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Feuerwehren fehlt der Nachwuchs

Dahme Feuerwehren fehlt der Nachwuchs

Der Soll für die Anzahl aktiver Feuerwehrleute ist bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Dahme und ihren Ortsteilen faktisch zwar erreicht. Doch eine Analyse im Gefahrenabwehrbedarfsplan zeigt, dass Nachwuchsmangel herrscht. Auch die Ausrüstung ist nicht zufriedenstellend.

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An Schutzausrüstung mangelt es im Amt Dahme. Nun sollen jährlich 25 000 Euro dafür investiert werden.

Quelle: dpa

Dahme. Im Amtsausschuss Dahme wurde kürzlich der Gefahrenabwehrbedarfsplan für die Jahre 2017 bis 2021 vorgestellt. Das umfangreiche Dokument befasst sich hauptsächlich mit dem Brandschutz im Amt und dokumentiert den Soll- und Ist-Stand materiell sowie personell in den einzelnen Ortswehren. „Der Plan wurde im Vorfeld mit den Ortswehrführern besprochen“, erklärte Oliver Borchert vom Ordnungsamt in Dahme. Nach den Diskussionen zum Haushalt 2017 könnte er am 15. Dezember beschlossen werden.

1,5 Millionen Euro für Investitionen in fünf Jahren

Der Entwurf, der dem Amtsausschuss vorgestellt wurde, würde sich vor allem finanziell auswirken. Mehr als 1,5 Millionen Euro sollen in den nächsten fünf Jahren für den Brandschutz in der Stadt und den Ortsteilen ausgegeben werden. Die teuerste Investition soll mit 510 000 Euro eine vollautomatische Drehleiter werden.

Der Entwurf sieht insgesamt mehr als 1,1 Millionen Euro für neue Fahrzeuge vor. Außerdem soll in ausgewählte Gerätehäuser investiert werden. Das Amt hat den Zustand aller Gebäude bewertet. Im aktualisierten Gefahrenabwehrbedarfsplan sind für drei der vier sanierungsbedürftigen Gerätehäuser Umbaumaßnahmen vorgesehen. Zu den größeren Kostenpunkten wird die Sanierung des Feuerwehrgebäudes in Kemlitz gehören. Dort sollen ein neuer Umkleidebereich und Sanitäranlagen entstehen,die knapp 70 000 Euro kosten werden.

Die Feuerwehr braucht mehr Nachwuchskräfte

Die Feuerwehr braucht mehr Nachwuchskräfte.

Quelle: imago

Hinzu sollen 25 000 Euro pro Jahr für neue Schutzausrüstungen und 12 000 Euro pro Jahr für die Löschwasserversorgung kommen. Borchert erklärte, dass es vor allem bei der Bekleidung der Einsatzkräfte Defizite gäbe. „An dieser Stelle sollte allerdings nicht gespart werden, da die Kameraden ihr Leben bei den Einsätzen riskieren“, sagte er. Auch der Amtsausschuss befürwortete den finanziellen Vorschlag, der im Gefahrenabwehrbedarfsplan vermerkt ist.

250 aktive Feuerwehrleute in allen Ortswehren

Weniger positiv wird in den nächsten fünf Jahren wohl die personelle Entwicklung in den Feuerwehren der Dahmer Ortsteile ausfallen. 250 Kameraden sind derzeit in den 15 Ortsteilen aktiv. „Damit ist das Soll gerade so erfüllt“, erklärte Borchert. Der Gefahrenabwehrbedarfsplan sieht eine Doppelbesetzung aller Positionen vor, die in wenigen Orten sogar erreicht werden kann. Die Wehren in Schöna, Görsdorf und Illmersdorf schneiden besonders gut ab.

Akuter Ausbildungsmangel herrscht hingegen beispielsweise in Rosenthal, Mehlsdorf, Ihlow und Niebendorf-Heinsdorf. Denn vor allem der Altersdurchschnitt bereitet den Wehren flächendeckend Sorgen. Er liegt aktuell bei 42 Jahren. „In der nächsten Zeit rechnen wir deshalb mit einigen Abgängen“, so Borchert. Wie viele der 88 Mitglieder der Jugendfeuerwehren tatsächlich in die aktiven Wehren übertreten könne man indes nicht abschätzen.

Von Victoria Barnack

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