Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Baustellen auf dem südlichen Berliner Ring
Lokales Teltow-Fläming Baustellen auf dem südlichen Berliner Ring
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 14.07.2018
Die Fahrbahnerneuerung der A10 bei Genshagen ist eine von derzeit 26 großen Baustellen im Dahmeland-Fläming. Quelle: Jonas Nayda
Anzeige
Dahmeland-Fläming

Der Region Dahmeland-Fläming steht ein wahrer Baustellensommer bevor. Aktuell gibt es zwischen Dahme und Nuthe 26 Baustellen auf Autobahnen, Bundes- oder Landstraßen, die größtenteils noch bis August oder länger bestehen werden.

Baustellen vor allem in den Ferien

Mit Beginn der Schulferien haben vielerorts auch die Arbeiten auf den Baustellen begonnen. Die meisten sollen pünktlich zum Ende der Ferien fertig gestellt sein. Die Sommerferien eignen sich vor allem deshalb gut für Straßensperrungen, weil dann beispielsweise keine Schulwege gesperrt oder umgeleitet werden müssen.

Zwar fahren Schulbusse in der Regel nicht auf der Autobahn, doch auch dort gilt die Ferienzeit als ideal für Baustellen. Laut Ulrich Klaus Becker, dem Leiter des Bereichs Verkehr beim ADAC verringert sich dann der Autobahnverkehr in der Region Berlin-Brandenburg um bis zu 40 Prozent. „Gerade auf den Abschnitten, die viel von Pendlern genutzt werden, machen sich die Ferien deutlich bemerkbar“, sagt Becker.

Auch der Güterverkehr lässt in den Sommermonaten etwas nach. Laut Becker fahren im Juli und August rund ein Drittel weniger Lkws über die Autobahnen, als im restlichen Jahr. Der Brandenburgische Landesbetrieb Straßenwesen nutzt die Gelegenheit, um den Südlichen Berliner Ring zu erneuern.

Baustellen auf A 10 und A 13

Die Baustelle auf der A 10 bei Ludwigsfelde gehört zu den größten in der Region. Dort wird bereits seit Ende Mai auf etwa sieben Kilometern Länge Richtung Osten die Fahrbahn erneuert. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen auf Anfrage mitteilte, belaufen sich die Kosten für dieses Projekt auf etwa fünf Millionen Euro. Aller Voraussicht nach soll die Straße am 10. August wieder frei gegeben werden. Bis dahin gilt in beiden Richtungen eine zweispurige Verkehrsführung und streckenweise Tempo 60.

Die A 10 wird im weiteren Verlauf zwischen der Ausfahrt Niederlehme und dem Dreieck Spreeau erneuert. Auch hier gilt bis zum 31. Juli Tempo 60 auf der verengten Fahrbahn.

Die Baustelle auf der A 13 zwischen Groß Köris und der Ausfahrt Baruth soll am Donnerstag bereits abgebaut werden. Somit herrscht auf der A 13 von Berlin zumindest bis Höhe Lübben, bevor die nächste Baustelle kommt, für einige Kilometer freie Fahrt. Doch lange wird dieser Zustand möglicherweise nicht anhalten.

Problem für die nächsten Jahre

Seit ein paar Jahren schon verwandeln sich die Autobahnen der Region zur Ferienzeit regelmäßig ingroße Baustellen. Ulrich Klaus Becker vom ADAC erklärt, weshalb auch in den nächsten Jahren kein Ende der Autobahnbaustellen in Sicht ist: „Die meisten Autobahnen in Brandenburg stammen aus der Zeit direkt nach der Wende. Sie sind in etwa gleich alt und entsprechend zerschlissen.“ In der Regel würden Autobahnen der Verkehrsbelastung 25 bis 30 Jahre standhalten. Dieses Alter haben laut Becker viele der Autobahnen in Brandenburg inzwischen erreicht. „Ich prognostiziere, dass uns die Bautätigkeiten in den nächsten Jahren weiter begleiten werden“, sagt er.

Außerdem mache der sogenannte Betonkrebs den Straßen zu schaffen. Durch eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion können sich Teile der Betonstrecke auflösen, wenn sie länger mit Wasser in Kontakt kommen. Wie Becker bestätigt, ist das häufig der Grund dafür, auf der Autobahn die Geschwindigkeit zu begrenzen, obwohl noch keine sichtbaren Schäden aufgetreten sind. Bei hohen Temperaturen könnten Betonteile urplötzlich in die Höhe schnellen, was besonders für Motorradfahrer gefährlich ist.

Baustellen auf B 102 und B 101

Weiter im Süden, wo weniger Autobahnen, als viel mehr Bundesstraßen die Orte miteinander verbinden, müssen sich Autofahrer bei Jüterbog noch bis Ende August auf erhebliche Einschränkungen gefasst machen. Die B102 zwischen Jüterbog und Altes Lager bekommt eine neue Decke, bis zum 27. Juli herrscht hier noch Vollsperrung. Bis Ende Juli soll die B102 auch im Jüterboger Stadtgebiet zwischen Markt und Am Weichhaus wegen Kanal- und Straßenbauarbeiten gesperrt bleiben. Umleitungen sind in beiden Fällen ausgeschildert.

Baustelle B102 in Richtung Jüterbog bis Altes Lager Quelle: Isabelle Richter

Zwischen Jüterbog und Dahme ist die B102 zwischen Werbig und Hohenseefeld noch bis zum 18. August für alle Fahrzeuge gesperrt. Auf mehr als acht Kilometern wird dort die Straßendecke erneuert. Auch in Dahme ist die Bundesstraße bis zum 17. August zwischen dem Lidl und der Herzberger Straße gesperrt.

Der Ausbau des bisher noch zweispurigen Teilstücks der B101 zwischen Thyrow und Trebbin soll bis Ende November fertig gestellt werden. Bis dahin fließt der Verkehr weiterhin über die alte B 101.

Von Großbeeren bis zur Stadtgrenze Berlin werden auf der B 101 außerdem neue Leitplanken gebaut, so dass die Fahrbahn auf 3,5 Meter begrenzt ist. Diese Baustelle bleibt als Tagesbaustelle in mehreren Abschnitten bis zum 31. Oktober.

Transitland Brandenburg

Die Sommerferien enden in Brandenburg am 20. August. In Sachsen-Anhalt und Sachsen müssen Kinder und Jugendliche jedoch schon eine Woche früher wieder zur Schule. Urlauber, die etwa von der Ostseeküste wieder gen Süden fahren, müssen durch Brandenburg durch. Brandenburg sei was Ferienreiseverkehr betrifft ein „Transitland“, erklärt Ulrich Klaus Becker vom ADAC. Vor allem an Wochenenden kann es an den Baustellen auf den Straßen deshalb zu Staus kommen.

Von Jonas Nayda

EInbrecher haben eine Lagerhalle in Niedergörsdorf heimgesucht. Sie stahlen Werkzeuge und richteten einen Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro an.

11.07.2018

Teltow-Fläming fordert vom Land 230.500 Euro an Erstattung für Vorhaltekosten für ungenutzte Übergangsheimplätze. Dies wurde abgelehnt. Jetzt klagt der Kreis. Das Land zeigt daraufhin Entgegenkommen.

14.07.2018

Die Idee des Werbiger „Campus der Generationen“ galt lange als Leuchtturmprojekt des ländlichen Raumes. Die Umsetzung fällt der Kommune mangels Geld und Nutzern zunehmend schwerer.

14.07.2018
Anzeige