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Feuerwehr warnt vor Trickbetrügern

Nach Rauchmelder-Schwindel Feuerwehr warnt vor Trickbetrügern

Ein Trickbetrüger, der sich als Brandschutzkontrolleur ausgegeben hatte und eine Frau in Luckenwalde bestohlen hatte, hat die Feuerwehr der Stadt aufschrecken lassen. Sie stellt nun klar: Die Feuerwehr kontrolliert das Vorhandensein von Rauchmeldern nicht, auch nicht, wenn sie im Sommer Pflicht werden.

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Stadtwehrführer Jens Reichwehr

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Bei der Luckenwalder Feuerwehr hat der MAZ-Artikel vom Dienstag über den falschen Kontrolleur heftige Reaktionen ausgelöst. Am Montag war eine Luckenwalderin bestohlen worden. Ein etwa 30 Jahre alter Mann hatte sich gegenüber der Anwohnerin der Straße zum Freibad als Brandschutzkontrolleur ausgegeben und sich so Zugang zu ihrer Wohnung verschafft. Dort stahl er ihr das Portmonnaie, in dem sich neben Bargeld auch persönliche Dokumente befanden.

Für Stadtwehrführer Jens Reichwehr steht fest, dass ein solches Verhalten mehr als perfide ist. „Dass Trickbetrüger mit einer solchen Masche arbeiten, ist unglaublich“, so Reichwehr. Seiner Ansicht nach wird damit das Ansehen der Feuerwehrleute in Verruf gebracht. „Betrüger machen auch vor dem Brandschutz nicht halt“, ärgert er sich. Deshalb möchte er die Bürger sensibilisieren besonders aufmerksam zu sein.

Zum einen werden Rauchwarnmelder erst ab Juli Pflicht, zum anderen wird die Feuerwehr auch nicht von Haus zu Haus gehen, um die Anlagen zu überprüfen. Das sei Sache der Hauseigentümer. „Zumal sich Mitarbeiter der Verwaltung ausweisen können. Und im Zweifelsfall sollte man lieber noch einmal telefonieren, bevor man jemanden in die Wohnung lässt“, rät Reichwehr. Der Feuerwehrmann verweist darauf, dass solche Anlagen über Leben und Tod entscheiden können. „Es hätten in den vergangenen Jahren weniger Brände sein können, wenn es in den Räumen Rauchwarnmelder gegeben hätte“, stellt Reichwehr fest. Besonders Vorfälle wie in der Brandenburger Straße oder in der Weichpfuhlstraße in Luckenwalde, als jemand eine Pizza im Ofen oder einen Topf auf dem Herd vergessen hatte, hätte mit entsprechenden Anlagen verhindert werden können.

Gefordert werden Rauchmelder in Wohnungen, Schlafräumen und Kinderzimmern sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen. Diese müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandbrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.

Von Margrit Hahn

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