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Fast wie ein Staatsbesuch

Kommende Woche besiegeln Blankenfelde-Mahlow und Kretinga in Litauen ihre Partnerschaft Fast wie ein Staatsbesuch

Mit Kleidung, Windeln und Spielzeug im Gepäck machten sich eine Handvoll Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Blankenfelde vor 21 Jahren auf den Weg ins litauische Kretinga. Aus der kirchlichen Verbindung wird nun eine politische. In der kommenden Woche unterzeichnen Vertreter aus Blankenfelde-Mahlow in Litauen den Partnerschaftsvertrag.

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Thomas Hartmann fährt seit mehr als 20 Jahren nach Litauen.

Quelle: foto: zielke

Blankenfelde. Den Bus hat Thomas Hartmann schon geputzt. Zum wievielten Mal der Diakon der evangelischen Kirchengemeinde nach Litauen fährt weiß er nicht. „Früher, als Litauen noch nicht in der EU war, musste man nur die Stempel im Reisepass zählen“, erinnert er sich. Die nächste Fahrt wird eine ganz besondere. „Ich bin auch schon ein bisschen aufgeregt“, gibt Hartmann zu.

Am kommenden Freitag unterzeichnen Vertreter aus Blankenfelde-Mahlow in Litauen den Partnerschaftsvertrag mit der Stadt Kretinga. Mit der Unterschrift wird Marion Dzikowski, die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde das besiegeln, was die evangelische Kirchengemeinde vor 21 Jahren begonnen hat. 1994 machten sich zum ersten Mal Menschen aus Blankenfelde auf die 1200 Kilometer lange Reise. Damals ging es vor allem ums Helfen. Im Gepäck waren damals Kleidungsstücke, Babywindeln und Spielzeug. Aus den Helfern von damals sollen nun Partner werden. „Ich bin froh, dass es so gekommen ist und dass statt Waren nun Menschen zueinander unterwegs sind“, sagt Thomas Hartmann.

Das Litauen heute sei ein anderes als damals. Heute kann man sich für Geld alles kaufen, doch die Preise im Supermarkt sind ähnlich wie in Deutschland, die litauischen Löhne allerdings viel niedriger. „Die Leute sagen immer ’alles kein Problem’“, sagt der Diakon. In Litauen ist man optimistisch und glaubt an den Fortschritt und Europa. Deswegen wird die deutsche Delegation auch fast wie Staatsgäste empfangen. Marion Dzikowski, die stellvertretende Bürgermeisterin, Roland Scharp (Linke), der Vorsitzende der Gemeindevertretung sowie die Ausschussvorsitzenden Katja Grassmann und Vera Hellberg (beide SPD) erwartet ein straffes Programm. Sie landen in der Nacht zu Freitag und müssen um 11 Uhr zur feierlichen Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages. Anschließend schauen sie sich die Schule, eine Behinderteneinrichtung, die Feuerwehr und die Musikschule an, die bereits seit Jahren enge Verbindungen mit der Blankenfelder Kunst- und Musikschule Regenbogen pflegt. „Ich wünsche mir, dass dadurch weitere Steine losgetreten werden“, sagt Hartmann.

Mit den gleichen Erwartungen macht sich auch Vera Hellberg auf den Weg nach Litauen. Für sie ist es das erste Mal in dem baltischen Land. „Ich bin schon sehr gespannt“, sagt die Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Kultur. Sie wünscht sich, dass die Behinderteneinrichtung in Kretinga und die Lebenshilfe in Blankenfelde ihre zarten Bande weiter verknüpfen. „Vor allem möchte ich zuhören und lernen und erfahren, was beide Gemeinden verbindet“, sagt sie. Als Kennenlerngeschenk wird sie ein Päckchen Mahlower Kaffee mitbringen.

Von Christian Zielke

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