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Teltow-Fläming Feuerwehr schlägt Alarm
Lokales Teltow-Fläming Feuerwehr schlägt Alarm
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05:17 07.02.2018
Praktikant Lysander Furgol (l.) und Gerätewart Martin Görler-Czarnecki kontrollieren hunderte Geräte und Werkzeuge auf diesem Spezialfahrzeug für Gefahrgut-Einsätze. Quelle: Foto: Abromeit
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Ludwigsfelde

Dass Feuerwehren landauf, landab Nachwuchssorgen haben, ist seit Jahren Alltag. Jetzt schlägt eine Stadtwehr in eigener Sache Alarm, die für die Industrieregion Ludwigsfelde und für den verkehrstechnisch neuralgischen Berliner Autobahn-Südring zwischen Michendorf und Schönefelder Kreuz unentbehrlich ist  – die Freiwillige Feuerwehr Ludwigsfelde. Deren ernste Sorgen teilte Bürgermeister Andreas Igel (SPD) den Stadtverordneten nicht lapidar unter dem Tagesordnungspunkt „Information aus der Verwaltung mit“. Zum „Anspannungsgrad unserer Feuerwehr“ wie er es nannte, ließ er deren Chef sprechen, Stadtbrandmeister André Schütky. Und der hatte zu einer ernüchternden Statistik aus dem Ludwigsfelder Feuerwehr-Alltag viele Beispiele, die er selbst zu großen Teilen als Einsatzleiter hatte miterleben müssen.

Mehr als ein Drittel der Einsätze auf dem Autobahn-Südring

Anschaulich wird der Personal-Notstand bei den Einsatzzahlen: 656 Alarmierungen gab es im Jahr 2017, das sind 206 mehr als im Vorjahr. Das hat verschiedene Ursachen – die gravierendste: Die Stadtwehr Ludwigsfelde wird von der Leitstelle permanent zu Unfällen auf der Autobahn gerufen, sie ist Stützpunktfeuerwehr für Gefahrgut-Einsätze und hat dafür die sogenannte ABC-Ausrüstung. Vor den Stadtverordneten erklärte Schütky: „Inzwischen sind mehr als ein Drittel unserer Einsätze auf der Autobahn, vor allem wegen der Großbaustelle Nuthetal.“ Diese Einsätze haben deutlich zugenommen, so der Stadtwehrführer. Und sie seien wegen der Zahl an Verletzten, teilweise auch der Toten und wegen der teils großen Mengen Gefahrgüter mitunter sehr schwer und lang.

Tür-Notöffnungen und Fehlalarme nehmen zu

Auch die Zahl technischer Einsätze wie Tierrettungen oder Tür-Notöffnungen nehmen zu. Das liege auch daran, dass ältere Bürger häufig nicht mehr wie früher betreut würden, sondern oft allein lebten. „Passiert was, müssen wir oft kommen“, sagt der Stadtwehrführer. Zudem gibt es mehr Fehlalarme, das liege an den Brandmeldeanlagen. Es gebe immer mehr davon, wegen der immer ausgeklügelteren Technik seien sie auch anfälliger. Außerdem würden viele Anlagen nicht wie nötig gewartet, erklärte er im Gespräch mit der MAZ. „Warum aber die meisten Fehlalarme nachts zwischen ein und vier Uhr passieren, das haben wir noch nicht herausgefunden“, sagt Schütky.

Freiwillige sichern auch Klubhaus-Veranstaltungen brandtechnisch

Neben unplanbaren Einsätzen gehöre es zu den Feuerwehr-Aufgaben, jede Klubhaus-Veranstaltung brandtechnisch abzusichern. „Auch dafür müssen wir jedes Mal Einsatzpläne mit freiwilligen Kameraden der Ortsteilwehren aufstellen“, erläutert der Stadtbrandmeister. „Diese Veranstaltungen sind ja vorrangig abends und an den Wochenenden und gehen natürlich ebenfalls zu Lasten der Familien von unseren Kameraden“, sagt er.

Derzeit beschäftigt die fast 26 000 Einwohner zählende Stadt Ludwigsfelde fünf Mitarbeiter hauptamtlich für die Feuerwehr. Deutlich verbessern kann sich das erst, wenn der Zuzugsort die Einwohnergrenze von 30 000 erreicht. Bis dahin hofft man auch in Ludwigsfelde auf das vom Innenministerium angekündigte Feuerwehr-Strategiepapier.

Von Jutta Abromeit

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