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Teltow-Fläming Ferienpass-Nachfolge scheint gesichert
Lokales Teltow-Fläming Ferienpass-Nachfolge scheint gesichert
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04:23 01.09.2016
Unter Anleitung von Zimmerermeister René Quappe entstanden die hölzernen Stullenbretter. Quelle: Christian Zielke
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Blankenfelde

Als das Ehepaar Uwer-Zürcher vor zehn Jahren den ersten Ferienpass für Blankenfelde-Mahlow auflegte, ahnten es nichts von dessen Erfolg. Mehr als 1100 Kinder haben seitdem interessante Einblicke gewonnen und ungewöhnliche Dinge erlebt. Auch wenn es fast schon Routine war, Anbieter für das Programm zu begeistern. „Der Organisationsaufwand ist enorm“, sagt Helmut Uwer. Bis zu 60 Ateliers – von Handwerk über Kunst bis Sport – galt es jedes Jahr unter einen Hut zu bringen.

Landschaftspflegeverein übernimmt Organisation

Vom kommenden Jahr an soll der Landschaftspflegeverein (LPV) die Organisation des Ferienpasses übernehmen. „Wir können uns das sehr gut vorstellen“, sagt Markus Mohn vom LPV. Mit dem Waldhaus habe man bereits die nötige Infrastruktur, um das Ferienpass-Programm auf die Beine zu stellen.

Mit den bisherigen Organisatoren sei man sich so gut wie einig, endgültig darüber entscheiden müsse jedoch die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, die einen jährlichen Zuschuss gewährt. „Wir begrüßen, dass es den Ferienpass im nächsten Jahr wieder gibt. Im Haushaltsentwurf für 2017 ist auch wieder die Förderung in Höhe von 2500 Euro vorgesehen“, teilte die Gemeinde auf MAZ-Nachfrage mit.

40 Kinder basteln Stullenbrett

Zu den diesjährigen Programmhöhepunkten zählte die Dachdecker-Firma Quappe aus Blankenfelde. Mehr als 40 Kinder hatten sich für den Kurs „Stullenbrett“ angemeldet – nur ein Dutzend konnte teilnehmen. Sie erfuhren von Zimmerermeister René Quappe zunächst den Unterschied zwischen weichem und harten Holz. Dann ging es ans Werk. Mit der Stichsäge schnitt der Handwerker die von den Kindern gewünschte und von einer Schablone aufs Holz übertragene Form aus einer Buchenholzplatte. Dann durften die Kleinen selbst Hand anlegen. Mit Schleifpapier glätteten sie die splittrigen Kanten und per Lötkolben verpassten sie den Brettern die persönliche Note. Anna-Marie Milz und ihre Freundinnen Lucy-Angelina Rödl und Kiara Ubaldi entschieden sich für Stern-Motive und ihre Namen. Die Jungs wählten tierische Motive wie Fische und Schweine.

Das wohl außergewöhnlichste Brett hat der neunjährige Florian Loeffner erdacht. „Hab Hunger und Durst – Jetzt“ steht auf der hölzernen Platte – eine klare Ansage. „Keine Ahnung, was meine Mama dazu sagt. Sie muss damit leben“, sagte er und grinste. Auf jeden Fall wird das Brett nicht in der Ecke landen sondern täglich in Gebrauch sein, versprach er. René Quappe genoss den Vormittag mit den Kindern. Im vorigen Jahr hatte er Insektenhotels gebaut. „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei – mit welcher Idee auch immer.“

Von Christian Zielke

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