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Feuerwehr zeigt Aufgabenvielfalt

Großbeeren Feuerwehr zeigt Aufgabenvielfalt

Am Wochenende zeigte die Freiwillige Feuerwehr Großbeeren ihre Geräte und ließ in ihr Aufgabengebiet blicken. Die Kameraden sind für Einsätze mit Gefahrengütern gut ausgerüstet und freuen sich über den großen Zulauf von Kindern und Jugendlichen.

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Feuerwehrleute demonstrieren eine Rettung.

Quelle: fotos: Krischan Orth (2)

Großbeeren. Was tut man, wenn jemand auf dem Eis eingebrochen ist? Besonnenes Handeln zeigte die Großbeerener Jugendfeuerwehr bei einer Übung am Sonnabend. „Schnelligkeit und Eigenschutz sind bei der Eisrettung wichtig“, erklärt Martin Görler, Jugendwart der Feuerwehr. Alle zwei Wochen treffen sich die Kinder und Jugendlichen zum Training. Die künftigen Feuerwehrleute werden spielerisch auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Dazu gehören das Einweisen in die Technik, taktische Vorgehensweisen oder Erste Hilfe, so Görler. Zeltlager sorgen für eine Kameradschaftsbindung. Im Ernstfall muss sich jeder auf jeden verlassen können. Derzeit sind 23 Mitglieder aktiv, das Eintrittsalter liegt bei zehn Jahren. Die Großbeerener Jugendfeuerwehr ist in einer komfortablen Situation: Die Nachfrage im Ort ist hoch, es gibt sogar eine Warteliste.

Atemmasken reichen für 15 Minuten Sauerstoff

Am Tag der offenen Tür zeigten auch die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr einen Teil ihres Leistungsspektrums. Die Wache in Großbeeren verfügt über ein Dekon-Fahrzeug – ein speziell ausgerüsteter Lkw, der Gefahrguteinsätze ermöglicht. Die Feuerwehr demonstrierte einen Unfall mit Gefahrengut. Bei der Evakuierung steht die Bergung eines Verletzten an erster Stelle. Auch hier ist Sorgfalt und Schnelligkeit gefragt, für 15 Minuten reicht der Sauerstoff der Atemmasken. Wenn die gefährliche Substanz gesichert ist, werden die Kameraden in Schutzanzug noch an Ort und Stelle im Duschzelt gereinigt.

Jeder Landkreis verfügt über eines dieser Fahrzeuge, so dass Großbeeren immer mit ausrückt, wenn Gefahrengut gesichert werden muss. 55 Einsätze ist die Feuerwehr in diesem Jahr schon gefahren, berichtet Ortswehrführer Arwed Piesalla. Diese Zahl falle zwar geringer aus als im Vorjahr. Aber es waren in diesem Jahr verhältnismäßig mehr Einsätze, die das volle Leistungsspektrum der Feuerwehr abverlangten. So gab es bereits drei Einsätze mit Gefahrengut – darunter die am Dreieck Nuthetal oder im nahe gelegenen Güterverkehrszentrum.

40 Kameraden im Dienst

40 Kameraden bestreiten derzeit den Dienst. „Die Tagesbereitschaft ist noch immer ein Problem“, sagt Piesalla. Die Einsätze am Tag werden häufiger. Neu ist, dass die Heinersdorfer Wache gemeinsam mit Großbeeren ausrückt, um Gruppenstärke zu erreichen. Das ist ein Einsatzleiter mit acht Kameraden.

So konnte bis dato jeder Einsatz geleistet werden. Auch wenn der Ortswehrführer von seinem Arbeitgeber grünes Licht für Tageseinsätze bekommen hat, so ist das nicht immer selbstverständlich. Piesalla wünscht sich, dass die Unternehmen auf den besonderen Umstand der Tagesbereitschaft noch mehr Rücksicht nehmen würden.

Von Krischan Orth

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