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Feuerwehrauto zu groß für die Garage

Rangsdorfer Löschtruppe beklagt "katastrophale Zustände" Feuerwehrauto zu groß für die Garage

Die Rangsdorfer Feuerwehr hat zwar seit Oktober ein neues Auto. Das ist auf dem neuesten Stand, passt aber leider nicht durch die Garage. Erst müssen die Außenspiegel eingeklappt werden. Die Feuerwerhleute beklagen die "katastrophalen Zustände".

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Drei neue Fahrzeuge hat die Gemeinde innerhalb eines Jahres angeschafft.

Quelle: Feuerwehr

Rangsdorf. Millimeter für Millimeter arbeitet sich Mario Beißer nach vorne. Um den nagelneuen Geräte- und Transportwagen der Rangsdorfer Feuerwehr durch das Garagentor zu manövrieren, braucht der stellvertretende Gemeindewehrführer viel Gefühl in den Fingerspitzen – und noch mehr im Gasfuß. Ist er zu schnell, federt der 13-Tonner an der Torschwelle zu tief ein und reißt mit dem Heck im schlimmsten Fall das Rolltor herunter. Draußen angekommen, muss er eine Zwangspause einlegen, um die Außenspiegel wieder auszuklappen. Das Tor ist zu schmal, um sie ausgeklappt zu lassen. Im Ernstfall kostet das wichtige Zeit.

Das am 22. Oktober in Dienst gestellte Fahrzeug offenbart das ganze Elend der Rangsdorfer Feuerwehr. Die Ausstattung ist auf dem neuesten Stand. Das Innenleben bietet an Ausrüstung alles, was man bei Bränden und Unfällen auf der Autobahn braucht: hydraulische Spreizer und Scheren, Chemikalienschutzanzüge, Ölpumpen und -auffangbehälter sowie Funktechnik. Drei neue Fahrzeuge hat die Gemeinde innerhalb eines Jahres angeschafft. Neben dem Geräte- und Transportwagen gehören ein Kommandowagen und ein Manschaftstransportwagen für die Groß Machnower Wehr nun zur Einsatzflotte. Rund 220.000 Euro hat die Gemeinde Rangsdorf dafür ausgegeben. Doch was nützt die neueste Technik, wenn die Hülle nicht stimmt. „Die Zustände sind katastrophal“, sagt Gemeindewehrführer Peter Straube über das Feuerwehrhaus, das früher eine Autowerkstatt war. Wenn der Pieper zum Einsatz ruft, müssen sich die Männer und Frauen in der Fahrzeughalle umziehen. Die eigentliche Umkleide ist zu klein. Eine Trennung von Männern und Frauen – von letzteren gibt es in der Rangsdorfer Feuerwehr immerhin neun – ist wegen der Enge nicht möglich.

Abhilfe ist in Sicht. Im Nachtragshaushalt der Gemeinde sind rund zwei Millionen Euro für ein neues Feuerwehrgebäude eingeplant. Es soll hinter dem jetzigen Gebäude der Jugendfeuerwehr entstehen. Bürgermeister Klaus Rocher hofft, dass die Gemeindevertreter dem Etat am Donnerstag zustimmen. „Wir wollen, dass unsere Feuerwehrleute endlich vernünftige Bedingungen bekommen“, sagt er. Im kommenden Frühjahr soll es losgehen. „Wenn der Rohbau vor dem Winter fertig ist, könnte man im Frühjahr 2015 einziehen“, sagt der Bürgermeister. Die Garagen, die derzeit noch auf dem Gelände stehen, will die Gemeinde im kommenden Winter abreißen lassen.

Von Christian Zielke

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