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Fahrkartenautomat in die Luft gejagt

Sprengung in Ludwigsfelde Fahrkartenautomat in die Luft gejagt

In Ludwigsfelde hat es gekracht: Erneut ist im Land Brandenburg ein Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn zerstört worden. Die Serie der Sprengungen reißt nicht ab. Diesmal traf es den Bahnhof Ludwigsfelde (Teltow-Fläming). Wieder konnten die Täter entkommen - doch diesmal haben sie die "Augen" des Bahnhofs gesehen.

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Reste des gesprengten Automaten in Ludwigsfelde.
 

Quelle: Van der Meer

Ludwigsfelde. Der zweite große Polizeieinsatz in einer Woche wegen massiver Zerstörung am Bahnhof Ludwigsfelde – in der Nacht zu Donnerstag sprengten  Unbekannte den Fahrkartenautomaten an Gleis 1. Der stand  direkt am   denkmalgeschützten Museum. Nur wenige Tage zuvor hatte ein Unbekannter einen Gullydeckel aus der Tanneurstraße in die Scheibe des Bahnhofskiosks geworfen.

Donnerstag um 2.40 Uhr waren Anwohner von einem lauten Knall geweckt worden.  Der Fahrkartenautomat – der einzige auf dem vielgenutzten Pendlerbahnhof – wurde bei der Explosion vollständig zerstört. Wie die Polizei mitteilt, hatten Zeugen zwei Maskierte gesehen, die direkt nach dem Knall  in einem dunklen Pkw  Richtung Wietstock flohen. Doch trotz sofortiger Fahndung seien sie entkommen. „Nach ersten Erkenntnissen gelangten die Diebe weder an das Bargeld noch an die Fahrkarten“, so Axel Schugardt, Sprecher der Polizeidirektion West in Brandenburg/Havel.

Ein Trümmerfeld erstreckt sich nach der Explosion auf dem Bahnhofsvorplatz.

Quelle: Van der Meer

Spezialisten des Landeskriminalamtes sicherten am Tatort bis kurz vor 8 Uhr Spuren, Züge mussten auf das andere Gleis umgeleitet werden. Ob das der Stadt gehörende Museumsgebäude beschädigt wurde, ist noch unklar. „Das müssen wir prüfen lassen“, sagte der amtierende Bürgermeister Torsten Klaehn.  

Bahn profitiert von den Augen des Bahnhofs

Bis 2008 war der Bahnhofsvorplatz  der am meisten demolierte Bereich der Stadt. Teils im Wochentakt wurden Wartehäuschen und Museumsgebäude, Kiosk, Zäune und Bänke besprüht und  beschädigt beziehungsweise zerstört.  Seit Mai 2009 bewachen drei Videokameras auf Stadtgelände das Bahnhofsareal. Ohne Personalkosten zahlte die Kommune für Kameras und Rechner 12 000 Euro. Die Bahn beteiligte sich weder daran noch an den jährlichen Kosten für die Überwachung der Videobilder. Jetzt könnten ihr die Kameraaugen der Stadt allerdings helfen, die Straftäter zu finden.

Harte Strafen drohen

Gelingt das, drohen teils hohe Haftstrafen. Bahnsprecher Burkhard Ahlert verweist darauf, dass Täter in den Schwerpunktregionen für Automatenaufbrüche, das sind  Berlin und Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und das Rhein-Main-Gebiet in Hessen und Rheinand-Pfalz, auch wegen versuchten Mordes für Jahre hinter Gitter mussten. Am neuen Bahnhaltepunkt Struveshof am anderen Ende der Stadt wurde nach drei zerstörten  Automaten  kein  neuer mehr aufgestellt.  Die Investition oder die Überwachung  seien zu teuer, hatte Ahlert erklärt. Die für das Museum zuständige Objektschutz-Firma übergab die Videodaten Donnerstag den Kriminalisten.

Zeugen gesucht: Die Polizei sucht Zeugen, die in der Nacht  zu Donnerstag am Bahnhof Ludwigsfelde verdächtige Personen oder Fahrzeuge oder die Flüchtenden beobachtet haben. Hinweise erbeten  an die Polizeiinspektion Teltow-Fläming  unter ☎  03371/6000 oder über die Internetwache unter www.internetwache.brandenburg.de

Von Jutta Abromeit

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