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Teltow-Fläming Evangelisches Jugendwerk verabschiedet seine Gründerin
Lokales Teltow-Fläming Evangelisches Jugendwerk verabschiedet seine Gründerin
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00:37 03.03.2018
Ria von Schrötter, bisherige Jugendwerk-Chefin, übergibt den Staffelstab an Thomas de Vachroi (Diakoniewerk Simeon); auch Hizbullah (r. 16/Afghanistan) und Boris (18/Kamerun) verschieden sich. Quelle: Foto: Abromeit
Ludwigsfelde

Der Abschied von seiner Gründerin kam für die Kollegen des Evangelischen Jugendwerks Teltow-Fläming überraschend. Auch Geschäftsführerin Ria von Schrötter selbst hatte nicht geahnt, dass sie die gemeinnützige GmbH unter dem Dach des Berliner Diakoniewerks Simeon so schnell verlässt. Ab 1. März leitet sie das Jugendamt Königs Wusterhausen.

Den Jugendwerk-Staffelstab übergab sie am Mittwoch an Thomas de Vachroi, ihren Interimsnachfolger. Der leitet bisher das Diakonie-Haus Britz, er ist Deutschlands erster Armutsbeauftragter.

Jugendtischlerei wird Rettungsanker

Die 58 Jahre alte von Schrötter hatte bei der Diakonie im Februar 1997 in Marienfelde begonnen, leitete dort ab Oktober 2000 eine Jugendtischlerei und sah einen Bedarf für einen Rettungsanker für jugendliche Schulaussteiger auch in Teltow-Fläming.

2006 gründete sie die Jugendtischlerei TF mit Sitz Ludwigsfelde mit. Daraus wurde dank ihrer Initiative und Kontakte das heutige Evangelische Jugendwerk TF mit 44 Mitarbeitern in Ludwigsfelde und Trebbin. Sie betreuen und fördern vor allem Kinder und Jugendliche. In Ludwigsfelde gibt es heute neben der Tischlerei eine Metallwerkstatt, eine Küche, eine Clearingstelle und eine Unterkunft für alleinreisende Minderjährige.

Die Hauptperson konnte kaum sprechen

Die Schar der Gäste riss nicht ab, neben Offiziellen bedankten sich junge Männer und Flüchtlinge bei von Schrötter mit teils selbst gefertigten Geschenken. Und es flossen Tränen. Auch die Hauptperson selbst konnte kaum sprechen: „Vieles, was ich denke und fühle, geht heute nicht...“ Doch sie nehme alles Erlebte mit; und es gebe so viele Satelliten, die das System am Schwingen hielten, sagte sie.

Ria von Schrötter gehört zur Facebook-Gruppe Helfen in Lu; hier im Übergangswohnheim im Ludwigsfelder Birkengrund ist sie oft. Quelle: Jutta Abromeit

Von Dirk Knepper, dem kaufmännischen Diakonie-Leiter, hörte sie unter anderem, dass es ihr als Aufbaupionierin im Kreis und im Diakoniewerk mit großem Engagement, aber auch mit Hartnäckigkeit gelungen sei, Menschen zu überzeugen. Sie habe Angebote ausdifferenziert und besondere Personengruppen einbezogen. Als Highlight bezeichnete Knepper die Produktionsstätten, wo Jugendliche ein neues Selbstwertgefühl bekämen.

Ihre Kultur: aufgehoben und wertgeschätzt

Von Schrötters ehemaliger Chef und Kollege Horst Bührendt bekannte, viel von ihr gelernt zu haben. Ihre gelebte Kultur – ein Gefühl von Aufgehobenheit und wirklicher Wertschätzung  – verkörpere für ihn das Motto: „Schau immer zuerst auf den jungen Menschen, was er ist und was er braucht.“ Ihm bleibe nur das Erstaunen vor dem Maß an Arbeit, das sie leistete, sagte Bührendt. Von Schrötter ist zudem noch SPD-Kreistagsmitglied und leitet den Jugendhilfeausschuss.

Von Jutta Abromeit

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