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Feste bringen Jüterbog Verluste

Künftig Kontrolle Feste bringen Jüterbog Verluste

Mit Vergnügen lässt sich kein Geld verdienen, jedenfalls dann nicht, wenn die Stadt Jüterbog selbst Feste organisiert. Die Verluste wurden zwar hingenommen, sollen aber künftig besser kontrolliert werden. Der Rechnungsprüfungsausschuss hat eine Pauschale vorgeschlagen, mit der die Stadt Veranstalter je nach Besucheranzahl unterstützen könnte.

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Jens Schandert ist Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses in Jüterbog.
 

Quelle: Martina Burghardt

Jüterbog.  Die Abrechnung zeigt es nun schwarz auf weiß: 99-mal hat sich die Stadt Jüterbog zwischen 2011 und 2014 an Veranstaltungen beteiligt, die Verluste lagen in jedem dieser vier Jahre im fünfstelligen Bereich. Lediglich das Oktoberfest und der privat organisierte Weihnachtsmarkt „Winterzauber“ brachten jeweils zwischen 1400 und 3100 Euro ein.

 Der Rechnungsprüfungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung hat für seinen Bericht alle Details und Zahlen zusammengetragen. Laut seinem Vorsitzenden, Jens Schandert (FJB), kommt er zu dem Schluss, dass die Stadt Jüterbog nicht in der Lage ist, „eigenständige Feste wirtschaftlich vertretbar zu veranstalten“. Dennoch sollte die Unterstützung von Festen nicht ganz eingestellt werden, sie seien „sozial bedeutsam“ und gehören zum „Erscheinungsbild einer mittelalterlichen Kleinstadt“. In den Empfehlungen des Ausschusses ist von „Hilfeleistungen des Bauhofes“ die Rede, die allen Veranstaltern, gestaffelt nach Besucherzahlen, zur Verfügung gestellt werden sollten. Allerdings nicht unbegrenzt. Vorgeschlagen wird ein Jahresbudget in Höhe von 15 000 Euro, dessen Verwendung im Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketingausschuss zu besprechen ist.

 Ausschussvorsitzender Schandert präsentierte den Inhalt des Abschlussberichtes und empfahl überdies, das kulturelle Angebot „und die durch die Abteilung Kultur verantwortlich organisierten Veranstaltungen zu überprüfen“. Das Angebot soll „zeitnaher, moderner, jugendlicher und dem Bedarf angepasst gestaltet werden“. Nur so könne man wirtschaftlich vertretbar handeln.

Hintergrund

Die Jüterboger Kulturtage brachten im Jahr 2011 einen Verlust von 11 000 Euro ein, 2012 betrug das Minus 3000 Euro, 2013 waren es knapp 5000 Euro und 2014 knapp 6000 Euro.

Die größten Verluste in den vergangenen Jahren fuhren außerdem der Adventsmarkt Jüterbog und der Adventsmarkt Kloster Zinna ein.

Im Jahr 2011 war die Stadt als Veranstalter oder Dienstleister an 18 Festen beteiligt, 2014 waren es 29 Feste.

Sowohl der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Falk Kubitza (SPD) als auch Bürgermeister Arne Raue (parteilos) dankten für die „fleißige Arbeit“ des Ausschusses. Jens Schandert wiederum lobt die „akkurate“ Arbeit der Kämmerei. „Es gibt keine Unklarheiten, alle Handlungsweisen sind in Ordnung.“ Er bezeichnete die Empfehlungen als „Anreiz“ zur weiteren Diskussion. Es gebe vielleicht noch „ganz andere Ideen“.

Die Untersuchungsergebnisse kommen nicht überraschend. Sie bestätigen das, worüber schon seit Jahren diskutiert wird, wie unter anderem Gabriele Dehn (SPD) erinnert. Mit seiner Linie, sogenannte freiwillige Leistungen und damit auch die Fest-Finanzierung mehr und mehr einzustellen, hatte Bürgermeister Arne Raue für Diskussionen gesorgt. Er stellte fest, dass „nichts Belastendes“ bei den Untersuchungen des Ausschusses zutage getreten ist und regte an, über die Verteilung des Aufwandes zu diskutierten. „Man muss sich verständigen, wofür das Geld ausgegeben wird“, sagte Arne Raue.

Von Martina Burghardt

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