Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Evangelischer Friedhof hat jetzt einen Partnergarten

Luckenwalde Evangelischer Friedhof hat jetzt einen Partnergarten

Auf dem evangelischen Friedhof „Vor dem Baruther Tor“ in Luckenwalde gibt es jetzt einen Partnergarten. Die neue Begräbnisstätte wurde am Totensonntag von Pfarrerin Stephanie Hennings feierlich eingesegnet.

Voriger Artikel
Ehrennadeln für Ehrenamtler
Nächster Artikel
Heimatmuseum sucht Exponate für Ausstellung

Pfarrerin Stephanie Hennings und Gäste am Partnergarten auf dem Friedhof „Vor dem Baruther Tor“ in Luckenwalde.

Quelle: Iris Krüger

Luckenwalde. Auf dem evangelischen Friedhof „Vor dem Baruther Tor“ in Luckenwalde gibt es eine neue Begräbnisform. Der Partnergarten wurde am Totensonntag von Pfarrerin Stephanie Hennings feierlich eingesegnet. „Wir haben uns an diesem Ort versammelt, weil heute eine neue Grabanlage eingeweiht wird“, sagte sie vor den vielen Interessenten, die zu der Einsegnung gekommen waren. Gleichsam informierte sie über die Entstehungsgeschichte des Partnergartens, der seinen Ursprung im Erinnerungsgarten hat. „Diesen gibt es seit Juli 2014 auf diesem Friedhof. Dort wird auf würdige Weise das Gedenken der Verstorbenen geachtet, weil alle auf einem Stein oder einer Tafel festgehalten werden.“

Der Erinnerungsgarten ist eine Anlage für Urnenbestattungen, die wie ein kleiner, in sich geschlossener Garten strukturiert ist. Seine Gestaltung bietet den Hinterbliebenen eine Atmosphäre der Harmonie und lädt zum Verweilen und zum Gedenken an die Verstorbenen ein. Eine namenlose Bestattung gibt es dort nicht. Jeder dort Beigesetzte wird auf einer gemeinsamen Stele genannt. Das Besondere des Erinnerungsgartens ist, dass die Grabpflege entfällt. Man erwirbt einen Ort in einer gärtnerisch betreuten Gemeinschaftsgrabanlage mit der dazugehörigen Dauergrabpflege.

Das macht die Anlage attraktiv. Allerdings sei bedauert worden, dass dort fast nie Ehepartner oder Lebenspartner nebeneinander bestattet werden könnten, da deren Todestage im natürlichen Fall zu weit auseinander liegen. „Daher wurde ein Partnergarten geschaffen, der auf diese Bedürfnisse eingeht. Hier können Paare künftige nebeneinander bestattet werden“, sagt die Pfarrerin. „Wir glauben: Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und ein unvergängliches Leben ans Licht gebracht. Dies gilt auch für alle die, die hier bestattet werden“, fügte sie hinzu.

Wie ein kleiner Garten

Wie der Erinnerungsgarten ist auch der Partnergarten auf dem Friedhof „Vor dem Baruther Tor“ eine Anlage, die einem kleinen Garten ähnelt. Er enthält bisher zehn Doppelurnenstellen, so dass Ehepaare und Lebenspartner hier nach ihrem Tod beieinander bestattet werden können. Auf jede Grabstellen kommt ein selbst gewählter Grabstein mit Platz für die Namen der Verstorbenen, so dass ein persönliches Gedenken gewahrt bleibt. Auch hier entfällt die Grabpflege für die Hinterbliebenen. Der Partnergarten wird von den Friedhofsgärtnern bepflanzt und gepflegt. Sie soll schlicht, dennoch farblich ansprechend gestaltet werden. „Es ist möglich, eine eigene Bepflanzung vorzunehmen oder dort einfach Blumen abzustellen. Würdevoll und gleichsam individuell kann auf diese Weise der Verstorbenen gedacht werden“, so die Pfarrerin. „Möge es ein Ort der Ruhe und des Friedens werden. Gesegnet sei diese Stätte, damit hier Trauer zugelassen werden kann und damit sie in einsamen und schweren Stunden Stärkung ist“, so Hennings bei der Einsegnung. „Gott schenke allen Trauernden, die hierher kommen, Tränen und Worte für ihren Schmerz sowie die Kraft guter Erinnerung.“

Von Iris Krüger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg