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Festsaal des „Haus des Sports“ soll saniert werden

Jüterbog Festsaal des „Haus des Sports“ soll saniert werden

Zwei Jüterboger Händler wollen das leerstehende „Haus des Sports“ in der Zinnaer Vorstadt mit einem Getränkemarkt und Futtermittelhandel wiederbeleben. Der über hundert Jahre alte Saalbau verfällt schon lange und hat galt einst als vornehmste Gaststätte der Region. Später absolvierte Box-Weltmeister Henry Maske dort seine ersten Trainingseinheiten.

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Der denkmalgeschützte Festsaal von 1912 diente zuletzt Boxern zum Training. Henry Maske gehörte in den 1970er dazu.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Beim „Haus des Sports“ in der Zinnaer Vorstadt werden bei Jüterbogern viele Erinnerungen wach: an Schulsport, Tanz und den obligatorischen Hinweis auf Henry Maske, der dort als Siebenjähriger sein Box-Training begann.

Seit Jahren verfällt die Halle, die trotzdem noch bis vor Kurzem von den Boxen genutzt wurde und nun leer steht. Jetzt gibt es Sanierungspläne.

Die „Stadtmühle“ bekommt dort mehr Platz

Sabrina Kuhl und Sven Schlimper stehen hinter dem Projekt. Sie betreiben mehrere Geschäfte in Jüterbog, etwa den Lotto- und Tabak-Laden in der Mönchenstraße. Ihr Getränkemarkt und der Futtermittelhandel „Stadtmühle“ sollen von den bisherigen Standorten im Werderschen Weg und der Großen Straße in die Zinnaer Vorstadt ziehen.

„Die ,Stadtmühle‘ ist zu klein, weil wir unser Sortiment vergrößern wollen“, begründet Sabrina Kuhl den Umzug. „In die Halle soll der Futtermittelhandel kommen, für den Getränkemarkt wollen wir davor einen Neubau errichten. Wegen der Schwerlast ist die alte Halle dafür nicht geeignet“, erzählt Schlimper. Der Neubau soll zudem vier Wohnungen beherbergen.

Sabrina Kuhl und Sven Schlimper wollen die Halle erwerben und als Gewerbefläche nutzen

Sabrina Kuhl und Sven Schlimper wollen die Halle erwerben und als Gewerbefläche nutzen.

Quelle: Peter Degener

Mehrkosten für Sanierung des Vorderhauses nicht zumutbar

Für die Umsetzung muss der vordere, nicht denkmalgeschützte Teil des Haus-Ensembles abgerissen werden. Weil sich die Immobilie im Sanierungsgebiet befindet, ist dafür die Zustimmung der Stadtverordneten nötig. „Eine Sanierung des vorderen Teils ist für den Investor eine finanzielle Zumutung“, sagt Kathrin Bruckbauer vom Sanierungsträger Bruckbauer & Hennen.

Die Mehrkosten würden sich auf rund 270 000 Euro belaufen. Der Bauausschuss hat den Abriss nach einem Vor-Ort-Termin bereits befürwortet.

Der Bauausschuss hatte schon Gelegenheit, das Haus zu betretenBei der Sanierung soll wieder die historische Bogendecke eingezogen werden

Der Bauausschuss hatte schon Gelegenheit, das Haus zu betreten.Bei der Sanierung soll wieder die historische Bogendecke eingezogen werden.

Quelle: Peter Degener

Dachsicherung könnte noch dieses Jahr erfolgen

Erst, wenn auch die Stadtverordneten in der kommenden Woche den Abriss befürworten, wollen Schlimper und Kuhl die Immobilie vom Eigentümer – einem Nachbarn – erwerben. „Der Abriss sollte dann möglichst noch dieses Jahr stattfinden, damit wir die Decke im Festsaal sichern können“, sagt Schlimper. Noch ist die beeindruckende Dachkonstruktion zu sehen. „Der Denkmalschutz will gerne die runde Bogendecke wiederhaben. Auch das Parkett wird wahrscheinlich bleiben“, sagt Schlimper.

Geschichte des „Haus des Sports“

Ein Stallgebäude von 1870/71 ist der Ursprung des historischen Festsaals – der erste Gastronom am Ort bot damit seinen Gästen überdachte „Parkplätze“ für ihre Pferde.

Das Gelände wurde immer wieder erweitert und umgebaut.

Als „Heyne’s Bürgergarten“ galt es um 1912 als vornehmste Gaststätte der Region und wurde stark vom Militär frequentiert. Es war seinerzeit der größte Saal der Stadt und bot Platz für Tanz und Theater.

Seit 1969 war das „Haus des Sports“ im Bürgergarten einquartiert. Hier wurde gekegelt, Tischtennis gespielt und vor allem geboxt. Der spätere Weltmeister Henry Maske absolvierte hier die ersten Trainings.

Die Boxer nutzten das Haus noch bis vor wenigen Jahren, obwohl es zusehends verfiel.

Der bauliche Zustand ist ruinös

Der bauliche Zustand ist ruinös. viele Jahre lang verfiel das Haus, wurde aber noch vor Kurzem von den Boxern genutzt.

Quelle: Peter Degener

Von Peter Degener

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