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„Evolution 7“ sind Vize-Europameister

Streetdance aus Jüterbog „Evolution 7“ sind Vize-Europameister

Die Jüterboger Streetdance-Gruppe „Evolution 7“ ist bei ihrer ersten Teilnahme an einer Europameisterschaft Vize-Meister geworden. Nach einem wackeligen Start konnten die 13 Tänzer die Jury der Urban Dance Organisation (UDO) im rheinländischen Kalkar von sich überzeugen, obwohl eine Tänzerin sich kurz vor dem Finale schwerer verletzt hatte als gedacht.

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Die Tänzer mit den Silbermedaillen bei der Siegerehrung der Europameisterschaft in Kalkar.

Quelle: privat

Jüterbog. Die Streetdance-Gruppe „Evolution 7“ aus Jüterbog ist Vize-Europameister der „United Dance Organisation“ (UDO) geworden. Vor wenigen Tagen standen die 13 Tänzer um Tanzlehrer Tilo Mierisch plötzlich auf dem Treppchen der EM im rheinländischen Kalkar. „Wir hatten überhaupt nicht damit gerechnet. Allein die Teilnahme war eine unglaubliche Chance und ein wahnsinnig tolles Erlebnis für uns“, sagt Mierisch. Dass sich sein Team gegenüber 18 Konkurrenten nur der Gruppe „The Link“ aus Frankreich geschlagen geben musste, grenzt an ein Wunder: „In der Vorrunde lief es gar nicht glatt“, erzählt Mierisch.

Hintergrund

Die United Dance Organization (UDO) ist nach eigenen Angaben Europas größter Streetdance-Verband.

Vom 18. bis 21. August 2016 richtet die UDO die mittlerweile elfte Weltmeisterschaft des Verbands im Streetdance für Teams, Solotänzer und Duos im schottischen Glasgow aus.

Vielleicht war die Gruppe vor dem ersten Auftritt bei einer EM von der Stimmung in den Wettbewerbshallen überwältigt, wo internationales Flair und Sprachengewirr herrschte. Mierisch selbst hatte zwei mal bei der Spezialität der Tanzgruppe, der Synchronität und dem Timing, gepatzt – doch dann fiel einer der Tänzer von der Bühne. „Donato lief für etwas Anlauf nach hinten, damit er über mich rüber springen kann und war plötzlich weg“, sagt Tilo Mierisch. Heute kann er darüber lachen. Damals war die Anspannung im Team riesig, einer der Tänzer hatte sogar kurzzeitig mit Kreislaufproblemen zu kämpfen.

Doch dann mussten die Streetdancer erst recht die Zähne zusammenbeißen. Eine zumindest. Die Jüterbogerin Antonia Dunkel verknackste sich beim Weg auf das Tanzparkett den Fuß. „Sie sagte uns das bei der Aufstellung zum zweiten Durchlauf, aber dann ging schon die Musik los“. Auf Videoaufnahmen ist ihr kaum anzumerken, dass sie sich verletzt hatte. „Das wir es trotzdem in die Finalrunde geschafft haben, war eine riesige Überraschung“, erzählt Tilo. Nach der zweiminütigen Show wurde Antonia verarztet, aber Evolution 7 musste die Routine am nächsten Morgen noch ein drittes Mal tanzen. Bis zur letzten Minute überlegte die Gruppe, ob Antonia dabei sein soll oder die Aufstellung verändert wird. „Sie konnte eigentlich kaum mit dem Fuß auftreten, aber wollte unbedingt mittanzen“, erinnert sich Tilo Mierisch. Im Finale ging sie schließlich an ihre Grenzen und zog ihre Kollegen mit sich bis zur Vize-Europameisterschaft. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass ihr Vorderfuß nicht nur „verknackst“, sondern angebrochen war.

Mit dem Erfolg bei der EM sind „Evolution 7“ nun sogar für die Weltmeisterschaft im schottischen Glasgow im August qualifiziert. „Wir suchen noch Sponsoren für den Flug und die Übernachtungen, um auch tatsächlich teilnehmen zu können“, sagt Mierisch.

Von Peter Degener

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