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Farbenfroher Schuleingang

Kreative Achtklässler in Trebbin Farbenfroher Schuleingang

Zwei Wochen lang hieß es für die Achtklässler der Trebbiner Goethe-Oberschule „Kreativ statt aggressiv“. In ihrem Projekt schufen sie einen farbenfrohen Schuleingang und gestalteten die Mülleimer auf dem Schulhof mit Mosaiken.

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Das Ergebnis des Kreativ-Projektes, die Holzskulptur, wurde am Freitag am Schuleingang enthüllt.

Quelle: Elinor Wenke

Trebbin. Selbst Schulleiter Bernd Schill war bis zuletzt gespannt, welche Überraschung ihn vor dem Eingang der Trebbiner Goethe-Oberschule erwarten würde. Die beiden 8. Klassen schlossen am Freitag ihr zweiwöchiges Inisek-Projekt „Kreativ statt aggressiv“ ab und enthüllten am Mittag zwei leuchtend bunte Holzskulpturen.

Unter der Anleitung des Bildhauers Matthias Münch und der Pädagogin Edeltraud Lessing hatten sie Ideen gesammelt, Holz und Fliesen geschnitten, bemalt, geklebt, gefräst und lackiert. Herausgekommen sind zwei farbenfrohe, menschengroße Skulpturen aus sieben beziehungsweise fünf Hölzern. „Sie stellen stilisierte Menschen dar“, erklärte Edeltraud Lessing, „und in alle Figuren haben wir starke Worte für starke Menschen gefräst.“

Begriffe wie Freundschaft, Respekt, Toleranz, Wissen oder Menschlichkeit laden nun in die Schule ein. Außerdem wurden die 13 Beton-Mülleimer auf dem Schulgelände mit Fliesen-Mosaiken oder Pinsel und Farbe verschönert. Jeder Kübel ist nun ein künstlerisches Unikat.

Das Projekt „Inisek“ steht für „Initiative Sekundarstufe I“, es wird vom europäischen Sozialfonds und vom Land Brandenburg gefördert. Mehr als 10 000 Euro stehen in diesem Jahr für die Schule zur Verfügung. „Die Schüler sollen Fähigkeiten über den Unterricht hinaus erlangen und sich kreativ ausleben können“, sagte Lehrerin Sigrid Haarbeck, die das Projekt betreut. „Auch wenn zwischendurch mal gemault wurde, den meisten Schülern hat das Projekt Spaß gemacht“, sagte sie.

Wie etwa Tom Arendt aus der 8b. Der 13-Jährige hatte das Holz mit bearbeitet und kleine Mosaikplättchen zu Figuren zusammengesetzt, die er mit nach Hause nehmen durfte. „Das ist besser als Unterricht“, sagte er. Gianina Reinecke, die in der Freizeit gern kreativ tätig ist, war so richtig in ihrem Element. „Wir haben für den Mosaik-Eimer ein Rankenmuster ausgesucht“, sagte die 15-Jährige, „zudem durfte ich das Holz streichen – in Blau, Rot und Grün.“

Aaron Pecher aus der 8b, der zusammen mit Odin Ketzler aus der 8a ein Dankeschön für besonders fleißige Arbeit erhielt, stellte die Arbeitsgänge vor: „Wir haben das Holz grundiert, Farbe und Wetterschutz aufgebracht und kraftvolle Worte hineingefräst. Die Hölzer sollen die Schüler dieser Schule darstellen.“ Sarah Weitzel berichtete von den verschiedenen Mosaik-Entwürfen. „Es sind schöne Dinge entstanden, die unserer Schule hoffentlich lange erhalten bleiben“, erklärte Vivian Zehler.

„Ich bin stolz auf euch“, lobte Bürgermeister Thomas Berger (CDU) die Mädchen und Jungen, „ihr baut möglichen Frust durch Kreativität ab, nicht durch Gewalt.“ Die Schüler seien ein Beispiel dafür, dass die Stadt Trebbin tolerant, offen und friedlich ist.

Von Elinor Wenke

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