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Teltow-Fläming Fachpersonal besichtigt Hospiz in Luckenwalde
Lokales Teltow-Fläming Fachpersonal besichtigt Hospiz in Luckenwalde
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00:22 30.11.2018
Pflegedienstleiterin Kathrin Johanson (r.) führt den Besuchern Birgit Koch (l.) und Christin Bewer den bequemen Sessel vor. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Viele Beschäftigte im medizinischen und Pflegebereich haben täglich mit kranken und pflegebedürftigen Patienten zu tun, manche auch mit sterbenskranken. Aber wie es in einem Hospiz zugeht, haben sie noch nie gesehen. „Deshalb haben wir Mitarbeiter von Krankenhäusern und Sozialstationen zu einem Tag der offenen Tür eingeladen“, sagte Sabine Palm-Reppel, Leiterin des Luckenwalder Hospizes „Hand in Hand“.

Sie und ihre Mitarbeiter boten den Besuchern am Montagnachmittag viele Informationen, Rundgänge durchs Haus und lockere Gespräche bei Kaffee und Imbiss an. „Wir wollen uns bekanntmachen, Hemmschwellen abbauen und die Arbeit unserer 20 Mitarbeiter würdigen“, erklärt Sabine Palm-Reppel den Anlass für die Aktion.

Die Betreuerinnen Anja Klein, Liane Hartmann und Petra Engemann (v.l.) kümmern sich liebevoll um ihren Gast Erika Zech. Quelle: Elinor Wenke

Zwölf Plätze beherbergt das Hospiz in der Kurzen Straße. Seit seiner Eröffnung im Januar wurden und werden dort insgesamt 119 Schwerstkranke betreut. „Menschen wünschen sich ein erfülltes Leben bis in den Tod. Sterbende wollen nicht ausgegrenzt, sondern bis zum Schluss einbezogen werden“, so Palm-Reppel. Ziel sei es, den Menschen Lebensqualität, Schmerzfreiheit und ein würdevolles Sterben zu ermöglichen und Angehörige zu unterstützen.

Ulrike Sieling und Friederike Schneider, die Koordinatorinnen des Ambulanten Hospiz- und Palliativdienstes, stellten die Säulen ihrer Arbeit vor und kündigten Neuerungen für 2019 an: „Wir werden ab Januar Letzte-Hilfe-Kurse und Trauerwanderungen anbieten“, sagte Friederike Schneider.

Anja Hintze-Smyra koordiniert die Palliativmedizin in Teltow-Fläming, aber auch bis nach Luckau und Lübben. „Viele wollen den letzten Lebensabschnitt zu Haus verbringen“, sagte sie.

Zum ersten Mal im Hospiz

Birgit Koch und Christin Bewer arbeiten bei der DRK-Hauskrankenpflege und kamen als interessierte Besucher. Sie wurden von Pflegedienstleiterin Kathrin Johanson durchs Haus geführt. „Ich bin zum ersten Mal im Hospiz und interessiere mich für den Tagesablauf“, sagte Birgit Koch. Ihr erster Eindruck vom Gebäude: „Alles großzügig, freundlich und hell, eine angenehme Atmosphäre.“

„Die Zimmer sind eingerichtet, aber unsere Gäste dürfen auch eigene Bilder und selbst Möbel mitbringen“, berichtete Kathrin Johanson auf Nachfrage. In jeder Etage gibt es eine Wohnküche, in der Angehörige nach Absprache selbst kochen dürfen. Es gibt einen Raum der Stille, um Abschied zu nehmen und in sich zu gehen und auch eine Spielecke, wenn Kinder ihre Angehörigen besuchen.

Resümee: Zufrieden

Auch wenn die Resonanz am Montag nicht überwältigend war, zeigte sich die Hospiz-Chefin zufrieden. „Die Besucher kamen bis aus Potsdam und wir freuen uns über jeden Interessierten“, sagte Sabine Palm-Reppel.

Von Elinor Wenke

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