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Teltow-Fläming Falscher DRK-Werber zockt Senioren ab
Lokales Teltow-Fläming Falscher DRK-Werber zockt Senioren ab
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00:36 26.05.2014
Quelle: dpa
Ludwigsfelde

MAZ-Recherchen zufolge ereignete sich einer der bei der Polizei angezeigten Betrugsfälle am 12. Mai in Kerzendorf. Laut einem Augenzeugen war hier ein Mann in DRK-Uniform mit einem Ford Transit unterwegs, der die Aufschrift „Katastrophenschutz Steglitz-Zehlendorf“ trägt. Um die Mittagszeit klingelte der Mann bei einer 91-jährigen Frau. Er wollte sie zunächst zu einer Jahresmitgliedschaft im Wert von 120 Euro überreden. Weil die alte Dame nur 60 Euro im Haus hatte, nahm er ihr diese Summe ab. Als Quittung gab er ihr einen gefälschten Beleg.

Der Mann sei tatsächlich im Auftrag des Kreisverbandes Steglitz-Zehlendorf als Werber unterwegs gewesen, so Michael Simon, Geschäftsführer dieses Kreisverbands. Allerdings hätte er weder im Landkreis Teltow-Fläming werben noch Bargeld abkassieren dürfen, sondern um eine Einzugsermächtigung bitten müssen. „Wegen dieses Vorfalls haben wir die Zusammenarbeit mit dem Mann sofort beendet“, sagte Michael Simon. Nach seinen Angaben war der mutmaßliche Betrüger vorher im Auftrag des DRK-Kreisverbands Fläming-Spreewald als Werber unterwegs. Das bestätigte dessen Geschäftsführer Harald-Albert Swik. Er wisse von ähnlichen Vorfällen in den Landkreisen Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Potsdam-Mittelmark. Bisher bekannte Tatorte seien Blankenfelde-Mahlow (Teltow-Fläming), Teltow, Geltow (beide Potsdam-Mittelmark) und Pätz (Dahme-Spreewald). Diese Fälle hätten sich zwischen Anfang März und Ende April 2014 zugetragen. Bereits im März habe man Anzeige bei der Polizei erstattet. Der bisher bekannte Schaden betrage 500 Euro. Allein bei einer älteren Dame habe der Betrüger 240 Euro abkassiert. „Vermutlich wurden noch viel mehr Menschen im guten Glauben, eine DRK-Mitgliedschaft erworben zu haben, um ihr Geld betrogen“, befürchtet Swik. 

„Die Ermittlungen der Ludwigsfelder Kripo dauern noch an“, so Polizeisprecherin Ingrid Schwarz. Sollte der Täter ermittelt werden, droht ihm eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Schwarz zufolge agierte „ein etwa 50-jähriger Mann mit der gleichen Masche in Königs Wusterhausen“. Allerdings habe diese Person eine alte Uniform des Malteser Hilfsdienstes getragen.

Von Frank Pechhold

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