenografenvereins „Pelikan“ Quelle: Iris Krüger

Höhepunkt des Tages ist das gemeinsame Singen um 14.30 Uhr, zu dem nicht nur die Chormitglieder, sondern auch alle musikfreudigen Luckenwalder aufgerufen sind. „Das Vorhaben, zum 800-jährigen Bestehen der Stadt aus 800 freudetrunkenen Kehlen die Europahymne erklingen zu lassen, habe ich schon – gelinde gesagt – als sehr ehrgeiziges Vorhaben eingeschätzt“, sagt Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) ihrer Ansprache. Dennoch zeigte sie sich zuversichtlich, dass diese Zahl erreicht wurde. „Und wenn nicht, dann wird das ‚Singen der 800’ einfach zum ‚Singen der zirka 800’ umetikettiert“, sagt sie.

Das wahrscheinlich größte Geburtstagsständchen

Der Platz vor der Kirche ist voll, als Reichert die Instrumentalmusik zur Ode an die Freude einschaltet. Die Textzettel fest in der Hand warten die Sänger auf ihren Einsatz und geben dann der Kreisstadt das wahrscheinlich größte Geburtstagsständchen ihrer 800-jährigen Geschichte. Animiert von Volker Reichert stimmen die Besucher mit ein und der Applaus zeugt am Ende von Zufriedenheit. „Wenn so viele Menschen mit unterschiedlicher Lebensweise aus den verschiedensten Regionen gemeinsam singen, dann ist das schon etwas ganz Besonderes“, sagt Sonja Hepprich aus Luckenwalde. Gefeiert wird nach dem Gesang noch bis 18 Uhr.

Von Iris Krüger

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