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„Felgenkiller“ adé: Radständer am Bahnhof

Luckenwalde „Felgenkiller“ adé: Radständer am Bahnhof

Die ungeliebten Vorderrad-Ständer am Bahnhof haben ausgedient. Die Stadt lässt 50 neue Fahrradbügel installieren, so dass 100 Drahtesel künftig komfortabler und sicherer angeschlossen werden können. Die „Felgenkiller“ haben indes ausgedient.

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Fred Rehberg (r.) und Artur Staniszewski montieren die Bügel.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Pendler, die täglich mit dem Fahrrad zum Luckenwalder Bahnhof kommen, werden ihre geliebten Drahtesel künftig komfortabler und sicherer anschließen können. Fred Rehberg und Artur Staniszewski vom Unternehmen Kober Straßen- und Tiefbau installieren im Auftrag der Stadt in diesen Tagen neue, moderne Fahrradbügel am Berliner Platz.

Alte Ständer werden abgebaut

Die technisch überholten Modelle der ungeliebten Vorderradhalter, im Volksmund auch „Felgenkiller“ genannt, werden abgeräumt. „Sie boten schlechte Standsicherheit und ungenügenden Diebstahlschutz, weil man den Fahrradrahmen nicht anschließen konnte“, sagt Britta Jähner vom Amt für Pressearbeit.

Die neuen Fahrradbügel sollen Abhilfe schaffen. Bis zum 19. August werden auf dem Berliner Platz links und rechts vom Tunneleingang 36 neue Fahrradbügel aus Metall installiert, an denen jeweils zwei Fahrräder angeschlossen werden können. „Diese Bügel verfügen über einen zusätzlichen Querholm, sodass sie auch für Rahmen von Damenfahrrädern geeignet sind“, erklärt Britta Jähner.

Zusätzliche 28 Plätze am ehemaligen Postbahnhof

Für eine feste Standsicherheit werden mit einem Kernbohrer 25 Zentimeter tiefe Löcher in den Boden gebohrt und die Bügel einbetoniert. „Der Beton ist schnell trocken“, erläutert Bauarbeiter Fred Rehberg, „aber um die Holme herum kommt noch Natursteinmörtel. Der braucht länger zum Trocknen.“ Dass die Radfahrer noch warten müssen, bis sie die Abstellmöglichkeiten nutzen können, stößt offenbar auf Verständnis. „Viele, die vorbeikommen, freuen sich, dass endlich neue Ständer gebaut werden“, berichtet Rehberg.

Zusätzliche Fahrradständer werden auch am Bahnhofsvorplatz geschaffen. In der Nähe des ehemaligen Postbahnhofes – vor der Rampe – werden zusätzliche 14 Bügel, also 28 Plätze, montiert.

„Unterm Strich werden 16 Fahrradständer zusätzlich geschaffen“, bilanziert Britta Jähner, „künftig werden mit den 50 neuen Bügeln 100 sichere Abstellmöglichkeiten zur Verfügung stehen.“ Für die Beschaffung und Installation der Bügel stellt die Stadt 10 000 Euro zur Verfügung.

Codier-Aktion am 22. September am Berliner Platz

„Zusätzlich sichern kann man sein Fahrrad durch eine Codiernummer“, sagt Britta Jähner. Die Stadt startet gemeinsam mit der Polizei am 22. September eine Codier-Aktion. In der Zeit zwischen 13 und 18 Uhr können Eigentümer ihr Fahrrad am Berliner Platz kostenlos codieren lassen. Dabei wird eine Identifizierungsnummer in das Rad geprägt.

Schon mehrfach spielte das sichere Abstellen und Aufbewahren von Fahrrädern am Bahnhof auch bei den Stadtverordneten eine Rolle. So ist die Idee eines Fahrrad-Parkhauses direkt an der Dessauer Straße gegenüber dem Bahnhof noch nicht vom Tisch. Dessen Finanzierung ist allerdings noch ungewiss. Innerhalb des neuen Stadt-Umland-Wettbewerbes hoffen Stadtverordnete und Verwaltung auf die Bewilligung entsprechender Fördermittel.

Von Elinor Wenke

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