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Farbenfrohe Strohpuppen

Ruhlsdorf Farbenfrohe Strohpuppen

Die Vorbereitungen für das 15.Kreiserntefest im August sind in vollem Gange. In diesem Jahr wird in Ruhlsdorf gefeiert. Um darauf aufmerksam zu machen wurden Strohpuppen aufgestellt, es werden Banner angebracht und Flyer verteilt.

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Die Strohpuppen vor der Ruhlsdorfer Gemeindeverwaltung sind eingekleidet. Bisher haben sie noch keine Namen. Vorschläge sind erwünscht unter gv@nuthe-urstromtal.de

Quelle: Margrit Hahn

Ruhlsdorf. Dass das diesjährige Kreiserntefest in Ruhlsdorf stattfindet, ist nun nicht mehr zu übersehen. Riesige Strohpuppen vor der Gemeindeverwaltung in Ruhlsdorf künden das Event an. Mitarbeiterin Marlies Rindt hat sie mit Müllsäcken in verschiedenen Farben eingekleidet – zurechtgeschnitten zu Hemd, Hose, Rock und Schürze im XXL-Format. Selbst an Hosenträger für den Mann und Blümchen für die Schürze hat sie gedacht.

In luftiger Höhe werden die Strohpuppen angekleidet

In luftiger Höhe werden die Strohpuppen angekleidet. Auch für ein schönes Gesicht hat Marlies Rindt gesorgt.

Quelle: Margrit Hahn

Von der Hebebühne, die Bauhofmitarbeiter Frank Wernitz in die Höhe bugsierte, klebte Rindt den Puppen die Garderobe auf die Stroh-Leiber. „Das sind ja nicht gerade Modelmaße“, scherzte Barbara Nitzsche, als sie sah, wie viel Folie für eine Puppe benötigt wurde. „Jetzt noch die Zöpfe anbringen und dann sind die Puppen fertig“, stellt Rindt eine Stunde später fest.

Die Strohpuppen weisen aufs 15. Kreiserntefest Teltow-Fläming hin, das am 26. August in Ruhlsdorf gefeiert wird. „Ich bin stolz auf meine Mitarbeiter, dass sie sich so engagieren“, sagt Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke). Schon vor drei Jahren hätte die Gemeinde Nuthe-Urstromtal das Kreiserntefest ausrichten können. Nestler lehnte ab, stellte aber in Aussicht, eventuell 2017 zur Verfügung zu stehen. „Ich hatte gehofft, dass dies in Vergessenheit geraten würde. Als man mich daran erinnerte, habe ich zugesagt, denn ich halte meine Versprechen“, sagt Monika Nestler.

Marlies Rindt  (l) und Barbara Nitzsche müssen erst einmal die riesigen Folien ausbreiten

Marlies Rindt (l.) und Barbara Nitzsche müssen erst einmal die riesigen Folien ausbreiten.

Quelle: Margrit Hahn

Inzwischen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Es wurden Arbeitsgruppen gebildet, für die es jeweils einen Verantwortlichen gibt. Die Hauptorganisation liegt in den Händen von Barbara Nitzsche. Dass es einen Festumzug geben wird, ist Wolfgang Braune zu verdanken. Der Umzug führt vom Darkenhof über den Kirchplatz bis zur Gemeindeverwaltung.

Bauhofmitarbeiter Frank Wernitz bugsiert die Hebebühne an die entsprechende Stelle

Bauhofmitarbeiter Frank Wernitz bugsiert die Hebebühne an die entsprechende Stelle

Quelle: Margrit Hahn

In den Beratungen der vergangenen Wochen kamen Ideen und wurden wieder verworfen. Das meiste ist in trockenen Tüchern. Vor allem was das Singen und Tanzen betrifft. Eine Landmaschinenausstellung ist ebenso vorgesehen wie die Vorführungen „Vom Korn zum Brot“ und vielleicht auch „Von der Milch zur Butter“. Für Kinder steht ein Kornbecken zur Verfügung, indem sie barfuß toben können. In die Vorbereitungen eingebunden wurden Ortsvorsteher, Vereine, Kirche sowie Agrarbetriebe. Geworben wurde für das Fest schon bei der Grünen Woche. In den kommenden Tagen werden zehn Banner an den Eingängen zur Gemeinde angebracht.

Unter Hebebühne und Leiter geht  nichts

Unter Hebebühne und Leiter geht nichts.

Quelle: Margrit Hahn

Beginnen soll das Kreiserntefest, dessen Schirmherrschaft Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) übernommen hat, mit einem Gottesdienst. Am Nachmittag gibt es in der Ruhlsdorfer Kirche Orgelkonzerte. Die Orgelpfeifen wurden in dieser Woche ausgebaut und werden von einem Eberswalder Unternehmen gereinigt. Pfarrer Matthias Wolf hofft, dass bis zur Fertigstellung noch Spenden eingehen, um die Kosten zu decken.

„Es heißt zwar Kreiserntefest aber über Nuthe-Urstromtal hinaus ist noch kein großes Engagement zu erkennen“, bedauert die Bürgermeisterin. Das der Termin in die Ferien fällt, macht die Organisation nicht einfacher. Auch bei der Finanzierung gibt es noch Lücken. Vor allem in Sachen Sicherheit muss kräftig investiert werden.

Von Margrit Hahn

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