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Familienfreundlichkeit ist das Motto

Gute Saison im Freibad Oehna Familienfreundlichkeit ist das Motto

Mehr als 19000 Gäste zog es in diesem Sommer in das Freibad Oehna. Der Rekord von 2003 konnte nicht gebrochen werden, dennoch ist die Gemeinde Niedergörsdorf froh über das Interesse und das Einnahmeplus. Auch wenn das Bad ein Zuschussgeschäft bleibt, will die Gemeinde es weiterführen.

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Grundschüler aus Jessen lernen seit fast zehn Jahren im Freibad Oehna das Schwimmen.

Quelle: Martina Burghardt

Niedergörsdorf. Der schöne Sommer bescherte dem Freibad Oehna eine beachtliche Besucherzahl. Der Rekord aus dem Jahr 2003 konnte zwar nicht geknackt werden, aber immerhin wurden gut 19 000 Badegäste gezählt. Das machte sich auch bei den Einnahmen bemerkbar: Mit 34 300 Euro wurden die eingeplanten 26 000 Euro weit übertroffen. Trotzdem bleibt das Bad ein Zusatzgeschäft. Den Einnahmen stehen Kosten in Höhe von 80 000 Euro gegenüber.

Das Saisonende kam in diesem Jahr etwas plötzlich. Seit dem 31. August ist das Bad geschlossen. Ausgerechnet am Einschulungswochenende hatte ein Rohrbruch die Toiletten außer Betrieb gesetzt. Die Reparatur ist im Herbst geplant.

Hauptamtsleiterin Andrea Schütze dankte bei der traditionellen Saisonauswertung denjenigen, die für einen reibungslosen Badebetrieb sorgen, allen voran den Schwimmmeistern Ulrich Schenk und Elke Werner, außerdem den Kassiererinnen, die erneut von einer Schülerin unterstützt wurden, den Verwaltungsmitarbeitern und Gemeindearbeitern. Lob gab es auch für die Versorgung. Rainer Prange und Gabriele Kanngießer aus Dalichow haben die erste Saison mit ihrem fahrbaren Imbisswagen, den sie von ihrem Vorgänger übernommen haben, geschafft. „Ich habe nur Positives von den Schwimmmeistern, Gästen und Campingplatzbesuchern gehört“, sagte Andrea Schütze. „Der Renner“, verriet Rainer Prange, „waren Pommes und Süßigkeiten.“

Statistik

Trotz der verfrühten Schließung stehen seit dem Saisonanfang am 1. Mai 2015 genau 91 Tage mit Badebetrieb zu Buche, das heißt es gab mit mindestens einen zahlenden Gast.

An mehr als 30 Tagen mit heißem Wetter war das Freibad in diesem Jahr besonders gut besucht.

Am 5. Juli wurden mit 946 Besuchern die meisten Badegäste gezählt. Den Rekord hält aber der 8. Juni 2014 mit 984 Besuchern.

Für etliche jüngere Badegäste stand allerdings nicht nur das Vergnügen im Vordergrund. Zehn Schwimmkurse fanden statt, das Zeltlager der Jugendfeuerwehr mit 80 Teilnehmern sowie das Schwimmlager der Grundschule. Die Kooperation mit den Kindertagesstätten der Gemeinde soll ausgebaut werden, damit die Kleinen schon früh mit dem Wasser in Kontakt kommen. Den Schwimmunterricht ab der dritten Klasse halten Pädagogen wie Marita Marufke, Sozialausschussvorsitzende in Niedergörsdorf, für zu spät. Die Grundschüler der Gemeinde Niedergörsdorf fahren seit Jahren zum Schwimmenlernen in die Fläming-Therme Luckenwalde, um vom Wetter unabhängig zu sein.

Manche Debatten um die Eintrittspreise nimmt man in der Gemeinde ernst, ist sich aber einig, dass die Summen moderat sind. Erwachsene zahlen drei Euro, Kindern 1,50 Euro und die Familienkarte kostet 6,50 Euro. „Wir halten das für bezahlbar“, sagte Andrea Schütze. Bestätigen würden dies laut Ulrich Schenk vor allem auswärtige Gäste. Sehr viele Badegäste kämen aus dem Berliner Raum und dem Umland. Helmut Marufke, Ortsvorsteher und Betreiber des Campingplatzes am Freibad, hat gute Erfahrungen. „Es gibt wenig Diskussionen über die Preise“, sagte er.

Für Verbesserungsvorschläge ist die Gemeinde offen. „Wir möchten uns das Bad weiter leisten und arbeiten daran, unsere Familienfreundlichkeit unter Beweis zu stellen“, sagte Andrea Schütze. Deshalb gibt es verschiedene Aktionstage, zum Beispiel den Würfeltag, an dem Familien mit etwas Glück freien Eintritt bekommen.

Ehrenamtliche Rettungsschwimmer machen sich im Sommer eher rar. Sie sind meist an der Ostsee oder Nordsee im Einsatz. Wer möchte, ist natürlich in Oehna willkommen.

Das Freibad Oehna wurde bis zum Jahr 1999 gründlich saniert. „Das Bad ist jedes Jahr eine neue Herausforderung“, sagte Bürgermeister Wilfried Rauhut (parteilos) und zollte den Mitarbeitern für so manche Sieben-Tage-Woche seinen Respekt. Auch wenn die Haushaltsmittel knapper würden, wolle man die „kleine Perle“ auf jeden Fall behalten.

Von Martina Burghardt

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