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Feuerwehr übt mit Kindern Feueralarm

Hohenseefeld Feuerwehr übt mit Kindern Feueralarm

Feuerwehrmann (oder -frau) zu werden, steht derzeit bei den Mädchen und Jungen der Kita „Flämingkinder“ besonders hoch um Kurs. Spätestens seit der gemeinsamen Brandschutzübung wissen die Steppkes, was das bedeutet.

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Für die Kinder war der Löschtanker der Feuerwehr wie ein Spielzeug-Auto in XXL. Klar, dass die meisten von ihnen auch mal drinnen sitzen wollten.

Quelle: Uwe Klemens

Hohenseefeld. So viel Aufregung wie am Freitagmorgen, gibt es in der Kita „Flämingkinder“ nur selten. Zweimal blies Erzieherin Eilien Lindner in das knallrote Signalhorn, schon strömten die Mädchen und Jungen diszipliniert ins Freie. Dass das Signal nichts Gutes verheißt, hatten sie in den Tagen zuvor gelernt, als es um das richtige Verhalten ging, wenn es in der Kita mal brennen sollte.

Auch das Alarmieren der Feuerwehr hatten die Steppkes dabei trainiert. Nun durfte die sechsjährige Jill Richter zeigen, ob sie noch alles behalten hatte. „Hallo Feuerwehr, hier ist Jill. Bei uns in der Kita in Hohenseefeld brennt ist“, informierte sie per Telefon den unsichtbaren Feuerwehrmann am anderen Ende der Leitung über die Gefahrenlage. Wenige Minuten später stand das knallrote Auto mit zuckendem Blaulicht und laut tönendem Martinshorn vor der Tür. Dass es nicht wirklich brennt, sondern nur eine Übung war, hatten die Kinder inzwischen von ihren Erziehrinnen erfahren. Trotzdem hätte die Spannung, mit der sie das Anrücken der Kameraden und die Vorbereitungen zum „Löschen“ beobachteten, nicht größer sein können.

Im Kriechgang durch die Kita

Schnell hatten sich Matthes Wilke und Lars Hannemann samt Atemschutztechnik im Kriechgang durch die Räume tastend davon überzeugt, dass keine Personen mehr im Haus sind, und das fiktive Feuer in der Küche gelöscht. Wie ein Empfangskomitee nahmen die Kinder die beiden beim Herauskommen in Empfang und löcherten die beiden Helden und die übrigen drei Kameraden mit brennenden Fragen zur Ausrüstung. „Oh, sind die schwer“, staunte einer der Jungs, als es die Handschuhe von Lars Hannemann anhob und konnte kaum glauben, das dies noch der leichteste Teil der Ausrüstung ist.

Auch wozu man eine Wärmebildkamera braucht und wie sie funktioniert, interessierte die Kinder, die darüber kicherten, wie ulkig die Gesichter auf dem Display aussehen. Davon, wie es sich anfühlt, mit einem echten Feuerwehrhelm auf dem Kopf Feuerwehrmann oder -frau zu spielen, werden die Kinder wohl noch lange zu erzählen haben.

Reagieren ohne Panik

Nicht viel auszusetzen hatten Gemeindebrandmeister Nico Rudolph und seine Kameraden bei der anschließenden Manöverkritik, bei der es viel Lob für Jill und die übrigen Kinder gab. „Uns ist wichtig, dass die Kinder genau wissen, wohin sie, ohne in Panik zu geraten, gehen müssen und dass die Erzieher darauf achten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ein Effekt des Trainings ist, dass den Kindern die Angst genommen wird“, sagte Matthes Wilke. Einzig die Sache mit dem Schließen der Türen hatte diesmal nicht geklappt.

Mutter und Feuerwehrfrau in einem

„Im Ernstfall möchte ich bei einem Kita-Brand nicht unbedingt dabei sein, obwohl ich natürlich auch dann funktionieren müsste“, sagte die 23-jährige Feuerwehrfrau Laura Hahn, deren vierjährige Tochter Maike-Marie zu den „Flämingkindern“ gehört, „es ist schön, dass die Kinder so ein großes Interesse an der Feuerwehr haben. Schön wäre es, wenn es so bliebe. Denn sie sind unsere Hoffnung.“

Von Uwe Klemens

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