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Familienspaß in Altes Lager

Altes Lager Familienspaß in Altes Lager

Vor drei Jahren noch als einmalige Einweihungsfeier für den Spielplatz geplant, hat das Ortsfest am Jugendclub inzwischen großen Anhang gefunden. Diesmal gab es vom Jüterboger Mysterienspiel erste Kostproben.

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Beim Jüterboger Mysterienspiel schlüpfen Laura Görner (l.) und David Hartwig in die Rollen von Eva und Adam.

Quelle: Isabelle Richter

Altes Lager. „Komm raus in die Sonne“ lautete das Motto zum diesjährigen Ortsfest in Altes Lager. Bei sommerlichen Temperaturen ließen sich die Gäste nicht lange bitten und brachten ihre Familien und Freunde mit auf das Gelände des Jugendclubs „Jump“. Dort galt es für Groß und Klein, mehrere anspruchsvolle Stationen zu bewältigen, an denen sie ihre Geschicklichkeit oder ihr Wissen testen konnten.

In diesem Jahr waren ein Bogenschütze und der Müller Paul Hänsch mit seiner Frau Ina Hänsch-Goldau neu dabei. Die beiden Reise-Müller, wie sie sich selbst bezeichnen, hatten ein ganz besonderes Gerät mitgebracht – eine Handmühle. „Hier kann man mal sehen, wie die alten Römer gemahlen haben, bevor es Wind- und Wassermühlen gab“, erläuterte die Müllerin. Da staunten die Kinder in Altes Lager nicht schlecht, wie plötzlich aus dem groben Korn feines Mehl entstand. In der Familiengeschichte von Paul Hänsch ist das Mahlen von Korn ein Traditionsberuf, denn er ist Müller in der sechsten Generation. Gemeinsam mit seiner Frau hat er die letzte funktionierende Mühle in Jüterbog.

Fest zum nunmehr dritten Mal

Wie alle anderen Akteure auf dem Fest sind auch die beiden Müller gern und ohne Gage gekommen. Eine Aufwandsentschädigung gibt es nicht, denn bei dem Ortsfest geht es nicht ums Geld. Im Mittelpunkt steht das Miteinander und das wissen die Beteiligten. Veranstalter Helmut Balke organisierte das Fest mit seiner Frau Mandy zum dritten Mal. Ursprünglich geplant war nur das einmalige Fest zur Einweihung des neu gebauten Spielplatzes auf dem Gelände. Doch dann gefiel es den Besuchern so gut, dass sie das kleine Familienfest am Jugendclub zur Tradition machten. „Die Unterstützung wächst jedes Jahr. Man merkt im Ort, dass das Interesse da ist“, sagte Helmut Balke.

Alkohol gibt es übrigens auf dem Ortsfest nicht. Das hat auch einen Grund. Helmut Balke ist der Meinung: „Wir wollen hier einfach nur Spaß haben und das geht auch ohne Alkohol.“ Nicht zuletzt angesichts der vielen minderjährigen Besucher wird diese Entscheidung von den Gästen getragen.

Richtig aufregend wurde es dann, als die Darsteller des Jüterboger Mysterienspiels eine Kostprobe ihres diesjährigen Programms gaben. Die Zuschauer erfuhren auf diesem Wege schon ein wenig über das Schicksal von Adam und Eva. Laut biblischer Erzählung waren sie das erste Menschenpaar. Anlässlich des Reformationsjubiläums wird das komplette Mysterienspiel unter der Leitung von Pfarrer Bernhard Gutsche ab September in der Nikolaikirche zu sehen sein.

Von Isabelle Richter

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