Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Feinschmecker mit langem Rüssel
Lokales Teltow-Fläming Feinschmecker mit langem Rüssel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:20 23.09.2016
Die indischen Elefantendamen Mara, Inra und Conny lassen sich ihr Frühstück im Tier-Erlebnispark Waltersdorf schmecken. Quelle: Danilo Hafer
Anzeige
Waltersdorf

Pünktlich um zehn Uhr verlassen Mara, Inra und Conny ihre vier Wände und gehen an die frische Luft. So wie sie es jeden Tag aufs Neue machen. Doch am Donnerstag wartete auf die drei indischen Elefantendamen aus dem Tier-Erlebnispark in Waltersdorf eine besondere Überraschung.

Obst und Gemüse ist bei Elefanten beliebt

In der Mitte des Außengeheges stand ein reich gedeckter Tisch. Bananen, Paprika und allerlei anderes Obst und Gemüse warteten auf die hungrigen Dickhäuter. Die ließen sich auch nicht lange bitten und verputzen den Berg in wenigen Minuten. Mit ihren langen Rüsseln schoben sie ein Stück nach dem anderen in ihre Mäuler und räumten den halben Tisch auf einmal ab, als sie mit ihren Rüsseln kräftig über die Platte wischten.

Conny (54) ist die älteste Dame in der Elefantenherde. Quelle: Danilo Hafer

Der Anlass für dieses besondere Frühstücksangebot war der internationale Tag der Elefanten am Donnerstag. An diesem Tag sollen die Dickhäuter, die größten noch lebenden Landtiere, geehrt werden. Schon bei der Geburt wiegt ein Kalb bis zu 100 Kilogramm. An solch einem Ehrentag sollte es auch den drei Elefantendamen in Waltersdorf besonders gut gehen. Denn seit vier Jahren befinden sie sich im Grunde im Ruhestand. Vorher waren sie noch gemeinsam mit den drei afrikanischen Elefanten ein fester Teil der Tournee des Circus Berolina, der auch den Tier-Erlebnispark in Waltersdorf betreibt. „Auf Tournee sind jetzt nur noch die afrikanischen Elefanten, die drei Damen hier sind schon zu alt“, sagte Patrick Spindler. Der 45-Jährige kümmert sich 24 Stunden am Tag um das Wohl der Dickhäuter. „Wenn ich um sechs Uhr aufstehe gehe ich als erstes zu den Elefanten und gebe ihnen Futter“, erzählte er. Denn die Damen haben Hunger. Und davon nicht zu wenig.

Bis zu 200 Kilogramm Futter pro Tag

150 bis 200 Kilogramm Nahrung nimmt ein ausgewachsener Elefant an einem Tag zu sich. Dazu kommen noch einmal 70 bis 150 Liter Wasser. Daher gehört auch das Ausmisten zu den festen morgendlichen Tätigkeiten. Nachdem Patrick Spindler dann selbst gegen 8 Uhr gefrühstückt hat, wollen die Tiere gewaschen und gepflegt werden. Gegen 10 Uhr gehen sie dann, so wie am Elefanten-Tag auch, an die frische Luft. Bis dahin hatten die Damen einen sehr entspannten Tag. Schon damals, als die Elefanten noch regelmäßig im ganzen Land unterwegs waren, gab es für sie das sogenannte Elefantenfrühstück. Immer, wenn der Zirkus seine Zelte in einer neuen Stadt aufschlug, bekamen die Elefanten ihr Frühstück auf einem zentralen Platz.

Attraktion im Tier-Erlebnispark

Ab 14 Uhr kann es für Elefanten dann doch ein bisschen stressig werden. Dann öffnet der Tier-Erlebnispark seine Türen für Besucher. Eine der Hauptattraktionen sind natürlich sie – Mara, Inra und Conny, die drei Elefantendamen.

Patrick Spindler kümmert sich um das Wohlergehen der Dickhäuter. Quelle: Danilo Hafer

„Wir bieten für die Besucher eine kleine Show, und anschließend können sich die Kinder mit den Elefanten fotografieren lassen“, sagte Patrick Spindler. Auch anfassen ist erlaubt, denn die Tiere haben ihre Scheu vor dem Menschen schon lange verloren. Das habe auch im Alltag viele Vorteile. So bleiben die Tiere ruhig, wenn sie von einem Tierarzt untersucht werden, und müssen keine beruhigenden Mittel verabreicht bekommen. So ruhig die Tiere auch sind, so habe doch jedes von ihnen einen eigenen Charakter, sagte Patrick Spindler. „Die eine ist etwas störrischer, die andere total verschmust. Sie sind einfach alle sehr verschieden.“ Dennoch sei die Herde ein gut eingespieltes Team.

Elefantendame Conny ist bereits 54 Jahre alt

Oberhaupt und Leittier ist dabei Conny. Die Elefantendame ist inzwischen schon 54 Jahre alt und kam bereits als sehr junges Tier in den Zirkus. Damit zählt sie zu den ältesten Zirkuselefanten in ganz Deutschland. „Mein Vater hat sie damals geholt, und ich bin von Anfang an mit ihr aufgewachsen und kenne sie daher sehr gut“, erzählte Spindler.

In Waltersdorf, dem Winterquartier des Circus Berolina, versuchen die Mitarbeiter es den Tieren so schön wie möglich zu machen. Ein Wasserloch im Gehege biete den Elefanten an heißen Sommertagen die Möglichkeit für eine erfrischende Abkühlung. Doch den Schutz vor der Sonne haben die Tiere auch schon durch die Natur mitbekommen. Immer wieder sauen sie sich so richtig mit Sand ein.

Dazu stecken sie kurz ihre Rüssel in den märkischen Sand und blasen sich diesen einfach auf den Rücken. „Damit schützen sie sich nicht nur vor der Sonne, sondern auch vor Parasiten“, erklärte Patrick Spindler am Tag der Elefanten.

Von Danilo Hafer

Eine Million Euro muss die Gemeinde Am Mellensee aus der Rücklage nehmen, um den Haushaltsplan 2016 auszugleichen. Mittwoch wurde der Etat beschlossen. Große Sprünge kann sich die Gemeinde ohnehin nicht leisten. Möglicherweise spitzt sich die finanzielle Situation noch weiter zu, wenn der Wasserzweckverband KMS eine Zwangsumlage erheben muss.

23.09.2016

Drei Tage lang stehen die Sprungprüfungen im Mittelpunkt des 54. Reitturniers des Reitvereins „Fläming“ aus Jüterbog. Mit einem großen Programm sollen wieder tausende Besucher auf den Erlebnishof in den Ortsteil Werder gelockt werden. Die traditionellen Dressurwettbewerbe fallen allerdings wegen einer Pferdekrankheit aus, die sich derzeit in Brandenburg ausbreitet.

23.09.2016

Bessere Straßen, ein sauberes Ortsbild und mehr Unterstützung für die Vereine: Die Wunschliste der Bürger im Niederen Fläming ist lang. Um sie in Zukunft koordinierter und effektiver angehen zu können, entschloss sich die Gemeinde in diesem Jahr dazu, ein Leitbild zu erstellen. Ein Jüterboger Planungsbüro präsentierte nun die ersten Ergebnisse.

23.09.2016
Anzeige