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Teltow-Fläming Experimentelle Keramik
Lokales Teltow-Fläming Experimentelle Keramik
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14:29 02.04.2018
Die ersten Stücke von Holger Arnal stehen schon im Keller des Kulturzentrums „Das Haus“. Quelle: Isabelle Richter
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Altes Lager

„Ein bisschen Verrücktsein gehört zur Kunst dazu“, sagt Holger Arnal. Der Töpferkünstler zog vor Kurzem von Königs Wusterhausen in die Gemeinde Niedergörsdorf und richtet sich derzeit eine neue Töpferwerkstatt im Kulturzentrum „Das Haus“ in Altes Lager ein. Ab Ende März will er seine Keramikarbeit dort fortsetzen.

Individuelle Gefäßkeramik soll es sein. Massenwaren oder kitschige Figürchen sind für den Ästheten nichts. „Ich will Kunst machen“, sagt Holger Arnal. Bisher hat er sich aber noch nicht dazu entschieden, seinen Lebensunterhalt gänzlich mit dem Töpfern zu verdienen. Der Bauingenieur hat Bedenken, dass er so aus Geldnöten heraus in die Bedrängnis käme, doch irgendwann nichtssagende Produkte produzieren zu müssen.

Arbeit ohne Existenzdruck

Seine Werke sind keine Billigwaren. Immer dasselbe gibt es bei ihm nicht. Holger Arnal macht eben lieber Einzelstücke. Obwohl er den Trend zur Handwerksarbeit seit 2011 wieder im Anstieg sieht, genießt er die künstlerische Arbeit lieber ohne Existenzdruck. „Ich mache Dinge aus der Stimmung, aus dem Gefühl und der Idee heraus. Anregungen dazu hole ich mir aus dem Tag“, erzählt Arnal. Das Töpfern ist für ihn eine Art Selbstverwirklichung, auf die er nicht verzichten möchte. Dafür nimmt er sich gern die nötige Zeit.

Aus sogenanntem Steinzeug soll die hochwertige Töpferkunst demnächst im Keller des Kulturzentrums entstehen. Das Material ist wasser- sowie winterfest und damit gut für den Garten geeignet. Edler ist nur Porzellan. Unter extrem hohen Temperaturen von bis zu 1240 Grad werden seine Objekte gebrannt. Nichts für Perfektionisten, denn „Überraschungen sind immer dabei und es ergibt sich manchmal auch ein Zufallseffekt“, erklärt Arnal. Ihm reicht die Spekulation, wie das Endprodukt aussehen könnte. Ohne Vorstellungsvermögen gehe in der Kunst gar nichts. Manchmal ist selbst er nicht ganz zufrieden mit seinen Arbeiten. Doch er nimmt es gelassen und sagt: „Sachen, die mir nicht gefallen, vernichte ich erbarmungslos.“

Aufwendiges Handwerk

Nach einem Besuch in der Keramikwerkstatt der Mutter eines Freundes im Jahr 1978, war für Holger Arnal klar: „Ich will jetzt Töpfer werden.“ Doch Töpfern ist nicht für jeden etwas. Laut Arnal erfordert es viel Aufwand und man müsse bereit sein, sich die Finger im wahrsten Sinne des Wortes schmutzig zu machen.

Bereits in der Kinderstube war die Verbindung zur Kunst groß, denn seine baltendeutschen Eltern waren schon immer „tolerante, kunstliebende Leute“, wie er selbst sagt. Außerdem ist der Kunsthandwerker mit einer Malerin und Fotografin liiert. Zusammen mit ihr besucht er gerne Ausstellungen. Inspiration holt sich Holger Arnal auch aus der Musikwelt. Die Rolling Stones, Björk oder der 2016 verstorbene Leonard Cohen gehören zu seinen Lieblingsinterpreten. „Ich höre aber auch viel Klassik“, sagt Arnal.

In der Zukunft plant er einen Töpfermarktbesuch in Schweden. Zunächst möchte er aber seine Werkstatt fertigstellen.

Von Isabelle Richter

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