Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Fähnchenaktion gegen Tretminen im Stadtgebiet
Lokales Teltow-Fläming Fähnchenaktion gegen Tretminen im Stadtgebiet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 06.03.2017
Die Fähnchen reichten gestern bei Weitem nicht aus, um alle Hundehaufen auf dem Grünstreißen in der Luckenwalder Heidestraße zu markieren. Quelle: Margrit Hahn
Anzeige
Luckenwalde

Die Fähnchen reichten am Mittwoch nicht aus, um alle Hundehaufen auf dem Grünstreifen in der Luckenwalder Heidestraße zu markieren. Die Luckenwalder CDU will damit ein Zeichen setzen. Dieser Grünstreifen wird von Hundebesitzern gern als Auslauffläche für ihre Tiere genutzt – und auch als Fläche, auf der sich die Tiere erleichtern können. Nachdem der Schnee weggetaut ist, sind sowohl die frischen als auch die alten Hinterlassenschaften der Vierbeiner noch deutlicher sichtbar. „Warum hier so viele Haufen liegen, ist nicht nachvollziehbar, es gibt genügend Mülleimer“, stellt der Fraktionsvorsitzende Sven Petke fest. Dabei gehe es ihm nicht darum, die Hundebesitzer an den Pranger zu stellen, er will auf Freiwilligkeit und Einsicht zu setzen. Er appelliert an Herrchen und Frauchen, den Hundekot zu beseitigen. „Wir verlangen, dass die Hundebesitzer ihrer Verantwortung gerecht werden“, so Petke.

Hintergrund

In Luckenwalde sind 1408 Hunde gemeldet. Für deren Hinterlassenschaften ist grundsätzlich nicht die Stadt, sondern die Hundehalter zuständig.

In der entsprechenden Verordnung heißt es, dass verursachte Verunreinigungen unverzüglich zu beseitigen sind. Dafür sind geeignete Materialien wie Tüten mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen.

Hundehalter werden bei allgemeinen Streifen von Außendienstmitarbeitern kontrolliert.

Wer in flagranti erwischt wird und den Kot nicht entfernt, zahlt 35 Euro beim ersten Verstoß. Wer keine Tüte mit sich führt, zahlt 10 Euro.

Auch am MAZ-Sorgentelefon beklagen sich die Leser regelmäßig über die vielen Hundehaufen und dass sie bei fast jedem Spaziergang böse Überraschungen erleben. Die Hinweise kommen aus dem gesamten Stadtgebiet. Besonders betroffen sind die Rosa-Luxemburg Straße, Grabenstraße, Potsdamer Straße und Mozartstraße. Harald Albert Swik, der SPD-Fraktionsvorsitzende, wies in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung darauf hin, dass auch Boulevard und Markt stark betroffen sind.

Hundehaufen in Buchsbaumhecke

Karsten Jentsch ärgert sich, dass direkt vor seinem Grundstück in der Jänickendorfer Straße 42 auf einer 20 Zentimeter hohe Buchsbaumhecke zwei dicke Hundehaufen liegen. Wie die Pressestelle der Stadt mitteilt, sind Anlieger zur Gehwegreinigung verpflichtet, wenn vor ihrer Tür ein Haufen liegt, selbst wenn sie keinen Hund besitzen. Auch der Leiter des städtischen Bauhofs Frank Dunker ist sauer, denn seine Mitarbeiter leiden ebenso darunter. Beim Mähen der Grünflächen lauert überall Hundekot .

Im vergangenen Jahr hatte ein Bewohner der Grabenstraße zwölf Hundehaufen in seiner Nachbarschaft fotografiert und die Fotos an die Stadt geschickt. Selbst auf Kinderspielplätzen ist man nicht sicher. Auch dort machen Hunde ihr Geschäft, während es den Haltern offenbar egal ist, was mit dem Haufen passiert. Dabei kann Hundekot eine Infektionsgefahr für spielende Kinder darstellen.

Immer mit Tüte unterwegs

Die CDU-Stadtverordnete Nadine Walbrach ist selbst Hundebesitzerin. Sie zeigt, wie es geht: „Wenn ich mit Lenny unterwegs bin, habe ich immer eine Tüte dabei“, sagt die Luckenwalderin. Sie wünscht sich mehr Kontrollen seitens des Ordnungsamtes. Wobei die Stadt Luckenwalde in den vergangenen Jahren etliche Aktionen ins Leben gerufen hat, um diesem Problem entgegenzuwirken.

2016 wurden im gesamten Stadtgebiet 100 Doppelplakate an Laternen gehängt und ebenso viele Aufkleber auf Papierkörbe geklebt mit dem Slogan: „1.Kack, 2.Sack, 3.Pack, 4.Zack.“

Von Margrit Hahn

Die Kitas im Schenkenländchen haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht – vor allem Plätze für Kinder unter drei Jahren sind sehr stark nachgefragt. Notplanungen werden bereits vorgenommen.

06.03.2017

Einen Erzieher-Engpass gibt es in den vier Kitas der Gemeinde Am Mellensee. Hier herrscht aktuell Aufnahmestopp. Hinzu kommt die verschwindend geringe Zahl von Betreuungsplätzen bei Tagesmüttern. Darauf weisen drei junge Mütter andere Eltern hin, damit die vorsorglich einen Plan B in der Tasche haben. Bürgermeister Frank Broshog bemüht sich um eine Lösung des Problems.

06.03.2017

Mit einer neuen Satzung für die Erhebung von Verwaltungsgebühren macht Jüterbog den Zeitaufwand für Auskünfte und Verwaltungsakte zum Gradmesser für die Höhe der Gebühr. Die Stadt passt erstmals seit elf Jahren die Satzung an und erhofft sich damit Mehreinnahmen über 50 000 Euro pro Jahr.

06.03.2017
Anzeige