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Fahrerlose Kleinbusse in den Startlöchern

Großbeeren Fahrerlose Kleinbusse in den Startlöchern

Großbeeren könnte bundesweit eine der allerersten Kommunen sein, in der fahrelose Kleinbusse verkehren. Ein Förderbescheid aus dem Bundesverkehrsministerium gibt grünes Licht für den Planungsstart. Gelingt der Test, können in gut zwei Jahren auf einem bisher nicht öffentlichen Weg Kleinbusse zwischen der GVZ-Erweiterung Anhalter Bahn und dem Bahnhof fahren.

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IPG-Geschäftsführer Rüdiger Hage (r.) und IPG-Projektmanager Torsten Wolter schauen sich im GVZ Großbeeren an, wo die Haltestelle für ihr bundesweites Pilotprojekt „fahrerlose Kleinbusse“ am besten eingerichtet werden könnte

Quelle: Jutta Abromeit

Großbeeren. Es gibt mit 72 160 Euro eine erste Rate Fördergeld für das Projekt fahrerloser Kleinbusse im Güterverkehrszentrum Großbeeren, das wurde am Dienstag bekannt. Das Geld kommt aus dem Bundesverkehrsministerium und vom Forschungszentrum Jülich, es ist ausgereicht für das Vorhaben „Elektromobilitätskonzept – GVZ Berlin Süd Großbeeren“.

Der Bescheid löste vor Ort große Freude aus, sowohl im Rathaus Großbeeren bei Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) und seinem Stellvertreter, Bauamtsleiter Lutz Ritter, als auch beim GVZ-Betreiber, der Potsdamer Firma IPG. Dessen Geschäftsführer Rüdiger Hage erklärte: „Dann kann es ja wirklich losgehen.“ Losgehen heißt in diesem Fall: Die Planung für eine erste Strecke beginnt. Dabei handelt es sich wie berichtet um die etwa 1,5 Kilometer des bisher nicht öffentlichen Wegs zwischen der GVZ-Erweiterung Anhalter Bahn und dem Bahnhof Großbeeren. In wenigen Jahren sollen dort autonom fahrende Elektro-Kleinbusse vor allem Beschäftigte des Lidl-Großlagers und des britischen Online-Versandhändlers Asos befördern.

Möglich ist fahrerlose E-Mobilität im ganzen GVZ

„Das geförderte Elektromobilitätskonzept soll aber in weiteren Phasen auch das übrige GVZ mit einbeziehen“, so der Bauamtsleiter. Gelingt die Testphase, bestehe die Möglichkeit, den Betrieb aufs gesamte GVZ auszuweiten und ihn als Ergänzung zum übrigen öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen, sagt Ritter. Und erklärt: „Die möglichen Ausbaustufen sehen bisher laut Machbarkeitsstudie eine Verlängerung der Route in das Kern-GVZ, bis zum Kreisverkehr an der Märkischen Allee und weiter in den nördlichen Teil des Kern-GVZ sowie bis zur GVZ-Erweiterung Am Lilograben vor.“

Nach Kenntnis der Gemeinde, der IPG und der bisher am Projekt beteiligten Planer wäre Großbeeren damit bundesweit Vorreiter im Bereich der autonomen E-Mobilität. Eine Information aus dem Bundesverkehrsministerium, ob Großbeeren damit tatsächlich die erste deutsche Kommune beim Aufbau fahrerloser Kleinbus-Strecken ist, lag bis Redaktionsschluss nicht vor.

Von Jutta Abromeit

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