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Teltow-Fläming Feuerwehr in Jüterbog an Belastungsgrenze
Lokales Teltow-Fläming Feuerwehr in Jüterbog an Belastungsgrenze
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00:17 05.01.2016
Großbrand im Sommer 2015 auf dem Schießplatz Jüterbog. Quelle: MAZ
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Jüterbog

Der Jüterboger Ortswehrführer Lutz Selent sieht die Freiwillige Feuerwehr der Stadt an der Belastungsgrenze. Die Zahl der Einsätze ist im vergangenen Jahr um ein Drittel gestiegen, die Einsatzbereitschaft in der Zeit von sechs bis 17 Uhr nur knapp sichergestellt worden. „Es gab in diesem Jahr Einsätze, die nicht umfangreicher hätten sein können, etwa eine Bombensprengung, Großwaldbrände und einen Bahnunfall“, sagt Selent über das Einsatzgeschehen 2015. Ein Lichtblick: Gegen den Trend wuchs die Zahl der Feuerwehrmänner leicht um zwei Personen auf 34 an.

So konnte die Tagesbereitschaft in Jüterbog dieses Jahr weiter knapp sichergestellt werden. In den Ortsteilen sieht es dagegen anders aus. Dort seien die Feuerwehren laut Selent tagsüber oft gar nicht mehr einsatzbereit. Doch auch für die Kernstadt sieht es langfristig schlecht aus. „Die Tagesbereitschaft der Feuerwehr ist gefährdet“, konstatiert der Ortswehrführer. Umliegende Kommunen werden deshalb stets mitalarmiert.

Jüterbogs Ortswehrführer Lutz Selent. Quelle: Peter Degener

Bürgermeister Arne Raue (parteilos) rief die Bevölkerung in einer Feiertagsbotschaft auf der Internetseite der Stadt zum Engagement für die Feuerwehr auf. „Damit diese überlebenswichtige Einrichtung auch in Zukunft zur Sicherheit der Menschen in Jüterbog uneingeschränkt beitragen kann, ist die Unterstützung durch Sie enorm wichtig. Nehmen Sie Kontakt zur örtlichen Löschgruppe auf und Sie werden feststellen, dass die Kameradschaft und die Atmosphäre etwas Besonderes sind und Ihnen möglicherweise Freude an der Mitwirkung, am Einsatz für die Allgemeinheit vermitteln wird“, schreibt Raue.

Der Ortswehrführer befürwortet trotz Ehrenamt auch finanzielle Anreize. Die Verdopplung der Einsatzpauschale auf zehn Euro für jeden Feuerwehrmann im Mai sei wichtig gewesen, denn, „die, die noch da sind, müssen motiviert werden zu bleiben“, sagt Selent. Er befürwortet auch die Erhöhung der monatlichen Aufwandsentschädigungen für Funktionsträger wie den Stadt- und Ortswehrführer, sowie den Jugendwart und deren Stellvertreter. Ein entsprechender Antrag der SPD und Linken wird im nächsten Hauptausschuss diskutiert. Allerdings werde laut Gabriele Schröder (SPD) schon zwei Jahre ohne Ergebnis darüber geredet.

Das „Sorgenkind“ bleibt der ehemalige Truppenübungsplatz, der nach fünfjähriger Pause im Juli zwei Mal in Brand geriet, wovon 200 Hektar Land betroffen waren. Hier fordert Selent Unterstützung des Landes. „Die Luftbeobachtung solcher Brände ist nicht ausreichend, es geht um Brandbekämpfung aus der Luft, etwa durch die Hubschrauber der Bundeswehr in Holzdorf, wie es früher auch der Fall war“, sagt Selent.

Eine wichtige technische Verbesserung der Ausstattung ist für das kommende Jahr geplant. Dank des mittlerweile genehmigten Haushalts 2015 hofft Selent auf die zeitnahe Anschaffung einer Wärmebildkamera. „Das ist eine wichtige Erleichterung. Sie hilft uns bei der Personensuche, schützt die Feuerwehrmänner selbst und hält Wasserschäden in Grenzen, weil wir Brände viel gezielter bekämpfen können“, sagt Selent.

Von Peter Degener

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