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Teltow-Fläming Fachkräftemangel: Jobchancen für Behinderte
Lokales Teltow-Fläming Fachkräftemangel: Jobchancen für Behinderte
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14:59 20.07.2016
Jens Pichler (M.) freut sich über seinen Job in der Auftragsannahme Quelle: Abromeit
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Ludwigsfelde

Jens Pichler ist froh. Wegen einer Krankheit nicht mehr voll belastbar, fand er als Kfz-Mechaniker keinen Job mehr. Dass er nun beim Supermarkt Edeka in Ludwigsfelde in der Auftragsannahme und Auslieferung arbeiten kann, macht den Mann Ende 30 glücklich.

Vorbildlicher Arbeitgeber

Bei Edeka Specht in Ludwigsfelde gibt es noch mehr Menschen, die woanders vergeblich Arbeit suchten: eine Frau war anderen Supermärkten und Geschäften deutlich zu klein, andere konnten nicht mehr gut hören oder sehen. Weil sie bei Edeka mit wenigen Hilfsmitteln dennoch beschäftigt werden, fördert das Integrationsamt Brandenburg jetzt ein Filmprojekt über vorbildliche Arbeitgeber, wie Norman Franzke vom Landesamt für Soziales und Versorgung sagt. „Die Idee ist, ein 30 Sekunden langes Video zu drehen, bei dem das Problem und mögliche Lösungen kurz und knackig dargestellt werden“, erklärt er.

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Tochter der Inhaber dreht den Film

Umgesetzt wird die Idee vom Nachwuchs des Unternehmer-Paars Hans-Hermann und Carmen Specht, ihrer ältesten Tochter Stella. Die ist 28 Jahre alt und hat Schauspiel studiert. „Aber als ich mal genau hingeschaut habe, wo meine Kollegen mit 40 gelandet sind, da war für mich klar, dass ich das nicht wollte  – keine Kinder, keine Zeit und kaum Geld.“ Deshalb sattelte sie um und ist nach einer weiteren Ausbildung nun auch Einzelhandelskauffrau. 2014 hatte sich Stella Specht am bundesweiten Edeka-Azubi-Projekt „Dreh dein Ding“ beteiligt. In einem Video mit rasanter Szenenfolge stellte sie dar, dass es gar nicht verkehrt ist, eine Ausbildung zu machen, einen Job zu haben und Geld zu verdienen. Unter 165 Einsendern gewann sie den 1.Preis. Das motivierte andere Azubis offenbar so, dass sich 2015 an der nächsten Staffel 300 Azubis an einem Video probierten.

Hinweis auf finanzielle Unterstützung

Nun geht es der Supermarkt-Kette vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels um einen Kurzstreifen, der zeigt, dass mit einem geringen Mehraufwand Behinderte durchaus ihren Mann und ihre Frau stehen können. Norman Franzke erklärt: „Von der finanziellen Unterstützung, die Behinderte ohnehin für viele Hilfsmittel und Umbauten bekommen, wissen manche Arbeitgeber gar nichts. Auch diese Infos wollen wir in dem Projekt mit unterbringen.“ Wie sie das darstellen will, weiß Stella Specht noch nicht, im Moment geistern ihr zwei, drei halb fertige Vorstellungen durch den Kopf. Sie meint, dass es überhaupt nicht schlimm sei, Defizite zu haben. „Keiner ist perfekt. Wir haben alle Ecken und Kanten, das macht doch erst unsere Persönlichkeit aus.“ Fertig sein soll der Kurzfilm in etwa einem halben Jahr. Jens Pichler spielt dabei eine, nämlich seine Rolle: Er nimmt am Telefon Aufträge entgegen, stellt die Kundenbestellungen zusammen und fährt sie aus.

Von Jutta Abromeit

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