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Teltow-Fläming Exoten und Artenschutz
Lokales Teltow-Fläming Exoten und Artenschutz
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06:08 09.10.2017
Die farbenfrohen Grünflügelaras „Shakira“ und „Lopez“ von Martin Wirnitzer aus Altes Lager zogen viele Blicke auf sich. Quelle: Stefanie Domin
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Oehna

Als die ersten Sonnenstrahlen in den Saal des Gasthauses Witte in Oehna drangen, konnte man schon draußen lauschen, welche „Gäste“ an diesem Wochenende lautstark auf sich aufmerksam machten. Aras, Sittiche, Finken und andere Vogelarten zwitscherten den Besuchern aus der Region entgegen. Mitglieder des Jüterboger Vereins Ziergeflügel- und Exotenzüchter hatten zum dritten Mal nach Oehna zur Vogelschau exotischer Arten eingeladen, um eigene Züchtungen zu präsentieren und sich auszutauschen.

Unterstützung aus anderen Ländern

Eberhart Friedrich aus Gölsdorf ist Mitorganisator der Ausstellung und freute sich über die Unterstützung angereister Vogelfreunde aus dem sächsischen Eibau und aus Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt. „Seit acht Jahren pflegen wir freundschaftliche Beziehungen und unterstützen uns gegenseitig“, erklärte Eberhart Friedrich vom Jüterboger Züchterverein. Denn bis die Vögel in den liebevoll dekorierten Volieren sich so richtig im Oehnaer Saal wohlfühlen können, brauchen die Vogelfreunde ein paar Tage Aufbauzeit.

Insgesamt waren an diesem Wochenende 28 Vogelarten zu bestaunen, darunter auch vom Aussterben bedrohte Arten wie der in Südamerika heimische Rotbauchsittich. Artenschutz steht bei den Züchtern nach eigener Aussage an erster Stelle. „Uns ist die artgerechte Haltung der Tiere wichtig und die Regeln des Tierschutzgesetzes sind sehr streng“, erläuterte Jörg Großer, Zuchtwart im Oberlausitzer Ziergeflügel,- Waldvogel- und Exotenzüchterverein in Eibau.

Geflüchtete bauen Nistkästen

Doch nicht nur Exoten stehen im Fokus der Vogelkundler, sondern auch der Schutz einheimischer Arten. Norbert Tersch aus Hohenseefeld, Praxisanleiter beim Strausberger Bildungs- und Sozialwerk (SBSW), das auch einen Standort in Luckenwalde hat, unterstützt den Jüterboger Verein auf eine besondere Weise. Gemeinsam mit jungen Geflüchteten aus Syrien, Afghanistan und anderen Herkunftsländern fertigt er in der Integrationsmaßnahme „Hobelbank“ Nistkästen für Mauersegler, Rotschwänzchen und Blaumeisen an. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Landkreis Teltow-Fläming und der Bundesagentur für Arbeit organisiert und durchgeführt.

Ronny Janz, Jörg Kröger, Sven Nitschke, Eberhard Friedrich vom Jüterboger Züchterverein (v.l.) mit den Nistkästen, die auch in Oehna angebracht werden sollen. Quelle: Stefanie Domin

In dem Bildungs- und Integrationsprojekt für Geflüchtete geht es neben dem Spracherwerb auch um das Erproben handwerklicher Fähigkeiten. „Mit dem Bau der Nistkästen aus recycelten Materialien entdeckten einige Jungs neue Kompetenzen und sind stolz darauf, dass ihre Arbeit gewürdigt wird“, erklärte Hobby-Vogelzüchter Norbert Tersch, der mit den gestalteten Nistkästen soziale Einrichtungen, interessierte Kitas oder Vereine unterstützt.

Verein auf Nachwuchssuche

„Wir werden im kommenden Frühjahr auch in Oehna Nistkästen aufstellen und planen sogar das Storchennest auf dem Kirchturm wieder herzurichten“, sagte Eberhard Friedrich, der sich über die Hilfe freute und außerdem gern auch junge Menschen für die Vogelzucht begeistern möchte.

Neben Gesprächen zu weiteren Vorhaben, Zuchterfolgen und Gesetzeslagen, gab es bei der Vogelbörse auch ein Quiz für angehende Vogelexperten. Einig sind sich an diesem Wochenende wohl alle Züchter: „Einen richtigen Vogel haben wir hier alle und den werden wir auch nicht mehr los“, sagte Jörg Großer aus Eibau mit einem Schmunzeln.

Von Stefanie Domin

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