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Feuerwehr zeigte, was man tun und lassen sollte

Luckenwalde Feuerwehr zeigte, was man tun und lassen sollte

Was tun, wenn es brennt? Asylbewerber sind sich da unsicher, wie es sich in zwei Fällen schon mal gezeigt hatte. Deshalb hat am Donnerstag die Luckenwalder Feuerwehr eine Brandschutzbelehrung im Übergangswohnheim Forststraße durchgeführt und anhand praktischer Vorführungen gezeigt, was man tun und was man besser lassen sollte.

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Das passiert, wenn man brennendes Fett mit Wasser zu löschen versucht: Es wird nur noch schlimmer.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. „In jüngster Zeit ist es zu zwei Küchenbränden in Wohnungen gekommen, in denen ausländische Mitbürger wohnen“, berichtet Jens Reichwehr. Die Betroffenen wussten offensichtlich nicht genau, was sie tun sollten, und waren völlig überrascht, als plötzlich die Feuerwehr in ihre Wohnungen stürmte, weil die Nachbarn Alarm geschlagen hatten.

Deshalb hat am Donnerstag der Leiter der Luckenwalder Feuerwehr mit seinen hauptamtlichen Kameraden im Übergangswohnheim Forststraße eine Brandschutzbelehrung durchgeführt.

Wichtig: die Notrufnummer 112

Organisiert wurde sie von der städtischen Flüchtlingskoordinatorin Anke Habelmann. Sie hatte Merkblätter in mehreren Sprachen vorbereitet, auf denen steht, wie man sich im Ernstfall verhält. Und vor allem die Notrufnummer: 112.

Feuerwehrchef Reichwehr und sein Kollege Silvio Pade erläuterten zunächst, was es für Brandstoffe und Zündquellen gibt wie offenes Feuer, Kerzen, aber auch elektrische Geräte, die heiß werden und deshalb auf keinen Fall abgedeckt werden dürfen, mahnten beide. Vor allem warnten sie davor, brennendes Fett mit Wasser zu löschen.

Was in einem solchen Fall passiert, demonstrierte draußen Holger Braun. Er hatte in einem Kochtopf Fett zum Brennen gebracht. Das Feuer löschte er ganz einfach, indem er einen passenden Deckel auf den Topf legte. Die Sauerstoffzufuhr wurde unterbunden und die Flammen verloschen. Dann setzte er den Topfinhalt wieder in Brand und kippte – natürlich in voller Montur samt Helm und Schutzmaske – eine an einem langen Stock angebrachte Tasse mit Wasser über dem Topf aus und die Flammen schossen explosionsartig in die Höhe. Nach dieser beeindruckenden Vorführung erläuterte Feuerwehrmann Marcel Jordan die Funktionsweise von Feuerlöschgeräten und ließ jeden daran üben, um im Notfall erste Löschmaßnahmen vornehmen zu können.

Was tun, wenn die Wohnung brennt

Was aber tun, wenn die Wohnung wirklich brennt? Wohnung verlassen, Tür zu, Nachbarn alarmieren, Feuerwehr (112) anrufen. Und wenn der Hausflur brennt und man nicht rauskommt? Wohnungstür schließen, nasses Handtuch vor den Türschlitz legen, damit kein Rauch reinkommt, Feuerwehr anrufen. „Bleiben Sie in der Wohnung“, sagte Heimleiter Daniel Reinke, der selber ehrenamtlich beim Technischen Hilfswerk (THW) aktiv ist, „die Feuerwehr kommt garantiert!“

„Und wie lange braucht die?“, wollte eine russischsprachige Asylbewerberin wissen. „Etwa fünf Minuten“, antwortete Jens Reichwehr. Die Frau war beeindruckt. Sie hatte in ihrer Heimat mal eine halbe Stunde warten müssen bis die ersten Einsatzkräfte eintrafen. Und die standen wohl nicht mehr ganz gerade auf den Beinen.

Von Hartmut F. Reck

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