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Teltow-Fläming Exotische Pilze und alte Tiere
Lokales Teltow-Fläming Exotische Pilze und alte Tiere
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00:42 15.06.2015
Gabriela Piesker in der eigenen Shiitake-Zucht. Die Pilze wachsen auf einem Holzsubstrat. Quelle: Laude
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Am Mellensee

Die Türen waren am Sonnabend gerade erst geöffnet, da kamen schon die ersten Besucher auf den Pilzhof Piesker in Mellensee. Der Brandenburger Landpartie fehlte es auch in ihrer 21. Auflage nicht an Anziehungskraft. Gabriela Piesker freut sich sehr über die alljährliche Aktion des Verbandes Pro Agro. Denn viel Werbung könne sich der Familienbetrieb nicht leisten.

Auf dem Hof werden Pilze gezüchtet, nicht wie vielerorts Champignons, sondern zum Beispiel Shiitake, eine asiatische Sorte. Sein Geschmack ist etwas lauchartig, schwer mit dem Geschmack anderer Pilze vergleichbar. „Die Pilze stabilisieren das Immunsystem und gehören zu den Vitalpilzen“, versicherte Gabriela Piesker bei ihren Führungen durch die Zucht. Der Shiitake sei zwar etwas teurer als der Champignon, dafür enthalte er aber nur etwa zehn Prozent Wasser, es gehe also nicht viel verloren bei der Zubereitung. Der Pilzhof Piesker bietet seine Produkte im Online-Shop an, aber auch auf einigen Märkten.

Erstmals hatte auf dem hübschen Hof in diesem Jahr das Evangelische Jugendwerk Teltow-Fläming einen Stand aufgebaut. Angeboten wurden handwerkliche Produkte aus Holz wie Kerzenständer und Kreisel, aber auch Pilze - letztere zur Dekoration. Das Jugendwerk, berichtete Sozialarbeiterin Ursula Kast, unterstütze mit seiner Produktionsschule junge Leute dabei, ihr Leben selbstständig zu meistern, indem sie sich zum Beispiel an den Rhythmus des Arbeitslebens gewöhnen. Jugendwerk und Pilzhof hatten sich auf einem Weihnachtsmarkt kennengelernt.

Der Wachtelhof Neumann offerierte am Sonnabend in Mellensee selbst gemachten Likör und Wachteleier. „Fünf Wachteleier entsprechen etwa einem Hühnerei“, sagte Lothar Neumann und der Likör passe sehr gut zu Eis. Auch der Wachtelhof hat zum wiederholten Mal die Chance genutzt, sich auf der Landpartie zu präsentieren. Ein Vorteil gegenüber einem Marktstand: Man musste keine Standgebühr bezahlen.

Viviane Hüsgen mit ihren beiden Schweinen Daisy und Rosalinde. Quelle: (C) Stephan Laude

Dichtes Gedränge herrschte am Sonnabendnachmittag in der Küche des Hofes Alt Domigk in Groß Ziescht. Das Gewitter, das schon seit Stunden irgendwie in der Luft lag, war da, und zwar mit voller Wucht. Für Landwirtschaftsmeisterin Viviane Hüsgen kein Grund, die Besucher wegzuschicken. Man traf sich also in der Küche, während ein paar Männer draußen beherzt die Stangen des Partyzelts festhielten. Viviane Hüsgen war mit 19 Jahren Deutschlands jüngste Landwirtschaftsmeisterin geworden, jetzt ist sie 24, eines Tages wird sie den Hof der Eltern übernehmen, der zum 15. Mal bei der Landpartie dabei war. Auf dem Ökobetrieb werden alte, vom Aussterben bedrohte Haustierrassen gezüchtet, darunter Husumer Landschweine und Pustertaler Schecken, eine Rinderart. „Die Tiere brauchen kein Kraftfutter, sie sind das ganze Jahr draußen und kalben allein“, fasst Viviane Hüsgen den Unterschied zur Viehhaltung in der konventionellen Landwirtschaft zusammen. Dadurch, dass die Tiere langsamer wachsen, habe das Fleisch eine bessere Qualität. Außer Rindern und Schweinen gibt es auf dem Hof auch Pferde, Kaninchen, Hühner und Enten - sehr zur Freude vor allem der Kinder, die mit ihren Eltern in den Ferienwohnungen zu Gast sind.

Von Stephan Laude

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