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Teltow-Fläming Fahrstuhl heiß diskutiert
Lokales Teltow-Fläming Fahrstuhl heiß diskutiert
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00:27 09.03.2018
Der Museumsbereich im Webhaus in Kloster Zinna soll ins Dachgeschoss ziehen. Quelle: Peter Degener
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Kloster Zinna

In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Kloster Zinna ging es einmal mehr um den geplanten Ausbau des Dachgeschosses im Webhaus.

Anfang des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass laut Haushaltsplan der Stadt Jüterbog Fördermittel vorgesehen sind, um die lange ungenutzte Etage zu sanieren.

Museumsleiter Norbert Jannek hatte zu den Nutzungsplänen bereits im Oktober en.

Trennung von Museum und Gastronomie

Inzwischen sind die Planungen abgeschlossen. Der Bauantrag wird demnächst eingereicht. Um die Klosteraner auf den aktuellen Stand in Sachen Webhaus zu bringen, waren dieses Mal neben Norbert Jannnek auch die Jüterboger Bauamtsleiterin Kira Wenngatz und zwei Mitarbeiter des Planungsbüros Enzmann aus Bad Belzig zu Gast im Ortsbeirat.

Ihren Erläuterungen nach hat sich im Vergleich zu Janneks Ausführungen im Herbst nicht viel geändert. Für den Bereich sind nach wie vor ein großer Veranstaltungsraum sowie mehrere Ausstellungs- und Arbeitsräume vorgesehen. Museums- und Gastronomiebereich sollen dadurch besser voneinander getrennt werden. Momentan befinden sich beide Bereiche noch im Untergeschoss auf engstem Raum.

Um den Aufwand relativ gering zu halten hat Architekt Mike Enzmann für das Obergeschoss neben brandschutztechnisch und energetisch notwendigen Maßnahmen kaum Veränderungen geplant.

Aufzug im Café-Treppenhaus

Wie aber schon beim Zwischenbericht im Oktober bekannt wurde, ist im Zuge der Baumaßnahme auch der Einbau eines Aufzugs nötig. Da dieser an der Außenwand des Gebäudes vom Denkmalschutz nicht genehmigt wurde, muss er nun in das Treppenhaus des Cafés einziehen.

Gesetzliche Vorschrift: In das Treppenhaus am Eingang zum Café muss ein behindertengerechter Fahrstuhl eingebaut werden. Quelle: Isabelle Richter

Für Betreiberin Elvira Göritz und die Einwohner aus Kloster Zinna ist das ein Problem. Beide Seiten fürchten um das Geschäft des Cafés und sind der Meinung: Baulärm und gemütliches Kaffeetrinken – das passt nicht zusammen.

Barrierefreiheit nach Vorschrift

„Reicht da kein Treppenlift?“, fragte deshalb eine Einwohnerin. Kira Wenngatz antwortete mit einem Kopfschütteln und erklärte: „Es ist ein öffentliches Gebäude mit öffentlicher Nutzung. Wir sind per Gesetz dazu verpflichtet, die Barrierefreiheit herzustellen und das ist auch der Anspruch an uns selbst.“

Ein einfacher Treppenlift reiche nicht aus, da ein Behinderter laut Vorschrift selbstständig dazu in der Lage sein muss, die Räumlichkeiten zu erreichen.

Ein Rollstuhlfahrer pro Monat

Für die Klosteraner schwer hinzunehmen. Auf die Frage, ob es denn eine Statistik aus dem Jüterboger Museum gebe, wie viele behinderte Besucher es überhaupt gebe, antwortete Norbert Jannek: „Wir haben durchschnittlich einmal pro Monat eine Schulklasse, bei der einer im Rollstuhl sitzt oder schlecht zu Fuß unterwegs ist. Aber es gibt ja auch viele Ältere, die nach ein paar Metern schon schwach auf den Beinen sind und deshalb gern ihren Rollator mitnehmen.“

Aus Sicht des Museumsleiters ist der Fahrstuhl ein Muss – allein schon, um Gäste mit Handicap nicht zu diskriminieren.

Betreiberin schweigt

Zudem ergänzte Kira Wenngatz: „Keiner hat das Ziel, Frau Göritz irgendwie zu schaden, aber wir müssen das Haus sowieso irgendwann brandschutztechnisch und energetisch anfassen und wir haben jetzt die Chance dazu. Dass jede Baumaßnahme eine Einschränkung bringt, da machen wir uns nichts vor, das ist so.“

Betreiberin Elvira Göritz wollte sich zu der Thematik nicht weiter äußern.

Von Isabelle Richter

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