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„Faire Schule“

Zülichendorf „Faire Schule“

Die Grundschule „Am Pekenberg“ in Zülichendorf kämpft um den Titel „Faire Schule“ und hat dafür die Kooperationspartner mit ins Boot geholt. Es geht um mehr als nur um Fairness untereinander. Alle Bereiche sollen mit einbezogen werden.

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Die Mädchen der Arbeitsgemeinschaft „Kreatives Gestalten“ basteln zurzeit die Dekoration für das Kreiserntefest, das in diesem Jahr in Ruhlsdorf stattfindet.

Quelle: Margrit Hahn

Zülichendorf. Die Zülichendorfer Grundschule Am Pekenberg bewirbt sich um den Titel „Faire Schule“. Bei diesem bundesweiten Projekt geht es um mehr, als den fairen Umgang zwischen Schülern. Im vergangenen Jahr erhielt Schulleiterin Christina Schneider einen Anruf vom Diakonischen Werk, das in den vergangenen Jahren schon andere Schulen bei diesem Projekt begleitet . „Man sagte uns, dass wir gute Chancen haben, denn wir würden schon viele Punkte erfüllen“, sagt Christina Schneider.

Es wurde eine Koordinationsgruppe gegründet, die aus Lehrern, Erziehern, Eltern, Sekretärin, Hausmeister, dem Jugendbüro der Gemeinde Nuthe-Urstromtal und Vertretern des Diakonischen Werkes besteht. Gemeinsam wollen sie die Voraussetzungen für die Zertifizierung erfüllen. Die Schule konnte entscheiden, in welchem Zeitraum sie das Ziel erreichen will und man einigte sich auf 2018. So bleibe genügend Zeit, um die Vorhaben umzusetzen. Insgesamt gibt es drei Säulen, die zur fairen Schule führen sollen – fair untereinander, fair zur Umwelt und globales Lernen.

Schon jetzt gibt es Streitschlichter an der Schule, die vermitteln, wenn es zwischen Schülern Ärger gibt. Auch Projekte und Workshops gehören in Zülichendorf seit Jahren zum Schulalltag. Geplant ist demnächst eine Zusammenarbeit mit dem „Eine Weltladen“ in Jüterbog. Auch der Hort unterstützt das Projekt „Faire Schule“ mit vielen Angebote. So gibt es Sportspiele, Badminton, Modelbau, Musik und kreatives Gestalten.

Wie gut es den Kindern im Hort gefällt, darüber hat Felix Peschke in der Schülerzeitung der Grundschule geschrieben. Der Sechstklässler bedankt sich bei den Hortnerinnen , die es ermöglichen, noch in der Schule zu bleiben, ohne Unterricht zu machen. „Die uns gesagt haben, dass wir uns nicht streiten sollen und die uns zum Lachen gebracht haben, wenn wir traurig waren“, schreibt der Schüler, der im Sommer die Grundschule verlassen wird.

Die Gemeindeverwaltung Nuthe-Urstromtal weiß die Kreativität der Schüler zu schätzen und hat angefragt, ob diese zum Kreiserntefest die Tischdekoration anfertigen würden. Im März wurde in der Arbeitsgemeinschaft Kreatives Gestalten damit begonnen. Insgesamt 50 Gestecke sollen es werden. Als Materialien dienen Krepppapier, Juteborte und Weide. „Wir durften die Weide auf dem Grundstück von Beate Hauchwitz plündern“, berichtet Hortnerin Sabine Ewert. Das Hortteam hat sich ein Logo für jedes Gesteck überlegt. Darauf steht: „Hier lebe ich gern.“ Dazu ein Bild mit Wiesen, Wäldern und Mohnblumen.

Damit sich der Aufwand lohnt, wird die Deko nicht nur für das Kreiserntefest, sondern auch für die Seniorenfeier und für die Einschulung genutzt. „Sobald wir alles fertig haben, bringen wir es zur Gemeinde“, sagt Beatrice Marquardt. Sie leitet die AG Kreatives Gestalten.

Auch am Musikfestival „Sound-City“ nehmen Zülichendorfer Schüler teil, ebenso wie am Luckenwalder Turmfestlauf. „Das sind auch Aktivitäten, die uns auf unserem Weg zur ,Fairen Schule’ Punkte bringen“, sagt Schulleiterin Christina Schneider.

Von Margrit Hahn

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