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Teltow-Fläming Evangelische Schule auf Schrumpfkurs
Lokales Teltow-Fläming Evangelische Schule auf Schrumpfkurs
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04:10 28.07.2016
Ferienspaß im Zirkus: Schulleiter Markus Althoff übernahm die evangelische Schule vor einem Jahr. Quelle: Zielke
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Mahlow

Auf den ersten Blick klingen die Zahlen beunruhigend: 22 Erstklässler werden nach den Sommerferien an der evangelischen Grundschule in Mahlow aufgenommen. Im vergangenen Jahr waren es noch 30 neue Schüler.

Schulleiter: Kein Anlass zur Sorge

Anlass zur Sorge sieht Schulleiter Markus Althoff, der seit fast einem Jahr im Amt ist, dennoch nicht. Die niedrigeren Zahlen sind Teil einer beabsichtigten Schrumpfungsstrategie. „Wir sind in einer schwierigen Personalsituation“, sagt er. In den vergangenen Jahren hätten mehrere Lehrer die Schule verlassen. Sie wurden vom Land Brandenburg mit dem Angebot der Verbeamtung gelockt, das seit Jahren wieder diesen Schritt geht. „Für viele ist das ein Sicherheitsaspekt“, sagt Althoff. Zwar biete die evangelische Schule ihren Lehrern gute Konditionen, für viele sei aber der Beamtenstatus an staatlichen Schulen ein gewichtiges Argument. Den könne die Schule in freier Trägerschaft nicht bieten. Vor allem für junge Lehrerinnen, die mit Familie und Hausbau planen, spiele das Thema eine Rolle, da Beamte kaum Probleme bei der Aufnahme von Krediten haben.

Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt für Lehrer

Dazu kommt noch der Fachkräftemangel auf dem Lehrermarkt. „Es ist schwer, Leute zu finden“, sagt Frank Hohn, der Geschäftsführer der Hoffbauer-Stiftung, die die evangelische Schule in Mahlow betreibt. Man werde auch keine Lehrer von anderen Schulen nach Mahlow zwangsversetzen, das würde nur für Frust sorgen. Deshalb habe man sich für das Prinzip „kleiner aber feiner“ entschieden. Statt bislang 300 Schüler sind es nur noch 220, die von 15 statt bisher 20 Lehrern unterrichtet werden. Die Lerngruppen reduzieren sich von zwölf auf acht. Die kleinere Struktur soll den Ganztagscharakter und das Campusgefühl stärken. Da die Schüler der 1. bis 3. und die der 4. bis 6. Jahrgänge jeweils gemeinsam unterrichtet werden und sich ein Kindergarten auf dem Gelände befindet, will man die Lernatmosphäre weiter verbessern.

Nachfrage mit neuer Struktur noch gestiegen

„Es ist nicht vorstellbar, dass die Schule kippt“, sagt Frank Hohn. Konsolidierung sei der bessere Weg. Mit den Eltern habe man diesen besprochen und sei auf positive Resonanz gestoßen. „Die Nachfrage nach unserer geschrumpften Struktur ist sogar größer geworden“, sagt Markus Althoff. In den vergangenen Jahren hatten immer weniger Eltern ihre Kinder in der evangelischen Schule angemeldet. Eine Trendwende? Soweit will Schulleiter Althoff nicht gehen, immerhin könne es noch Jahre dauern, bis sich die Situation auf dem Lehrermarkt bessert.

Schulleiter hofft auf neuen Kreisverkehr

Für ein anderes Problem der Schule sieht er eine Lösung in Sicht. Mit dem neuen Kreisverkehr an der Stefan-Zweig-Straße hofft er, die oft gefährlichen Wendemanöver der Elterntaxis morgens und nachmittags in den Griff zu bekommen. Mit dem neuen Parkplatz auf dem Schulgelände habe man einen wichtigen Beitrag geleistet. „Seitdem ist die Situation auch mit den Nachbarn deutlich entspannter“, sagt Althoff. Die Forderung nach einem weiteren Parkplatz neben der Schule weist Frank Hohn zurück. „Wir haben einiges getan, obwohl wir nicht Grundstückseigentümer sind. Wir sind am Ende dessen, was wir vorhalten müssen.“

Von Christian Zielke

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