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Teltow-Fläming Feldspritzentechnik zum Anfassen
Lokales Teltow-Fläming Feldspritzentechnik zum Anfassen
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00:18 29.04.2017
Die Fachleute schauen der „Powerspray R 962 i“ genau unter die Haube. Das absenkbares Düsengestänge ist eines der Highlights. Quelle: Klemens
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Hohenseefeld

Das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln auf den Feldern ist in vollem Gange. Dass sie deshalb oft in die Kritik geraten, sind Landwirte gewohnt. „Aber die Vorwürfe stimmen meist nicht, auch wenn es, wie überall, auch unter uns schwarze Schafe gibt“, sagt Hartmut Schulze von der Agrargenossenschaft Flämingrind aus Kranepuhl. Zusammen mit Berufskollegen aus den Landkreisen Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark und Elbe-Elster gehörte Schulze am Dienstag zu den Teilnehmern eines Technik-Tages beim Landmaschinen-Vermarkter Bartling in Hohenseefeld.

Spitzentechnologie zum Anfassen

Moderne, von Computern und Satelliten gesteuerte Spritztechnologie des Herstellers John Deere konnten die Fachleute auf Herz und Nieren prüfen und sich dabei selbst ans Lenkrad setzen, um auf dem Acker Handling und Wirkungsweise der neuesten Feldspritzentechnologie zu erproben. „Ich als Landwirt bin immer daran interessiert, dass meine Technik auf dem neuesten Stand ist. Nicht nur, damit wir die Ernährung der Bevölkerung sicher stellen können, sondern auch um den Anforderungen an der Schutz von Natur und Umwelt gerecht zu werden“, sagt Hartmut Schulze, der in seinem Betrieb für den Pflanzenbau zuständig ist.

Preis dämpft die Begeisterung

Begeistert von den gezeigten Technik und von der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch unter Profis zeigt sich auch sein Berufskollege Chris Wagner von der Fließgrund-Agrarproduktion-GmbH Schönewalde. „Schon aus wirtschaftlichen Gründen, aber auch aus dem Umweltbewusstsein heraus sind wir immer auf Ausschau nach guter Technik, die uns dabei hilft, beim Ausbringen der Planzenschutzmittel das Optimum zu erreichen“, sagt Wagner. Absenkbare Gestänge, die direkt über der Pflanze entlangfahren, GPS-Steuerung, die bis auf 2,5 Zentimeter genau das Fahrzeug lenkt und doppelt übersprühte Flächen verlässlich verhindert und automatische Restmengenverdünnung, die die Konzentration des Wirkstoffs bis zum letzten Tropfen konstant hält, sind Highlights, die am Dienstag das Herz der Fachleute begeisterten. Auch das Carbongestänge mit 36 Metern Arbeitsbreite, das das Gewicht des Aggregats von 2,7 Tonnen auf 450 Kilogramm verringert, fand allgemein Anerkennung. Dass trotzdem nicht gleich Kaufverträge unterschrieben wurden, lag sicher auch am Preis, der für die selbstfahrende Carbon-Variante bei 230 000 Euro liegt.

Von Uwe Klemens

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