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Teltow-Fläming Ex-Gartenlokal vor ungewisser Zukunft
Lokales Teltow-Fläming Ex-Gartenlokal vor ungewisser Zukunft
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11:05 10.10.2017
Ein paar Zettel erinnern noch an die Nutzung als Restaurant. Quelle: S. Laude
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Kleinmachnow

Der Eintritt an der Abendkasse kostete zehn Euro. Was dem Besucher dafür geboten wurde, ist nicht mehr ersichtlich, auch nicht, wer unter der Überschrift „Gästeliste“ eingetragen war. Aber die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen beim Betreten der Veranstaltung“, die hängen noch an der Bäkemühle in Kleinmachnow. Das sind – jedenfalls außen – die letzten Belege für die Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes als Restaurant.

Im April 2014 gab der letzte Pächter auf. Seitdem stand das Haus leer. Zwar gab es eine Terrasse mit 120 Plätzen, in der kalten Jahreszeit standen aber nur 40 Plätze zur Verfügung, dazu 60 im Saal – zu wenig, um das Restaurant wirtschaftlich betreiben zu können.

Immerhin: Es wird gebaut an der Bäkemühle. Quelle: S. Laude

Demnächst wird das Haus aber wieder genutzt. Es ist vom Garten- und Landschaftsbaubetrieb Alpina AG verkauft worden. Neuer Besitzer ist ein Arzt. Die Gemeinde ändert die festgelegte „Zweckbestimmung Restaurant“, so dass künftig eine „freiberufliche Nutzung mit Publikumsverkehr“ möglich ist. In der nächsten, spätestens der übernächsten Sitzungsrunde der Gemeindevertretung soll der Abwägungsbeschluss zur entsprechenden Änderung des Bebauungsplans auf der Tagesordnung stehen.

Der neue Besitzer hat sich zu seinen Vorhaben in dem Gebäude noch nicht öffentlich geäußert. Aber Bauarbeiten laufen bereits. Das Gebäude ist eingerüstet. Die Parkanlage drumherum, in der ein Naturlehrpfad angelegt ist, wird auch künftig der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Am Flüsschen Bäke, von dem nur noch wenig zu sehen ist, stoßen die Spaziergänger allerdings auf eine Brücke, die wegen Baufälligkeit gesperrt ist. Es sei aber Ziel der Gemeinde, sie wieder zugänglich zu machen, sagt Sprecherin Marina Bellack.

Gediegen und in klassischer Eleganz präsentierte sich das Restaurant noch Quelle: Laude

Die einstige Wassermühle stammt aus dem 17. Jahrhundert. Zu DDR-Zeiten sollte sie abgerissen werden. Das haben Kleinmachnower Bürger aber verhindert. In der damaligen Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft Alpina fanden sie einen Partner zum Erhalt. Am 13. Oktober 1990, also gleich nach der deutschen Wiedervereinigung, wurde die Bäkemühle zur Gaststätte.

Der Standort im alten Dorf ist durchaus idyllisch, allerdings recht einsam. Das ändert sich aber gerade, nebenan steht das neue Gemeindehaus der evangelischen Kirche vor seiner Vollendung. Bis Weihnachten soll es fertig sein, wie Pfarrerin Elke Rosenthal informierte. Dann kann der Umzug beginnen. Voraussichtlich am Ostersonntag 2018, 14 Uhr, wird das Haus mit einem großen Gottesdienst, zu dem auch Landesbischof Markus Dröge sein Kommen zugesagt hat, eingeweiht.

Teltowkanal grub das Wasser ab

Die Bäke (früher: Telte) ist ein ehemals wasserreicher Bach, der ursprünglich von Berlin-Steglitz bis zum Griebnitzsee bei Potsdam floss und heute nur noch in zwei kleinen Teilstücken besteht.

Mit dem Bau des Teltowkanals (1900-1906) verschwand der Fluss, der einst die Bäkemühle antrieb.

An einen strategisch wichtigen Punkt, dem Übergang über die Bäke, entstand die mittelalterliche Burg Kleinmachnow, von der nur das Kellergewölbe die Zeiten überdauerte.

Neben der Burg ließen die Gutsbesitzer der Familie von Hake Ende des 17. Jahrhunderts die Bäkemühle anlegen.

Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1862.

Von Stephan Laude

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