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Teltow-Fläming Feuerwehr attackiert: Bürgermeister erstattet Anzeige
Lokales Teltow-Fläming Feuerwehr attackiert: Bürgermeister erstattet Anzeige
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00:19 14.10.2017
Im ganzen Land waren die Feuerwehren im Dauereinsatz, weil Bäume Straßen blockiert hatten. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Am Mellensee

Anzeige gegen einen Autofahrer hat Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) bei der Polizei gestellt. Der Autofahrer soll an dem stürmischen „Xavier“-Abend einen Feuerwehrmann attackiert haben, weil der in Klausdorf einsatzbedingt eine Straße sperren musste.

Brandmeister: „Das ist das Allerletzte“

„Das ist das Allerletzte“, sagte Gemeindebrandmeister Jens Giller am Dienstag der MAZ. Bürgermeister Broshog zeigte sich bereits Montagabend im Hauptausschuss der Gemeinde Am Mellensee erschüttert über den Vorfall. „Was die Kameraden da erleben mussten, geht gar nicht“, sagte er. Am Sturmtag drohte ein von „Xavier“ entwurzelter Baum auf ein Wohnhaus in Klausdorf zu fallen. Deswegen hatten Feuerwehrleute versucht, mit Hilfe einer Drehleiter den Baum abzutragen und das Haus zu retten. Wegen dieses Einsatzes hatte ein Kamerad die Straße kurzzeitig gesperrt.

Anzeige wegen Nötigung

„Daraufhin hat ein Autofahrer die Einsatzkräfte böse angemacht“, so Broshog. Besagter Autofahrer habe den Kameraden zugerufen: „Na, so lahmarschig wie ihr seid, das hätte ich schon längst allein erledigt.“ Gemeindebrandmeister Jens Giller zufolge soll der Autofahrer versucht haben, einen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mellensee zu zwingen, ihn trotz Sperrung durchzulassen. „So eine Straßensperrung ist kein Grund, jemand an den Kragen zu gehen“, sagt Giller. Deshalb habe die Gemeinde Anzeige wegen Nötigung erstattet.

Feuerwehr im Dauereinsatz bis Freitag früh

„Mit so einer Reaktion von einem Bürger aus unserer Gemeinde habe ich nicht gerechnet“, sagte Bürgermeister Broshog im Hauptausschuss. „Das gehört sich einfach nicht.“ Broshog bedankte sich bei allen Kameraden, die vorigen Donnerstag bis spät in die Nacht draußen gewesen und Freitag früh wieder auf den Beinen gewesen seien, um die größten Sturmschäden zu beseitigen. Broshog zufolge sind die Kameraden allein in dieser Nacht 133 Mal alarmiert worden. Bei der Schadensbeseitigung hätten 78 Feuerwehrleute mitgewirkt. „Die Frauen und Männer haben Wahnsinniges geleistet“, so Broshog. Beispielsweise waren Kameraden zwischen Klausdorf und Neuhof plötzlich von umgestürzten Bäumen eingeschlossen. „Die mussten sich den Weg mit der Kettensäge freischneiden“, sagte der Bürgermeister.

Broshog berichtete, dass die Feuerwehr Montag schon wieder vier, fünf Mal alarmiert worden sei. Der Grund seien Bäume mit regennassem Laub gewesen, die sich gefährlich neigten. „Das wird in den nächsten Tagen noch so weitergehen“, sagte er. Bis Dienstagnachmittag war der Friedhof in Sperenberg gesperrt, damit umgestürzte Bäume weggeräumt werden konnten.

Die Gemeinde hat einen Sammelplatz eingerichtet, auf dem Bürger Bruchholz und Äste ablagern können. Auskünfte unter 03 37 03/95 90.

Von Frank Pechhold

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