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Feuerwehr zieht an den Mühlengraben

Trebbin Feuerwehr zieht an den Mühlengraben

Für 1,5 Millionen Euro soll ein neues Gerätehaus für die Trebbiner Feuerwehr gebaut werden. Der Bauausschuss votierte jetzt für den neuen Standort am Wohngebiet „Am Mühlengraben“. Im Rennen war bis dahin auch eine zweite Fläche. Doch die Stadt legte nun eine Potenzialanalyse vor.

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Zwischen Rewe und dem ehemaligen Möbel Tegeler in Trebbin soll das neue Feuerwehrgerätehaus entstehen.

Quelle: Elinor Wenke

Trebbin. Wo die Trebbiner Feuerwehr künftig ihren Sitz und ihr nagelneues Gerätehaus haben wird, steht nun fest. Der Neubau für Kosten von 1,5 Millionen Euro (ohne Außenanlagen) soll im Auftrag der Stadt am Trebbiner Wohnbaugebiet „Am Mühlengraben“, westlich der L70 und unweit der B101, erfolgen. Der Bauausschuss votierte in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig dafür.

Unstrittig war bereits seit längerem, dass am jetzigen Feuerwehr-Standort am Haltinger Platz erhebliche Defizite bei der Gewährleistung der Einsatzbereitschaft bestehen. Ein Erweiterungs- oder Neubau am bestehenden Standort kam nach sorgfältiger Prüfung nicht infrage, deshalb hatten die Stadtverordneten bereits einen Neubau an einem neuen Standort beschlossen. Nur wo dieser sein soll, stand bisher nicht fest.

Zahlen und Fakten zum Feuerwehr-Neubau

Für den Neubau des Trebbiner Feuerwehrgerätehauses wird ein Grundstück mit 4000 Quadratmetern benötigt.

Für die Feuerwehrfahrzeuge sind vier große und zwei kleinere Stellplätze in einer Halle geplant, dazu kommen 40 Pkw-Stellplätze hinter der Halle.

Umkleidemöglichkeiten werden für 50 männliche und 15 weibliche Einsatzkräfte geschaffen, außerdem für 30 Mitglieder der Jugendfeuerwehr.

Ein Übungshof von mindestens 250 Quadratmetern Fläche wird außerdem eingerichtet.

Neben drei Büros und einem Raum für die Einsatzleitung werden unter anderem eine Werkstatt, eine Atemschutzwerkstatt sowie ein Raum für die Einsatzbekleidung errichtet. Außerdem müssen Lagerflächen für Schläuche, Bindemittel, Löschgeräte und Schaummittel als Kombiraum für alle Ortswehren vorgehalten werden.

Im Rennen waren zwei mögliche Grundstücke, die von der Stadt noch erworben werden müssen: das Grundstück nahe der B101 zwischen Rewe und dem ehemaligen Möbel Tegeler oder ein Grundstück am Kulturhaus. Beide Areale wurden einer gründlichen Standortbewertung unterzogen. Kriterien waren unter anderem Erschließung, strategische Lage, Preis, Lage im Stadtgebiet, Anfahrt der Einsatzkräfte und Sicherheitsaspekte. Mit 30 zu 22 Punkten schnitt das Grundstück „Am Mühlengraben“ laut Verwaltung als Sieger ab. „Das war keine willkürliche Aufstellung von Kriterien“, sagte Bürgermeister Thomas Berger (CDU), „sondern ein solider Vergleich, der auch anderswo praktiziert wird.“

Die Grundstückspreise liegen mit 30 Euro pro Quadratmeter (an der B101) beziehungsweise 32,50 Euro nur unwesentlich auseinander. Bei der Anfahrt würden die Einsatzkräfte am Kulturhaus aus entgegenkommenden Richtungen aufeinandertreffen, anders als im Gebiet „Am Mühlengraben“.

Nur so viel Fläche wie tatsächlich benötigt

Knut Vetter (GpgS) und Paul Schuchardt (UFW) wollten sichergehen, dass beide Grundstücke auch in der benötigten Teilfläche zum Verkauf stehen. „Das haben wir vorher abgeklärt“, sagte Berger, „und wir kaufen nicht mehr Fläche als wir brauchen.“ Matthias Klavehn (UFW) plädierte dafür, so viel Fläche zu kaufen, dass auch der Rettungsdienst angegliedert werden könnte.

Gleichzeitig sprachen sich die Bauausschussmitglieder für das entsprechende Raumprogramm und einen Realisierungswettbewerb für den Neubau aus. Hinsichtlich der benötigten Flächen verwies Berger auf die geltenden DIN-Vorgaben. „Das Feuerwehrgerätehaus wird nicht so, wie man es sich gewünscht hätte, sondern wie es vorgeschrieben ist“, sagte er.

Wettbewerb wird deutschlandweit ausgeschrieben

Entsprechend der Bausumme wird das Bauvorhaben als Wettbewerb deutschlandweit ausgeschrieben. Die Wettbewerbskommission wird aus Verwaltungsmitarbeitern, Stadtverordneten und Architekten bestehen.

Paul Schuchardt regte an, das Fahrrad nicht neu zu erfinden, sondern Architekten von bestehenden Feuerwehr-Objekten zu verpflichten, um das Knowhow zu nutzen. „Wir würden kein Geld sparen“, stellte Berger klar. Außerdem sollen Fördermittel beantragt werden, „deshalb müssen wir sowieso den offiziellen Weg gehen“, so Berger.

Von Elinor Wenke

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